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    Mit dem "VW Käfer des Weltalls" zur Internationalen Raumstation ISS

    Seit mehr als 15 Jahren arbeiten Menschen dauerhaft auf der Internationalen Raumstation ISS rund 400 Kilometer über der Erde. Einige Fragen und Antworten:

    Der 38-jährige Alexander Gerst aus Künzelsau in Baden-Württemberg startet für sechs Monate zur Internationalen Raumstation ISS - mit einem Russen und einem US-Amerikaner.
    Der 38-jährige Alexander Gerst aus Künzelsau in Baden-Württemberg startet für sechs Monate zur Internationalen Raumstation ISS - mit einem Russen und einem US-Amerikaner.
    Foto: dpa

    Warum fliegen so selten deutsche Raumfahrer ins Weltall?

    Aufgrund der Verträge kann Europa nur einen der sechs Arbeitsplätze auf der ISS beanspruchen. Den Rest teilen sich Russland (drei) und die USA (zwei). Für den Platz bewerben sich Tausende - wer fliegen darf, entscheidet die europäische Raumfahrtagentur ESA mit ihren Partnern im Auswahlverfahren. Elf deutsche Astronauten sind aber gar nicht so wenig: Mehr haben nur die USA und Russland ins All geschickt.

    Ist so ein Flug noch gefährlich?

    Deutschlands nächster Astronaut, Alexander Gerst, sagt: "Beim Start einer Rakete wird man sich nicht entspannt zurücklegen und ein bisschen dösen - da hat man schon Adrenalin." In ihrer engen Kapsel sitzen die drei Raumfahrer auf etwa 300 Tonnen Treibstoff. Mehr als 26 Millionen PS befördern das Trio ins All. Die russische Sojus-Rakete ist bereits seit rund 50 Jahren im Einsatz und gilt als zuverlässiger Klassiker - was ihr den Spitznamen "VW Käfer des Weltalls" einbrachte. "Man weiß, dass durchaus auch was schiefgehen kann. Man versucht, mental einen Schritt vor der Rakete zu sein und immer genau zu wissen, was zu tun ist", sagt Gerst.

    Bemannte Raumfahrt - kostet das nur Geld, oder bringt das etwas?

    Kritik an der Internationalen Raumstation ISS gibt es seit ihrem Start 1998. Die Gesamtkosten von mehr als 100 Milliarden Euro stünden in keinem Verhältnis zum Nutzen, sagen ISS-Gegner. Keines der bisher mehr als 1200 Experimente habe Bahnbrechendes zutage gefördert. ISS-Befürworter widersprechen. Deutschlands Raumfahrtchef Johann-Dietrich Wörner sagt: "Heute ist die Raumstation mehr denn je Symbol internationaler Verständigung und gleichzeitig ein überragender wissenschaftlicher Erfolg." Es werde kein Geld ins All befördert, sondern Technologie, die Arbeitsplätze und Wissenszuwachs bedeute.

    Was macht die Besatzung eigentlich die ganze Zeit?

    Ein normaler Tag beginnt mit einer Morgentoilette mit feuchten Tüchern, eine Dusche gibt es nicht. Nach einem meist bescheidenen Frühstück widmet sich die Crew der Forschung sowie der Pflege der Bordanlagen. Viele Arbeiten dauern im All doppelt so lange wie auf der Erde. Je nach Programm stehen dann zwei Stunden Fitness an, etwa das Strampeln auf Standfahrrädern, um dem Muskelabbau entgegenzuwirken. Freizeit gibt es kaum.

    Und wie funktioniert die Toilette?

    Wegen der Schwerelosigkeit müssen Raumfahrer ihre Beine an der Toilette festklemmen. Was auf der Erde mit Wasser weggespült wird, wird hier mit Unterdruck in einen 20-Liter-Behälter gesaugt. Von dort aus geht es weiter in Tanks des angedockten "Progress"-Raumtransporters, des "Müllcontainers". Er wird später zum Absturz gebracht und verglüht in der Atmosphäre. Das rund 14 Millionen Euro teure Kosmos-Klo der ISS kann zudem Urin zu Trinkwasser aufbereiten. Das ist aber nur für den Notfall gedacht.

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