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Reizgas-Alarm trifft gleich zwei Schulen

Wiesbaden/Kaiserslautern – Gleich zweimal sorgten Reizgas-Attacken im März 2010 an Schulen für Großalarm: In Wiesbaden wurden dabei 55 Schüler einer Berufsschule verletzt, in Kaiserslautern erlitten etwa 30 Grundschüler Augenreizungen und Husten.

Wiesbaden/Kaiserslautern – Gleich zweimal sorgten Reizgas-Attacken im März 2010 an Schulen für Großalarm: In Wiesbaden wurden dabei 55 Schüler einer Berufsschule verletzt, in Kaiserslautern erlitten etwa 30 Grundschüler Augenreizungen und Husten.

In der hessischen Landeshauptstadt hatten bislang unbekannte Täter Gas unter einer geschlossenen Tür hindurch in den Raum der Schülerzeitungsredaktion gesprüht, berichtete der Leiter der betroffenen Schulze-Delitzsch-Schule, Rainer Strack. Die Schüler seien aus dem Raum geflüchtet. Der Pädagoge ordnete die Evakuierung des gesamten Gebäudes an, weil sich das Gas auszubreiten drohte. Durch Schließen der Brandschutztüren konnte der Reizstoff aber noch eingedämmt werden.

Bei dem Reizstoff handelt es sich um Ethylenbenzen, wie Andreas Schneider von den Feuerwehr in Wiesbaden mitteilte. Das Lösungsmittel reizt Mund, Nase, Rachenraum und Augen, ist aber nicht lebensbedrohlich. Wie die Feuerwehr mitteilte, ging es am Abend allen betroffenen Schülern wieder gut.

In Kaiserslautern hatte eine Drittklässlerin an der Röhm-Grundschule während einer kurzen Pause eine Spraydose mit Pfefferspray auf einem Fensterbrett stehen sehen und aus Neugierde damit herumgespielt. Der Hausmeister nahm den Reizstoff als seltsamen Geruch war und verständigte die Feuerwehr. Nachdem die Klassenräume kräftig durchgelüftet waren, konnte der Unterricht fortgesetzt werden. Wer die Spraydose auf der Fensterbank abgestellt hatte, ist noch unklar. Während der Vorfall in Kaiserslautern als Unfall eingeordnet wird, ermittelt in Wiesbaden die Kripo.

Bereits in den vergangenen Wochen war es in Koblenz und Idar-Oberstein zu ähnlichen Attacken gekommen. Das rheinland-pfälzische Innenministerium geht allerdings von Einzelfällen aus und nicht von einem neuen Trend bei Gewalttaten. cdt/dpa

Mainzer Rhein-Zeitung
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