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    Saarland: Gehbehinderte sterben in brennendem Krankenhaus

    Püttlingen (dpa/lrs) – Bei einem Klinikbrand im saarländischen Püttlingen sind zwei gehbehinderte Patientinnen in den Flammen ums Leben gekommen. Der Brand war am frühen Dienstagmorgen im Obergeschoss eines dreistöckigen Nebengebäudes des Krankenhauses ausgebrochen. 43 weitere Patienten konnten Ärzte, Schwestern, Pfleger und Feuerwehrleute unversehrt in Sicherheit bringen, wie Klinikleitung und Feuerwehr am Dienstag berichteten.

    Die Brandmeldeanlage löste laut Polizei gegen 5.40 Uhr Alarm aus. Die beiden getöteten Frauen hatten kaum ein Chance, den Flammen zu entkommen. Sie hätten sich nur mit Mühe und mit Hilfe eines Rollators bewegen können, berichtete die Stellvertretende Ärztliche Direktorin des Knappschaftsklinikums Saar, Marion Bolte.

    Eine der Toten lag beim Eintreffen der Feuerwehr leblos auf dem Balkon: „Ich habe noch „Hallo, Hallo“ gerufen. Aber sie hat kein Lebenszeichen von sich gegeben. Solche Bilder vergisst ein Feuerwehrmann nicht“, sagte Rafel Mailänder, Sprecher der Freiwilligen Feuerwehren im Regionalverband Saarbrücken. Die Feuerwehr war mit 30 Löschfahrzeugen und mehr als 100 Helfern im Einsatz.

    Eine weitere Patientin konnte zwar noch nach draußen gebracht werden, starb aber kurze Zeit später. Vier Patienten brachte die Feuerwehr über eine Drehleiter, einen über das Treppenhaus in Sicherheit. Dieser erlitt einen Schock. Die anderen 38 Patienten der Rheuma- und Schmerztherapie sowie der Psychosomatik seien bereits zuvor von den Mitarbeitern ins Freie gebracht worden, berichtete Klinik-Geschäftsführer Andreas Ruffing. Da gerade Schichtwechsel war, seien die Stationen gut besetzt gewesen.

    Die genaue Identität der beiden toten Frauen will die Polizei erst bekanntgegeben, wenn nach einer Obduktion letzte Gewissheit besteht. Das Ergebnis werde voraussichtlich frühestens am Mittwoch feststehen, sagte ein Sprecher. Zur Ermittlung der Brandursache schaltete die Polizei einen externen Gutachter ein. Die Spurensuche am Brandort werde voraussichtlich noch mehrere Tage dauern.

    Die Unglücksopfer waren nach Angaben der Klinik in zwei nebeneinanderliegenden Zimmern untergebracht. In einem der beiden Räume brach der Brand aus. Klinikleitung und Feuerwehr zeigten sich erstaunt darüber, wie ein solches Feuer in dem erst neun Jahre alten Gebäude ausbrechen und die Flammen mit so großer Hitze um sich greifen konnten.

    Offen ist, wann das Gebäude wieder genutzt werden kann. Den Sachschaden schätzt Klinik-Geschäftsführer Ruffing auf einen „siebenstelligen Betrag“. Klinik und Landesregierung sprachen den Angehörigen der Toten ihr Beileid aus.

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