Laurenburg

Zug-Notbremsung im Lahntal: Bahn prallt mit Stein zusammen – Schaden im fünfstelligen Bereich

Auf der Bahnstrecke zwischen Koblenz und Limburg hat sich bei Laurenburg ein gefährlicher Zwischenfall ereignet. Das geht aus einer Pressemitteilung der Bundespolizei Trier vom Montag hervor. Wegen eines Hindernisses im Gleisbereich musste demnach ein aus dem Laurenburger Tunnel kommender Personenzug eine Schnellbremsung einleiten. Im Zug befindliche Reisende (es handelte sich um circa 15 bis 20 Personen) wurden dabei glücklicherweise nicht verletzt.

Foto: dpa/Symbolfoto

Ermittlungen der Polizei ergaben, dass eine Fahrbahnbegrenzung des parallel zur Bahnstrecke verlaufenden Feldweges herausgetreten oder herausgerissen und den Abhang Richtung Bahngleise hinuntergerollt worden war.

Auf dem Bahngleis der Lahntalbahn kam der Stein zum Liegen und wurde am Freitag gegen 15 Uhr durch das aus dem Tunnel kommende Triebfahrzeug erfasst. Bei dem massiven Hindernis handelt es sich laut Polizeibericht um einen Fundamentklotz mit einem eingelassenen circa 50 Zentimeter langen Doppel-T-Träger.

Der Zug fuhr nach dem Zusammenstoß trotz größerer Beschädigungen bis zum Bahnhof Limburg weiter. Dort erfolgte die Begutachtung durch den Notdienst der Deutschen Bahn. Ersten Angaben zufolge beläuft sich der Schaden auf schätzungsweise 10.000 Euro.

Der Tatzeitraum lässt sich laut Bundespolizei auf 14.30 bis kurz vor 15 Uhr eingrenzen. Das Gleis in Richtung Limburg war in der Zeit von 15.30 bis 18.33 Uhr gesperrt; die Strecke Richtung Koblenz blieb frei befahrbar. Es kam zu erheblichen Zugverspätungen und Teilausfällen.

Die Bundespolizei Trier hat die Ermittlungen in dem Fall aufgenommen. Wer Angaben zu dem Vorfall oder den Tätern machen kann, wird gebeten, sich unter Telefon 0651/436.780 zu melden.