Niederneisen/Flacht

Geplante Aarumgehung: Ein Zeitplan ist noch nicht in Sicht

Der heimische Landtagsabgeordnete Matthias Lammert (CDU) hat sich mit einer Kleinen Anfrage bei der Landesregierung nach konkreten Details zur geplanten Umgehung der B 54 Flacht/Niederneisen erkundigt, die sich im Bundesverkehrswegeplan „im vordringlichen Bedarf“ befindet. Wie Matthias Lammert mitteilt, hat nun Verkehrsminister Dr. Volker Wissing schriftlich dazu Stellung genommen.

Die Ortsgemeinden Niederneisen und Flacht sind vom starken Verkehr auf der B 54 belastet.
Die Ortsgemeinden Niederneisen und Flacht sind vom starken Verkehr auf der B 54 belastet.
Foto: Archivfoto Uli Pohl

Zur Frage nach dem aktuellen Planungsstand für die sogenannte Aarumgehung erklärt die Landesregierung demnach: „Der Landesbetrieb Mobilität Diez erstellt derzeit die Vorentwurfsplanung für die Abstimmung mit dem Bundesverkehrsministerium.“

Dafür würden die Varianten detailliert untersucht, die man auf der Grundlage des raumordnerischen Entscheids vom 30. August 2018 – und damit vor mehr als zweieinhalb Jahren – ermittelt habe. „Dabei handelt es sich um die damals vorzugswürdige Variante III (Bahndammtrasse) und die aus Sicht der Raumordnung als noch vertretbar angesehene Variante IV (Ostumgehung)“, heißt es in der Mitteilung des Verkehrsministeriums.

„Weder die Frage, wann mit dem Beginn des Planfeststellungsverfahrens, noch die Frage, wann mit einer Realisierung des Projekts gerechnet wird, konnte die Landesregierung beantworten“, so Lammert. Seiner Bitte um einen Zeitplan erteilte das Ministerium eine Absage.

„Derzeit kann aufgrund des frühen Maßnahmenstands noch kein Zeitplan für die Realisierung der Umgehung Flacht/Niederneisen angegeben werden“, heißt es in der offiziellen Stellungnahme und weiter: „Auch hinsichtlich der Einleitung des Planfeststellungsverfahrens zur Baurechtsbeschaffung lässt sich zum derzeitigen frühen Stand der Planungen für die Umgehung noch keine belastbare zeitliche Aussage treffen.“