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    Betzdorf: Pastor-Georg-Koch-Straße muss warten

    Dass in Betzdorf eine Straße nach dem verstorbenen Pastor Georg-Koch benannt wird, das muss weiter warten. Das Thema wird erst noch einmal im Bauausschuss des Rates aufschlagen. Die CDU brachte zwischenzeitlich gestern im Rat auch in die Diskussion, eventuell eine Brücke nach Georg Koch zu benennen. Schließlich sei er im übertragenen Sinn ein Brückenbauer gewesen.

    Ein Teilstück der Elly-Heuss-Knapp-Straße in Betzdorf sollte umbenannt werden in Pastor-Georg-Koch-Straße. Dies hatte die SPD im Stadtrat Betzdorf beantragt. Doch das Thema wird jetzt erst einmal weiter im Ausschuss beraten.  Foto: Markus Döring
    Ein Teilstück der Elly-Heuss-Knapp-Straße in Betzdorf sollte umbenannt werden in Pastor-Georg-Koch-Straße. Dies hatte die SPD im Stadtrat Betzdorf beantragt. Doch das Thema wird jetzt erst einmal weiter im Ausschuss beraten.
    Foto: Markus Döring

    Bürgermeister Bernd Brato sah bei dem Tagesordnungspunkt an einem bestimmten Punkt „unwürdige Diskussionen im Rat“, die Georg Koch nicht gerecht würden.

    Aber irgendwie hat man dann doch noch einen Weg gefunden, dass das Thema erst noch einmal im Ausschuss beraten wird. Aber mit der klaren Auflage, dass hier nur noch über die Benennung einer Straße geredet.

    Zum Hintergrund: Es war die SPD, die den Antrag gestellt hatte, dass ein Teil der Elly-Heuss-Knapp-Straße in Betzdorf in Pastor-Georg-Koch-Straße umbenannt wird. Es ging um das Teilstück der Elly-Heuss-Knapp-Straße ab Einmündung Birkenstraße bis zur Einmündung Kirchstraße (u.a. entlang der Pfarrkirche St. Ignatius).

    SPD-Sprecher Karl-Heinz Mohr verwies noch einmal kurz auf Verdienste von Koch. Über 30 Jahre lang sei er in Betzdorf tätig gewesen. Mit seinem Wirken habe er das Miteinander der Menschen in unserer Stadt über die konfessionellen Grenzen hinaus in bedeutender Weise mitgeprägt und könne so auch als Vorbild für ein tolerantes Miteinander gelten.

    „Koch galt als Ratgeber, Autoritätsperson, Wegweiser und Mahner über die Konfessionen hinaus“, betonte Mohr. Um ein friedliches Zusammenleben der verschiedenen Kulturen und Religionen zu betonen, fühlte er sich zum Brückenbauer berufen. Beispielhaft für sein Wirken war hier seine aktive Teilnahme an der Demonstration für ein tolerantes Betzdorf vor dem Rathaus im Jahr 2015. Koch sei aber auch ein Impulsgeber in Politik und Gesellschaft gewesen.

    Die Verdienste von Pastor Georg Koch zu würdigen, „da ist nichts gegen zu sagen“, findet CDU-Sprecher Werner Hollmann. „Aber ist dieses Straßenstück der richtige Weg?“. Das würde seinen Verdiensten nicht gerecht. Da Koch auch ein Brückenbauer war, sollte man eine Brücke nach ihm benennen, kam ein Vorschlag von dem CDU-Fraktionssprecher. Die CDU wollte auf jeden Fall, dass das Thema erst noch einmal im Ausschuss beraten wird.

    Für Wolfgang Mies (FWG) gehörte der Antrag nicht in den Ausschuss. Die Straße sollte dort sein, wo er auch gewirkt hat. Kirche und Pfarrhaus liegen an dem Teilstück der Elly-Heuss-Knapp-Straße. Horst Vetter (Bündnisgrüne) unterstützte den SPD-Antrag, der dem Pastor gerecht werde. Koch habe über die Konfessionen hinweg gewirkt. „Ja, er war ein Brückenbauer, aber doch keine Straßenbauer“, sagte Vetter Richtung CDU-Ansinnen.

    Udo Piske (FDP) wollte so nicht abstimmen. Das sei Pastor Koch nicht würdig, eine kontroverse Abstimmung. Dann werde er sich enthalten. SPD-Sprecher Mohr war damit einverstanden, dass das Thema noch einmal im Ausschuss beraten wird. Hier aber mit dem Zusatz, dass es um die Benennung einer Straße geht. Somit war das Thema Brücke vom Tisch.

    Dass diese Diskussionen, die Koch nicht gerecht werden, im Rat in der Form aufgeschlagen sind, führen Beobachter darauf zurück, dass der Vorschlag von der SPD kommt. Das habe die CDU geärgert. Schließlich stand Koch eher der CDU nah und stand auch bei Wahlen schon einmal auf deren Listen.

    Von unserem Redakteur Andreas Neuser

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