40.000
Aus unserem Archiv

RZ-Kommentar: Unrecht lässt sich nicht relativieren

Redakteur Frieder Bluhm zum Streit ums Gedenken

RZ-Redakteur Frieder Bluhm.
RZ-Redakteur Frieder Bluhm.

Hunderte Menschen sind gequält worden – kann man sich auf diesen Nenner einigen? Quälend war auch die Diskussion in der ehemaligen Synagoge Ahrweiler. Sie verschob den Blickwinkel weg vom Schicksal der Zwangsarbeiter hin zu einem reinen Zahlenspiel, hinter dem das Grauen verschwindet. Das Lager Rebstock steht exemplarisch für die Verbrechen der NS-Zeit, die im Holocaust gipfelten. Aber das sogenannte Dritte Reich war auch das: ein auf Sklavenarbeit gestütztes Unrechtsregime. Das führt die Gedenkstätte vor Augen. Darf man deshalb über Fakten nicht diskutieren? Man darf, man muss sogar. Gesicherte Fakten dienen der Glaubwürdigkeit. Insofern war es gut, dass die Diskussion nicht nur über Leserbriefe geführt wurde. Nur: Das Unrecht relativieren kann diese Zahlenklauberei nicht. Es war eine berechtigte Diskussion. Aber man hätte sie besser vor dem 9. November 2017 geführt.

E-Mail: frieder.bluhm@rhein-zeitung.net

Anzeige
epaper-startseite
Anzeige
News aus Ihrer Region - Lokalteil wählen
wissenlinz,neuwiedremagenmontabaurandernach,mayenkoblenzdiezbademszellsimmernbirkenfeldkirn,badsobernheim,meisenheimbadkreuznach
Das Wetter in der Region
Donnerstag

°C - °C
Donnerstag

°C - °C
Donnerstag

°C - °C

Das Wetter wird Ihnen präsentiert von:

UMFRAGE
Was macht Sie glücklich?

Einen Glückssprung haben die Rheinland-Pfälzer und Saarländer gemacht. Dass die Menschen in der Region immer glücklicher werden, ist ein Ergebnis des „Glücksatlas“ der Deutschen Post. Was macht Sie glücklich?

Ihre Fragen, Hinweise oder Kritik
Bettina Tollkamp

Onlinerin vom Dienst

Bettina Tollkamp

0171-5661810

Kontakt per Mail 

Fragen zum Abo: 0261/98362000

Anzeige
Wirtschaft im nördlichen Rheinland-Pfalz
Event-Kalender
Veranstaltungstipps

Sie haben einen Veranstaltungstipp für uns? Hier geht's zum Formular!