Archivierter Artikel vom 12.09.2012, 12:13 Uhr
Mainz

Umweltdezernentin Katrin Eder (Grüne) zum Radfahren in Mainz

Radeln in Mainz – das Thema ist nicht nur für Bürger interessant, sondern auch für Politik und Wirtschaft. Vier Fragen an Dezernentin Katrin Eder.

Katrin Eder.
Katrin Eder.
Foto: Harry Braun (Archiv)

Mainz – Radeln in Mainz – das Thema ist nicht nur für Bürger interessant, sondern auch für Politik und Wirtschaft. Vier Fragen an Dezernentin Katrin Eder:

Wie hoch ist der Anteil der Radler am Mainzer Verkehr?

Katrin Eder: Aktuell lagen die Werte bei der letzten Erhebung 2008 bei 11,6 Prozent. Dieser Wert dürfte sich klar verbessert haben, aber „gut“ ist der Schwager von „besser“. 2014 wird die nächste Erhebung erfolgen. Egal wie:Es gibt in der Universitätsstadt Mainz im Fahrradsektor deutlichen Aufwind, aber es bleiben viele Dinge, die zu verbessern sind.

Sind zusätzliche Radwege bis 2020 geplant? In welcher Größenordnung?

Kurzfristig wird in diesem Jahr der Radweg am Dammweg in Laubenheim und der Weg vom Katzenberg in Finthen in die Innenstadt umgesetzt. Für das kommende Jahr sind Radwege von Drais nach Finthen, außerdem von Drais nach Gonsenheim und von Marienborn nach Klein-Winternheim in Planung. Darüber hinaus steht derzeit noch nichts fest. Ein wichtiger Bestandteil unserer Arbeit ist es außerdem, den Zustand der bereits bestehenden Radwege zu verbessern.

In welchen Stadtteilen wird besonders viel Rad gefahren? Wo gibt es noch Potenzial?

Ich denke, dass natürlich in der Innenstadt viel geradelt wird, in den stark bewohnten und studentisch geprägten Arealen wie der Neustadt und der Altstadt. Potenziale gibt es sicherlich in den äußeren Stadtteilen. Hier sind wir gerade dabei, die Lücken zu schließen.

Welche Rolle spielen Fahrräder und Fahrradtourismus für die Mainzer Wirtschaft?

Unabhängig von der Nutzung des – sehr erfolgreichen – Fahrradverleihsystems ist die Stadt Mainz als fahrradfreundliche Stadt bemüht, das Radwegenetz für alle Radfahrer zu optimieren. Dabei spielen sowohl Radtouristen in verstärktem Maße eine Rolle, aber eben auch Touristen, die vor Ort das Angebot der MVG-Räder nutzen. Ich denke, in der Wirtschaft macht sich das durch eine steigende Zahl einkehrender Radtouristen in Hotel und Gastronomie sowie durch steigende Verkäufe auch hochwertiger Räder und Radequipment bemerkbar. cie