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Kreis Altenkirchen

Jungmaler gestalteten

Innungsversammlung der Maler- und Lackierer-Innung des Kreises Altenkirchen.

Foto: Maler- und Lackiererinnung Kreis Altenkirchen

Obermeister Frank Weitz eröffnete eine gut besuchte Veranstaltung, zu der er neben den Innungsmitgliedern, Partnern des Handwerks, Vertretern der Berufsschule auch die ehemaligen Auszubildenden Tom Alzer, Jenny Brauer und Jonas Tereick begrüßen, die die diesjährige Jahreshauptversammlung der Maler- und Lackierer-Innung des Kreises Altenkirchen mitgestalteten und der Veranstaltung einen bisher nicht dagewesenen Rahmen gaben.

In seinem Bericht gab der Obermeister einen Abriss über die im vergangenen Jahr stattgefundenen Veranstaltungen und Ereignisse. Erfreut konnte er berichten, dass er im vergangenen Jahr vier neue Mitgliedsbetriebe sowie drei neue Gastmitglieder in der Maler- und Lackierer-Innung des Kreises Altenkirchen begrüßen konnte. Dies soll ein Ansporn sein, in Zukunft noch weitere Betriebe für die Innung gewinnen zu wollen.

Neben den Regularien der Innung (Genehmigung und Verabschiedung der Jahreskassenrechnung 2017 und Haushaltsplan 2018 sowie einer Satzungsänderung) und der Übergabe des neuen Malerschildes „Partner der Maler- und Lackierer-Innung des Kreises Altenkirchen“ an langjährige Gast- und Fördermitglieder der Innung aus der Industrie und Zulieferbranche, stand in diesem Jahr kein Fachreferat auf der Tagesordnung. Stattdessen berichteten Tom Alzer, Jenny Brauer und Jonas Tereick über ihre Beweggründe, den Beruf des Maler- und Lackierers zu ergreifen sowie den Möglichkeiten der Weiterbildung im Handwerk.

Jonas Tereick, der im vergangenen Jahr als einer der Innungsbesten die Gesellenprüfung abgeschlossen hatte informierte die Anwesenden, dass ihn insbesondere die Tatsache am Ende eines Tages etwas geschaffen zu haben, den Beruf des Maler- und Lackierers ergreifen ließ. Sicherlich habe auch dazu beigetragen, dass beide Elternteile im Maler- und Lackiererhandwerk tätig seien.

Vom Prüfungsbesten des vergangenen Jahrganges, Tom Alzer, wurde dann aufgezeigt, was man alles erleben und erreichen kann, wenn man die angebotenen Möglichkeiten ergreift und daran teilnimmt. So hatte er als Innungsbester sich für den Praktischen Leistungswettbewerb der Deutschen Handwerksjugend für die Teilnahme am „Kammerwettbewerb“ der Handwerkskammer Koblenz qualifiziert. Hier erreichte er Platz eins der dort angetretenen Handwerksjugend. Damit konnte er am „Landesentscheid“ in Mainz teilnehmen. Auch hier erreichte er den ersten Platz. Somit konnte er auch den „Bundesentscheid“ besuchen, wo er knapp einen der drei ersten Plätze verfehlte. Er erzählte von den immer höheren Anforderungen und enger werden Zeitvorgaben von Wettbewerb zu Wettbewerb. Die erfolgreiche Teilnahme am Wettbewerb habe ihm eine finanzielle Unterstützung und Förderung zum Besuch der Meisterprüfung ermöglicht. Gleichzeitig bedankte er sich aber auch bei seinem Arbeitgeber, der ihm die Teilnahme durch Freistellung aber auch Überlassung von Material erst ermöglicht habe.

Jenny Brauer absolviert derzeit ein „Triales Studium“ welches über die Handwerkskammer Köln angeboten wurde. Triales Studium bedeutet drei Abschlüsse (Gesellenbrief, Meisterbrief und Bachelor of Arts (B.A.)) in einem Programm. Die Ausbildung erfolgt innerhalb von zweieinhalb Jahren im gewünschten Ausbildungsberuf. Im Rahmen der Ausbildung wird der größte Teil der Woche im Ausbildungsbetrieb verbracht. Hinzu kommen Tage im Berufskolleg sowie der überbetrieblichen Ausbildung. Das parallele Bachelorstudium wird in Teilzeit- und Vollzeitphasen gegliedert. Dies wird durch E-Learning-Einheiten im virtuellen Klassenraum sowie durch Studienbriefe von Dozenten der Fachhochschule des Mittelstandes ergänzt. Ein hoher Einsatz im Selbststudium ist eine wesentliche Voraussetzung für den Erfolg.

Diese Phase endet mit der bestandenen Gesellenprüfung. Als Geselle folgt eine Zeitspanne, in der sich ausschließlich auf das Studium sowie die Meisterqualifizierung konzentriert wird. Die Vorbereitung auf die Meisterprüfung erfolgt in den Meisterkursen der Handwerkskammer. Nach bestandener Meisterprüfung erfolgt die Erstellung einer praxisorientierten Bachelorarbeit. Mit erfolgreichem Bestehen wird der Qualifikationsgrad „Bachelor of Arts (B.A.) Handwerksmanagement“ erworben. Diese ganze Ausbildung erstreckt sich insgesamt über viereinhalb Jahre.

Obermeister Weitz dankte den Dreien für ihre Ausführungen und ihre Bereitschaft, der Innungsversammlung über ihre Erfahrungen zu berichten. Es wurde angeregt, auch in den Fachklassen der Berufsbildenden Schule zu berichten, um auch den folgenden Generationen die Möglichkeiten des Maler- und Lackiererhandwerks aufzuzeigen.

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