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    Das Land ist bei Mainzer Multifunktionshalle skeptisch

    Eine Multifunktionshalle wäre nicht nur ein toller Rahmen für die Mainzer Erst- und Zweitligisten, die dann vor 4000 oder mehr Zuschauern spielen könnten - sie wäre auch ein einzigartiges Instrument zur Förderung des Spitzensports: Diese Auffassung vertritt Klaus Kuhn, Vorsitzender des Sportkreises Mainz und Präsident des Handballverbands Rheinhessen.

    Top-Spiele wie die der Zweitliga-Handballerinnen von Mainz 05 in einer Großen Halle vor Tausenden von Zuschauern - das ist schon seit Jahrzehnten ein unerfüllter Wunsch der Mainzer Sportszene.
    Top-Spiele wie die der Zweitliga-Handballerinnen von Mainz 05 in einer Großen Halle vor Tausenden von Zuschauern - das ist schon seit Jahrzehnten ein unerfüllter Wunsch der Mainzer Sportszene.
    Foto: Harry Braun

    Doch Kuhn weiß auch: Von vielleicht 20 Spitzensportevents pro Jahr würde sich so eine Halle nicht tragen. Daneben müssten 80 bis 100 Konzerte oder andere Großereignisse stattfinden. Als Vorbild schwebt ihm die für 15 Millionen Euro erbaute "Trier Arena" mit 4500 Plätzen vor, die bei Bedarf auf 8000 Plätze erweitert werden kann.

    Machbarkeitsstudie bis Sommer

    Auch Sportdezernent Günter Beck (Grüne) hat sich die Trier Arena angesehen. Zu den Chancen eines ähnlichen Projekts in Mainz hält er sich auf MRZ-Anfrage bedeckt. "Das wird letztlich die Machbarkeitsstudie ergeben." 20 000 Euro sind im Stadthaushalt dafür veranschlagt. Mit den Ergebnissen vom Euskirchener Sportstätten-Beratungsbüro Dr. Claus Binz rechnet Beck noch vor den Sommerferien.

    Untersucht werden drei mögliche Standorte: Das ehemalige IBM-Gelände in Hechtsheim, das künftige Stadtquartier Zollhafen und eine seit Jahren dafür reservierte Fläche neben der Eissporthalle auf dem Hartenberg. Käme die Halle dorthin, könnte sie von Sportstudenten der benachbarten Uni mit genutzt werden, sagt Sportkreischef Kuhn. Dies wäre die Voraussetzung für einen Landeszuschuss.

    Reduzierte Sportstättenförderung

    Das bestätigt der Sprecher des Innen- und Sportministeriums, Christoph Gehring. Allerdings hat das Land wegen eigener Sparzwänge die Sportstättenförderung reduziert. Die mit mehr als einer Milliarde Euro verschuldete Stadt müsste eine realistische und von der Kommunalaufsicht ADD genehmigte Finanzplanung vorlegen. "Doch auch dann müsste man fragen, ob Mainz nicht dringendere Projekte hat."

    Anders war es bei der 2003 eröffneten "Trier Arena": Die Baukosten von 15 Millionen Euro kamen zum Großteil vom Bund, denn die Halle entstand auf ehemaligem Kasernengelände der Franzosen. "Wenn wir keine Konversionsmittel bekommen hätten, wäre es nicht zustande gekommen", sagt der Geschäftsführer der stadtnahen Betreibergesellschaft, Wolfgang Esser. In den ersten Jahren entstanden immer wieder Defizite, da Millionen-Investitionen in den Logenbereich refinanziert werden mussten. Seit viereinhalb Jahren schreibe die Trier Arena stabil schwarze Zahlen.

    Claudia Renner

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