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    NeuwiedWechselspiele bringen den VCN aus dem Rhythmus

    Spiel gewonnen, Punkt verloren: 40 Minuten lang spielten die Zweitliga-Volleyballerinnen des VC Neuwied im Heimspiel gegen den TV Holz groß auf, dominierten den mit nur acht Spielerinnen angetretenen Tabellenletzten nach Belieben und steuerten scheinbar einem Rekordsieg entgegen. Am Ende mussten die Gastgeberinnen jedoch froh sein, dass sie im Tiebreak des fünften Satzes noch die Kurve bekommen und mit 3:2 (25:9, 25:7, 19:25, 21:15, 15:6) das Spiel und die beiden Siegpunkte gewonnen hatten.

    Solange Lea Schäbitz (am Ball) und Diana Mitrengova (rechts) auf dem Feld standen, lief es prima für den VC Neuwied. Mit den zahlreichen Auswechslungen kam dann plötzlich ein Bruch ins Spiel. Foto:  Jörg Niebergall
    Solange Lea Schäbitz (am Ball) und Diana Mitrengova (rechts) auf dem Feld standen, lief es prima für den VC Neuwied. Mit den zahlreichen Auswechslungen kam dann plötzlich ein Bruch ins Spiel.
    Foto: Jörg Niebergall

    "So ist halt Volleyball manchmal", kommentierte Gästetrainer Jörn Riemenschneider vergnügt, "nach zwei Sätzen hätte ich ehrlich gesagt nicht daran geglaubt, dass wir hier einen Punkt mitnehmen. Aber dann hat es Klack gemacht, und auf einmal ging es." Irgendwelchen Coaching-Tricks von seiner Seite wollte er den plötzlichen Leistungsaufschwung seines Teams, das auf ein halbes Dutzend verletzter Spielerinnen verzichten musste, nicht zuschreiben: "Ich kann mich nicht erinnern, etwas Besonderes gesagt zu haben."

    Sein Neuwieder Kollege Milan Kocian hatte es bei der Ursachenforschung für den Einbruch nach zwei Sätzen einfacher: Er gab sich selbst die Schuld. "Ich habe zu viel gewechselt, dadurch ist unser Spiel auseinandergedriftet. Ich wollte allen Spielerinnen eine Chance geben, aber das Experiment ist schiefgegangen. Das tut mir leid, ich nehme den verlorenen Punkt auf meine Kappe."

    Zwei Sätze lang hatte seine Stammsechs alles richtig gemacht. Schon die harten und präzisen Angaben, vor allem von Diana Mitrengova, Livia Krucovska und Lea Schäbitz, stellten die Saarländerinnen vor nahezu unlösbare Probleme. Und wenn Holz doch mal einen nennenswerten Angriffszug aufbaute, stand der Neuwieder Block felsenfest, den Rest kratzten die Deichstadtvolleys fast mühelos aus dem Feld. "Da fiel praktisch kein Ball in unserer Hälfte auf den Boden", lobte Trainer Kocian.

    Im Gefühl des sich abzeichnenden Kantersieges wechselte der Trainer seine Formation munter durch. Das Ergebnis war eine für Laien unerklärliche Verunsicherung. Auf einmal stimmte das Angriffs-Timing nicht mehr, im Deckungsverbund taten sich Riesenlücken auf, und die Gäste legten mit jedem gewonnenen Punkt an Selbstvertrauen zu. "Es war nicht so, dass die eingewechselten Spielerinnen schlecht waren", meine Kocian, "aber die Mannschaft hat die Sicherheit verloren."

    Erst im Entscheidungssatz fanden die Deichstadtvolleys, jetzt wieder in der Anfangsformation, ihren Faden wieder und machten kurzen Prozess, ein wenig verunsichert indes durch die Tatsache, dass die Gäste aus dem Saarland auch weiterhin jeden ihrer Punkte wie einen Satzgewinn feierten.

    "Das passiert mir nicht mehr", stellte Kocian hinterher grimmig fest. "Ich bin einfach zu weich, das können wir uns nicht leisten." In der Hektik kassierte der Neuwieder Coach auch noch eine Gelbe Karte und einen Minuspunkt für sein Team, als er sich mit den Schiedsrichtern anlegte - irgendwie war es nicht sein Glückstag.

    Da Tabellenachbar SV Lohhof noch nachhaltiger patzte und sein Heimspiel gegen den MTV Stuttgart II verlor, rückten die Neuwiederinnen vor dem Topspiel beim Tabellenführer VC Offenburg am kommenden Samstag in der Tabelle sogar auf Platz drei vor. Dass der tüchtige Neuling insgeheim mit einem weiteren Aufstieg liebäugeln könnte, wies der Vereinsvorsitzende Wolfgang Becker mit einem Lächeln weit von sich: "Für die erste Bundesliga fehlen uns die Möglichkeiten", stellt er klar, "dafür bräuchten wir das Drei- oder gar Vierfache unseres jetzigen Etats. Für uns geht es derzeit darum, die Bedingungen zu schaffen, dass wir auch in der nächsten Saison mitspielen können."

    Es wäre ein Jammer, sollte ein weiteres Jahr Zweitklassigkeit wirklich am Geld scheitern. Denn die Mannschaft von Milan Kocian hat sich bisher als Bereicherung für die Liga erwiesen - und für die Sportszene am Mittelrhein.

    VC Neuwied: Lea Schäbitz, Mitrengova, Krucovska, Häger, Laura Hammes, Maasewerd, Lukacova, Kamarah, Jana Schäbitz, Werscheck, Prange de Oliveira.

    Volleys TV Holz: Alles, Conrad, Loewen, Riedel, Rügge, Charlotte Schröck, Maximiliane Schröck, Zimmer.

    Schiedsrichter: Thomas Spurzem (Kottenheim) und Lutz Kasper (Mayen-Kürrenberg).

    Zuschauer: 160.

    Spielfilm, 1. Satz: 1:0, 5:1, 9:3, 15:6, 16:9, 25:9. 2. Satz: 0:1, 3:3, 6:4, 14:4, 17:7, 25:7. 3. Satz: 1:0, 3:4, 6:8, 12:10, 15:15, 15:20, 18:24, 19:25. 4. Satz: 0:2, 3:3, 9:5, 12:9, 13:13, 13:16, 14:20, 19:20, 21:22, 21:25. 5. Satz: 6:0, 9:2, 10:5, 12:6, 15:6.

    Von unserem Redakteur Stefan Kieffer

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