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    Berlin

    Ministerium von Umwelt-"Dinosaurier" Aigner vergibt die "Blinde Nuss" an NABU

    Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) hat Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) als „Dinosaurier des Jahres 2012“ ausgezeichnet - und ihr Ministerium kontert mit der Verleihung der "Blinden Nuss des Jahres".

    CSU-Politikerin Ilse Aigner erhalte den Negativpreis für umweltschädliche Agrarpolitik, so der NABU. Sie betreibe eine rückwärtsgewandte Klientelpolitik, die den Prinzipien einer nachhaltigen und zukunftsfähigen Politikgestaltung widerspreche, erklärte NABU-Präsident Olaf Tschimpke am Donnerstag in Berlin.

    Das Bundeslandwirtschaftsministerium wies die Kritik des NABU zurück. Der Umweltverband setze auf billige PR-Gags und verschließe die Augen vor der Wirklichkeit, erklärte ein Ministeriumssprecher: „Die blinde Nuss des Jahres geht an den Naturschutzbund Deutschland.“ So setze sich die Bundesregierung etwa in den Verhandlungen zur Neuausrichtung der EU-Agrarpolitik klar für mehr Umweltleistungen in der Landwirtschaft ein.

    Der NABU warf der Ministerin dagegen vor, dass bei ihr „im Wesentlichen die Wünsche der Agrarindustrie und des Bauernverbandes Gehör“ fänden, betonte NABU-Präsident Tschimpke. Jedes Jahr würden rund 57 Milliarden Euro gießkannenartig in die europäische Landwirtschaft fließen. Damit würden auch Betriebe gefördert, die durch großflächigen Maisanbau, Pestizideinsatz und Massentierhaltung der Umwelt schaden: „Wir sind auf dem besten Weg, die Brüsseler Milliardenzahlungen an den Agrarsektor bis zum Ende des Jahrzehnts zu zementieren.“

    Das Ministerium verwies darauf, dass ab 2014 Landwirte, die nur Tiere halten und nicht gleichzeitig auch Flächen in nachhaltiger Weise bewirtschaften, „keinen Cent Regelförderung mehr erhalten“. In den laufenden EU-Verhandlungen zur Neuausrichtung der Agrarpolitik würden nur solche „Greening-Maßnahmen“ nicht unterstützt, die „außer enormem bürokratischem Aufwand keine messbaren Wirkung entfalten“.

    Mit dem „Dinosaurier des Jahres“, einer aus Zinn gegossenen rund zweieinhalb Kilogramm schweren Nachbildung einer Riesenechse, zeichnet der NABU seit 1993 Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens aus, die sich nach Meinung des Verbandes beim Umweltschutz negativ hervorgetan haben. (epd)

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