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Mutprobe gefällig?Thaischarf ist nichts für Anfänger

Wer schon mal in Deutschland im Asiarestaurant des Vertrauens mit breiter Brust „Thai-scharf“ bestellt hat, kam wahrscheinlich ordentlich ins Schwitzen.

Vielleicht brannte der Mund noch etwas, aber von Schmerzen keine Spur. Hierzulande passen die meisten Köche den Schärfegrad an den europäischen Gaumen an. Denn das, was wir Langnasen für scharf halten, lässt den Thai nur müde lächeln. Das merkt erst, wer in einem Anflug von Selbstüberschätzung in Thailand scharfes Essen bestellt. So geschehen mit einem harmlos daherkommenden Som Tam. Dieser Salat wird aus zerstoßenen Papayas, Thaitomaten und Schlangenbohnen hergestellt, Erdnüsse oder gesalzene Krabben geben ihm die Würze. Das Gemeine folgt dann erst: Dem knackig-frischen Salat werden neben Limettensaft und Fischsoße auch rote Thai-Chili beigemischt. Dummerweise war ich leichtsinnig genug, das Gleiche zu bestellen wie meine thailändische Begleitung – und bereute es wenige Sekunden später. Während meine Gastgeberin munter futterte (die Thais aus dem Süden essen übrigens am liebsten mit Gabel und Löffel, Touristen outen sich am besten, indem sie Stäbchen bestellen), schrillten bei mir schon beim ersten Bissen die Alarmglocken. Die kleinen roten Chilis zeigten ihre Wirkung. Brennen, Herzpochen, Schweißausbruch. Thai-scharf schlug gnadenlos zu. Als rettende Erste-Hilfe-Maßnahme erwies sich der süßliche Klebreis, der üblicherweise dazu serviert wird. Den ließ meine Begleitung mit einem milden Lächeln selbstverständlich links liegen.

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