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    Berlin

    Hackerangriffe häufen sich – EU will gegensteuern

    Hackerangriffe häufen sich: Bereits im Frühjahr hatte eine Gruppe das Computersystem des Bundestages angegriffen. Es musste für mehrere Tage abgeschaltet und verbessert werden. Im November berichtete Bundesinnenminister Thomas de Maizière von einem deutlichen Anstieg gezielter Angriffe auf die Netze des Bundes. Diese Zahl habe sich 2015 massiv von durchschnittlich fünf Attacken pro Tag im Vorjahr auf 15 erhöht. "Wir sind ganz gut in der Abwehr solcher Angriffe. Wir werden aber die Netze des Bundes erneuern", sagte der Minister.

    Hacker (Symbolbild)
    Hacker (Symbolbild)
    Foto: dpa

    Am vergangenen Montag nun wurden Teile der Verwaltung des Landschaftsverbands Rheinland teilweise lahmgelegt. 12.000 Arbeitsplätze dieser großen Kommunalverwaltung in Nordrhein-Westfalen waren nicht nutzbar. Und am Mittwoch legte eine unbekannte Software stundenlang die Computer des nordrhein-westfälischen Innenministeriums lahm. Die Mitarbeiter des Ministeriums konnten nur eingeschränkt arbeiten und waren nur noch telefonisch zu erreichen.

    Meldepflicht bei Angriffen

    Ein neues EU-Cybergesetz soll nun für mehr Sicherheit sorgen. Es verpflichtet Firmen wie Strom- und Wasserkonzerne, Bahnen, Fluglinien, Banken und Krankenhausbetreiber dazu, bestimmte Sicherheitsmaßnahmen umzusetzen und schwere Hackerangriffe auf ihre Systeme zu melden. Andernfalls drohen Strafen.

    Die EU-Staaten verpflichten sich, mehr in Hard- und Software zu investieren, um zum Beispiel Energie- und Wassernetze vor Hackerangriffen zu sichern. "Das Internet kennt keine Grenzen - ein Problem in einem Land kann eine Kettenreaktion im Rest Europas auslösen", sagte der zuständige EU-Kommissionsvize Andrus Ansip.

    IT-Sicherheitsgesetz in Deutschland bereits in Kraft

    Die EU-Kommission hatte das Gesetz schon 2013 vorgeschlagen. EU-Digitalkommissar Günther Oettinger nannte die Vereinbarung einen "wichtigen Schritt, um die Widerstandsfähigkeit unserer Netzwerke und Informationssysteme zu verbessern." Die EU-Staaten haben nun rund zwei Jahre Zeit, die Vorgaben in nationales Recht umzusetzen. In Deutschland trat in diesem Sinne bereits Ende Juli das IT-Sicherheitsgesetz in Kraft. Allerdings fehlt es noch an wichtigen Durchführungsbestimmungen.

    dpa/jo

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