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    Briefwahl in Bad Kreuznach schlägt alle Rekorde

    In den Wahlämtern in Bad Kreuznach und den Verbandsgemeinden werden Rekordmarken bei der Briefwahl angepeilt. 4295 Wahlunterlagen hatte die Stadt bis gestern Morgen herausgegeben, peilt nun die 4500er-Marke an. 2006 bei der Landtagswahl waren es nur 3192 gewesen.

    Foto: dpa

    Bad Kreuznach - In den Wahlämtern in Bad Kreuznach und den Verbandsgemeinden werden Rekordmarken bei der Briefwahl angepeilt. 4295 Wahlunterlagen hatte die Stadt bis gestern Morgen herausgegeben, peilt nun die 4500er-Marke an. 2006 bei der Landtagswahl waren es nur 3192 gewesen.

    "Heftig"! So kommentiert auch Gerhard Zuck die Briefeflut. 1800 der 10 500 Wahlberechtigten in der Verbandsgemeinde Langenlonsheim haben Briefwahlunterlagen beantragt. Absoluter Rekord. 2006 waren es 1100. Ob es daran liegt, dass Julia Klöckner in Guldental zu Hause ist? "Die starke Resonanz kommt unerwartet", sagt Zuck. Und noch immer holen Wähler Briefwahlunterlagen ab. Bis Freitag, 18 Uhr, ist das möglich. In Notfällen, etwa bei Erkrankung, kann bis Sonntag, 15 Uhr, nachgeordert werden. "Zwei, drei Fälle gibt's da immer", sagt Zuck. Spannend ist es für ihn immer, ob die ins Ausland geschickten Briefe rechtzeitig heimkommen. Der weiteste Wahlbrief ging diesmal nach Indien. Zuck: "Er ist noch nicht zurück."

    Weniger Wahlurlauber als gewohnt

    Hohe Resonanz auch in Bad Münster-Ebernburg (9343 Wahlberechtigte). Christiane Sutter: "Wir sind bei über 1500, weit mehr als 2006." Ins Ausland schickte sie diesmal nur wenige Briefe. "Im Sommer sind's mehr. Es sind noch nicht viele Leute im Urlaub." Seit Wähler nicht mehr begründen müssen, warum sie nicht sonntags ins Wahllokal kommen können (oder wollen), nimmt die Briefwahl deutlich zu.

    Das bestätigt Ulrich Demary (VG Stromberg; 9333 Wahlberechtigte). 2006 waren es 806 Briefwähler, jetzt sind es schon 1000. Das könnte eigentlich auf eine hohe Wahlbeteiligung schließen lassen. Demary begrüßt den Wegfall der Begründung: Den wenigen, die noch wählen gehen, sollte man keine Steine in den Weg legen. Wenngleich die Briefe etwas Aufwand in den Verbandsgemeinden verursachen. Bis Sonntag, 18 Uhr, kann man Briefe dort abgeben. Dann werden sie in die Gemeinde-Wahllokale zum Auszählen gebracht. Bei Bundestags- und Europawahlen fahren die Wahlbrief-Kuriere "andersrum", bringen Briefe zum Zählen in die Verbandsgemeinden.

    In der VG Bad Kreuznach (7258 Wahlberechtigte) waren gestern 1012 Wahlbriefe ausgegeben. Eine Steigerung um 40 Prozent gegenüber 2006 (699 bei 7018 Wahlberechtigten). Vielleicht sollte man die Briefe an alle Wähler verschicken, das würde die Sache etwas vereinfachen, meint Wahlsachbearbeiter Klaus Christ.

    In Rüdesheim lag die Zahl der Wahlbriefe gestern bei 2832 - 2006 waren es 1815. "Die Briefwahlrekorde von Bundestagswahl (3632) und der Kommunalwahl 2009 (3850) erreichen wir nicht," sagt Heinz-Martin Schwerbel. Bei der Kommunalwahl sei die Briefwahl wegen der komplizierten Stimmverteilung sehr beliebt. Knapp 3200 Briefe würden wohl herausgegeben, schätzt der stellvertretende VG-Büroleiter. Das wären bei 19 804 Wahlberechtigten knapp 17 Prozent. 2006 waren es 19 646 Wahlberechtigte. Seit 2010 nimmt die Bevölkerung in der VG Rüdesheim leicht ab. Deutlich weniger Resonanz kam diesmal aus dem Ausland. Schwerbel: "Anfangs ein paar Spanier. Aber es ist halt noch keine echte Urlaubszeit."

    Wahlbriefe aus Teneriffa

    Auch in der Stadt Bad Kreuznach ist das "Auslandsgeschäft" diesmal eher flau. Einige ließen sich aber ihre Unterlagen beispielsweise nach Teneriffa schicken. Mit bunten Schmetterlingsbriefmarken kamen sie jetzt von dort zurück. "Alle ausgegebenen Briefe kommen natürlich nicht wieder", weiß Hauptamtsleiter Helge Oberst. Rund 95 Prozent werden es wohl sein. Oberst hofft, dass die Kombination von Landtags- und Oberbürgermeisterwahl die Wahlbeteiligung in der Stadt auf über 50 Prozent treibt: "Weniger wäre ernüchternd."

    Z Die Verwaltung rät, Wahlbriefe spätestens am Donnerstag in den Briefkasten einzuwerfen, um den Zugang per Post bei der Verwaltung zu garantieren.

    Von unserem Redakteur Armin Seibert

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