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Kreis Altenkirchen

Der schnelle Draht zum Amt: Kreis Altenkirchen schaltet auf Behördennummer 115 um

Im Laufe des kommenden Jahres haben die Menschen im AK-Land eine andere Wahl: Ab dann wird sich auch der Landkreis dem Projekt „115“ anschließen. Das bestätigte Büroleiter Norbert Schmauck auf Anfrage unserer Zeitung. Dabei handelt es sich um eine zentrale Behördennummer, über die der Anrufer Antworten zu den häufigsten Behördenanliegen erhält – egal, ob es Fragen zum Elterngeld, zur Kfz-Anmeldung oder zum Wohngeld sind.

Wähle 1-1-5 auf dem Telefon: Im Laufe des kommenden Jahres können auch die Menschen im Kreis Altenkirchen über diese kurze Behördennummer Auskünfte erhalten. Die Kreisverwaltung verspricht sich davon auch intern bessere Arbeitsabläufe.  Foto: dpa
Wähle 1-1-5 auf dem Telefon: Im Laufe des kommenden Jahres können auch die Menschen im Kreis Altenkirchen über diese kurze Behördennummer Auskünfte erhalten. Die Kreisverwaltung verspricht sich davon auch intern bessere Arbeitsabläufe.
Foto: dpa

„Der Bürger soll nicht vor der Frage stehen, wer zuständig ist“, stellt Schmauck den Servicegedanken in den Vordergrund. Es gehe um Fragen des gesamten öffentlichen Lebens, auch zu Bundes- und Landesangelegenheiten, aber auch um Fragen der Sozialversicherungsträger, heißt es aus dem Kreishaus.

Wer nach dem Starttermin die 115 wählt, landet mit seinem Anruf im Servicecenter Cochem-Zell. „Für kommunale Teilnehmer gibt es zwei Möglichkeiten, sich am 115-Verbund zu beteiligen. Entweder sie betreiben ein eigenes Servicecenter oder sie schließen sich einem Multiservicecenter an. Aus Kosten- und Effizienzgründen haben wir uns dazu entschieden, bestehende Strukturen in Cochem-Zell zu nutzen“, erläutert der Büroleiter. Die vertraglichen Vorüberlegungen hierzu seien bereits weit vorangeschritten. „Unsere Aufgabe ist es nun, eine Wissensdatenbank für unser Haus zu erstellen, aus dem bei Anrufen die Informationen entnommen werden können“, gibt Schmauck einen Einblick in die Vorbereitungen.

Akzeptanzverluste durch die räumliche Entfernung fürchtet er dabei nicht. „Die 115-Rufnummer ist ein Bestandteil von E-Government. Anruferinnen und Anrufer erhalten unter einer leicht zu merkenden Rufnummer unabhängig von lokalen Zuständigkeiten schnelle und verlässliche Auskünfte. Die 115 spart Zeit, ist unkompliziert und zuverlässig“, so seine Einschätzung. Der Draht ins Kreishaus soll damit aber nicht gekappt werden. „Wer bereits Kontakt mit der Kreisverwaltung hat, kann sich natürlich wie bisher direkt an seinen Ansprechpartner wenden. Die Mitarbeiter der 115-Nummer können, auch aus datenschutzrechtlichen Gründen, keine individuelle Beratung vornehmen“, so Schmauck.

Geplant sei, dass wenn im Erstgespräch Fragen offen geblieben sind, die örtlich und sachliche zuständige Stelle ein sogenanntes „Ticket“ erhält. Innerhalb von 24 Stunden will sich die Verwaltung dann zurückmelden.

Doch wie tief muss der Kreis für eine solche Umstellung in die Tasche greifen? „Die Kosten werden seitens des Servicecenters pro Anruf abgerechnet. Aufgrund der bereits bestehenden Erfahrungswerte rechnen wir mit jährlichen Kosten in Höhe von rund 10.000 Euro“, so Schmauck. Ein Förderantrag an das Innenministerium sei bereits gestellt und positiv beschieden worden. Gleichzeitig rechnet der Büroleiter aber auch mit positiven Auswirkungen auf die tägliche Arbeit in der Verwaltung: „Die Fachebene wird durch allgemeine Auskünfte weniger beansprucht, da die meisten Anfragen bereits im Erstkontakt mit den Servicecentern beantwortet werden. Hierdurch werden nicht nur die Arbeitsabläufe innerhalb der Verwaltungen optimiert, mittelbar führt die Entlastung auch zu Kosteneinsparungen“, ist er sich sicher. Schmauck unterstreicht gleichzeitig, dass es der Verwaltung nicht darum gehe, Leistungen abzubauen. „Wir wollen den Bürgern eine weitere einfache und kostenfreie Informationsquelle eröffnen“, sieht er die Kreisverwaltung neue digitale Wege beschreiten.

Und was, wenn man im AK-Land doch keine positiven Erfahrungen mit der zentralen Rufnummer macht? „Die vertraglichen Grundlagen sehen regelmäßige Kündigungsmöglichkeiten vor. Da wir kein eigenes Servicecenter aufbauen, wäre eine Abkehr von der 115-Nummer problemlos möglich, wenn auch nicht wahrscheinlich“, erläutert Schmauck.

Von unserem Redaktionsleiter Markus Kratzer

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