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    Warnstreik legt am Dienstag Mainz lahm – mit Livestream

    Mainz -Begleitet von einem Trillerpfeifen-Konzert haben rund 12.000 Beschäftigte des öffentlichen Dienstes am Dienstag in Mainz für mehr Geld demonstriert. Diese Zahl nannten sowohl die Gewerkschaft Verdi als auch die Polizei.

    Mainz -Begleitet von einem Trillerpfeifen-Konzert haben rund 12.000 Beschäftigte des öffentlichen Dienstes am Dienstag in Mainz für mehr Geld demonstriert. Diese Zahl nannten sowohl die Gewerkschaft Verdi als auch die Polizei.

    Wegen des Warnstreiks waren am Morgen bereits viele Busse und Bahnen in den Depots geblieben, städtische Kindertagesstätten vor allem in Mainz und Ludwigshafen blieben geschlossen.

    Nach Gewerkschaftsangaben konnten mehr als 200.000 Fahrgäste nicht befördert werden, allein in Mainz rund 110.000. Auch in Pirmasens, Kaiserslautern und Trier wurde der Nahverkehr bestreikt und teils komplett lahmgelegt. Insgesamt ließen landesweit rund 15.000 Beschäftigte der Kommunen und des Bundes für einen Tag die Arbeit ruhen, teilte ein Gewerkschaftssprecher mit.

    Tarifverhandlungen werden Mittwoch fortgesetzt

    Der Kommunale Arbeitgeberverband Rheinland-Pfalz bezeichnete den Ausstand als unnötig. "Von dem Warnstreik noch im Verhandlungsstadium sind vor allem die Bürger getroffen", sagte der stellvertretende Geschäftsführer Hans-Georg Hofmann in Mainz. Von Arbeitgeberseite bestehe nach wie vor Einigungsbereitschaft.

    Verdi verlangt für die Beschäftigten 6,5 Prozent mehr Geld, mindestens aber 200 Euro. Die Arbeitgeber hatten bislang 3,3 Prozent mehr Gehalt auf zwei Jahre angeboten. Am Mittwoch sollen in Potsdam die Tarifverhandlungen in dritter Runde für die rund zwei Millionen Beschäftigten im öffentlichen Dienst bei Bund und Kommunen fortgesetzt werden.

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    Die Beschäftigten forderten eine ordentliche Erhöhung ihrer Löhne und Gehälter, sagte der rheinland-pfälzische DGB-Vorsitzende Dietmar Muscheid in Mainz. Noch hätten es die Arbeitgeber in der Hand. "Wenn ihr es am Verhandlungstisch nicht macht, dann holen wir es uns", rief Muscheid mehreren Tausend Teilnehmern der Kundgebung zu. Die Demonstranten hielten Plakate mit den Slogans "Geiz ist out, mehr Geld ist in" oder "Wir sind es wert - Ehrensold auch für uns" in die Höhe.

    Mainzer Rückblick:

    Am Dienstagvormittag hatte sich der Warnstreik des Öffentlichen Dienstes in Mainz auf den Straßen bemerkbar gemacht, als sich die Mitglieder der Gewerkschaften Verdi und GEW in der Innenstadt gesammelt hatten. Auf der Rheinstraße ging nichts mehr. Der Verkehr staute sich zwischenzeitlich bis zur Autobahnanschlussstelle Weisenau.

    Wie Verdi mitteilte hatten am Dienstagmorgen ab 3 Uhr rund 700 Beschäftigten des Öffentlichen Personennahverkehrs in Kaiserslautern, Pirmasens, Trier und Mainz den Warnstreik eröffnet. In Landeshauptstadt fuhren bis 14 Uhr keine Straßenbahnen und keine Busse auf den Strecken der MVG. Laut Polizeiangaben hatte der lahmgelegte Nahverkehr auf den Straßenverkehr am Morgen in Mainz keine Auswirkungen. 

    Seit 6 Uhr befanden sich auch Beschäftigte der Stadtwerke, der Entsorgungsbetriebe und von kommunalen Kliniken und der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung im Ausstand, seit 7 Uhr sind die Beschäftigten von Stadtverwaltungen, Kindertagesstätten, Sparkassen, Jobcentern und Bundeswehrstandorten im Streik gewesen.

    Wer sich mit Bussen und Straßenbahnen am Dienstagmorgen durch Mainz bewegen wollte, hatte gelitten: Von Dienstbeginn bis 14 Uhr stand alles still, was von der Mainzer Verkehrsgesellschaft (MGV) bewegt wird. Mehr als 100.000 Beförderungsfälle - also Personen, die ein Mal oder mehrfach an einem Werktag öffentliche Verkehrsmittel nutzen - dürften betroffen sein. Ab 16 Uhr sollen alle Busse und Bahnen in Mainz wieder nach Fahrplan laufen. Genaue Taktung im Internet auf www.mvg-mainz.de.

    Hier gab's Infos und Tipps zum Streiktag - und was sonst noch war
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