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Mainz

Ebling vorne, Beck holt

Im Kampf um das Amt des Mainzer Oberbürgermeisters zeichnet sich zusehends ein Zweikampf zwischen Michael Ebling (SPD) und Günter Beck (Grüne) ab.In einer Umfrage von MRZ und SWR liegt Ebling bei 40 Prozent, Beck bei 38 Prozent. CDU-Kandidat Lukas Augustin bekommt 17 Prozent. Und beim politischen Aschermittwoch der jeweilligen Coleur läuteten die Kandidaten die heiße Phase des Wahlkampfes ein.

Mainz – Im Kampf um das Amt des Mainzer Oberbürgermeisters zeichnet sich zusehends ein Zweikampf zwischen Michael Ebling (SPD) und Günter Beck (Grüne) ab.

In einer weiteren repräsentativen Umfrage des Forschungsinstitutes Forum unter wissenschaftlicher Leitung des Mainzer Publizistikprofessors Gregor Daschmann können beide Kandidaten zulegen. Ebling liegt jetzt bei 40 Prozent, Beck bei 38 Prozent. CDU-Kandidat Lukas Augustin bekommt 17 Prozent.

In einer ersten Erhebung, deren Ergebnisse am 9. Februar veröffentlicht wurden, lagen Ebling bei 37, Beck bei 32 und Augustin bei 21 Punkten. Beide Umfragen wurden im Auftrag des SWR und der Mainzer Rhein-Zeitung gemacht.

Augustin verliert

Angesichts der Zuwächse der Bewerber von Rot und Grün und den gleichzeitigen Verlusten des CDU-Kandidaten hält Prof. Daschmann nun eine Stichwahl Ebling – Beck für die wahrscheinlichste aller Varianten. Bemerkenswert dabei ist das Vorpreschen Günter Becks gegenüber der ersten Befragungswelle: "Mit 78 Prozent ist es gerade Beck gelungen, das eigene Lager zu mobilisieren", erläutert der Kommunikationswissenschaftler den steilen Aufwärtstrend des Grünen. "Außerdem hat er mit 36 Prozent den höchsten Anteil an Zustimmung bei Anhängern anderer Parteien."

Daschmann führt das auf eine gewachsene Siegeszuversicht im grünen Lager zurück: "Nach den guten Ergebnissen Becks in der ersten Umfrage glauben nun viele Wähler, dass er es wirklich schaffen kann." Deshalb würden nun auch Sympathisanten der Piraten, der Linken und selbst CDU-Wähler mittlerweile zu Beck tendieren.

Aus Prinzip keinen Roten

Gerade Unionsanhänger seien für den Bewerber der Grüner sehr interessant: "Viele CDU-Leute wählen aus Prinzip keinen Roten", analysiert der Kommunikationswissenschaftler. "Außerdem sind die bewahrenden Werte der Grünen eher mit christdemokratischer Programmatik vereinbar." Aber auch der SPD-Kandidat ist für Anhänger anderer Parteien attraktiv: Ebling fischt in 22 Prozent fremder Gewässer erfolgreich und erreicht zudem 73 Prozent der SPD-Sympathisanten. CDU-Mann Augustin stößt auf 61 Prozent Zustimmung im eigenen Lager, erreicht aber lediglich 14 Prozent CDU-ferner Wähler. Dass Augustin auch innerhalb der CDU-Anhänger noch Boden gut machen kann, belegt eine weitere Zahl: Nur 17 Prozent der Befragten wollen ihn wählen, aber 26 Prozent der Befragten wünschen sich einen CDU-Oberbürgermeister. Augustin kann bisher nicht das Potenzial für einen schwarzen OB abfischen.

Bei Ebling und Beck ist es umgedreht: Beide liegen liegen in ihren Persönlichkeitswerten (40 Prozent, 38 Prozent) vor ihren Parteien (SPD 37 Prozent, Grüne 31 Prozent).

Trotzdem sind noch 37 Prozent unentschlossen. Da sei für alle Kandidaten noch einiges zu holen.

Ebling punktet bei Älteren

Beim Alter ist auffällig, dass besonders viele Menschen jenseits der 75 (62 Prozent) für Ebling sind. Beck und Augustin sprechen mehrheitlich Wähler mittleren Alters an

Mit den aktuellen Daten konfrontiert werden die Kandidaten am Donnerstag, 23.02.2012, 19 Uhr, beim Forum des SWR im Funkhaus, Am Fort Gonsenheim 139.

Thomas K. Slotwinski

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