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Sinsheim

TuS zeigt Moral und kommt spät zum Ausgleich

Zur Halbzeitpause schwante den Anhängern der Gäste noch Böses, doch am Ende schaffte die TuS Koblenz am 34. Spieltag der Fußball-Regionalliga Südwest dank unbändiger Moral und der obligatorischen Nachspielzeit ein kaum mehr für möglich gehaltenes 2:2 (0:1) bei der TSG 1899 Hoffenheim II.

Marco Müller (am Ball) wechselte nach einem kurzen Gastauftritt im Zentrum der Koblenzer Abwehr auf die rechte Abwehrseite, Kevin Lahn (rechts) spielte in Sinsheim wie gewohnt auf dem Flügel. Mit etwas Glück sicherte sich die TuS im Duell bei der TSG 1899 Hoffenheim II einen späten Punkt und blieb somit zum siebten Mal in Serie ohne Niederlage.  Foto: Heinz-Jörg Wurzbacher
Marco Müller (am Ball) wechselte nach einem kurzen Gastauftritt im Zentrum der Koblenzer Abwehr auf die rechte Abwehrseite, Kevin Lahn (rechts) spielte in Sinsheim wie gewohnt auf dem Flügel. Mit etwas Glück sicherte sich die TuS im Duell bei der TSG 1899 Hoffenheim II einen späten Punkt und blieb somit zum siebten Mal in Serie ohne Niederlage.
Foto: Heinz-Jörg Wurzbacher

Mit dem letzten Angriff der Partie erzielte der für Dimitrios Popovits erst spät ins Spiel gekommene Lukas Hombach den vierten und zugleich letzten Treffer der Begegnung im Dietmar-Hopp-Stadion – und das, nachdem der Gegner gleich in Reihe günstige Gelegenheiten vor allem im ersten Abschnitt versemmelt hatte. Damit blieben die Schängel zum siebten Mal in Serie ohne Niederlage. „Wichtig, damit sind wir weiterhin bei der Musik“, bemerkte TuS-Trainer Anel Dzaka mit kritischem Seitenblick auf die Ergebnisse der Konkurrenz. Sowohl Hessen Kassel (2:0 gegen Frankfurt) als auch Schott Mainz (3:0 gegen Stadtallendorf) hatten ihre Hausaufgaben mit Bravour erledigt.

Der Koblenzer Coach hatte Michael Schüler und Daniel von der Bracke nach dem Ablauf ihrer Gelbsperren wieder ins Zentrum der Abwehr beordert, durch den daraus resultierenden „Verschiebebahnhof“ mussten Marco Koch und auch Ricardo Antonaci auf die Reservebank.

Die Koblenzer Defensive hatte von der ersten Sekunde an Schwerstarbeit zu verrichten. Angriffswelle auf Angriffswelle rollte aufs von Dieter Paucken gehütete Tor, schon nach sechs Minuten schlug es hinten ein. Maximilian Waack hatte den Ball von links nach innen geflankt, Nicolas Wähling brauchte im Prinzip nur den Fuß hinzuhalten.

Danach brannte es wiederholt lichterloh in der Gefahrenzone vor dem Koblenzer Tor, weitere Gegentreffer blieben jedoch aus. Dzaka rieb sich in dieser Phase verwundert die Augen: „Das waren nicht wir, die da auf dem Platz standen. Mit der ersten halben Stunde war ich überhaupt nicht einverstanden.“ Urplötzlich kehrte die TuS nach dem Wechsel jedoch in die bis dato einseitige Begegnung zurück.

Ein elfmeterwürdiges Foulspiel an Dejan Bozic, ein verwandelter Strafstoß von Andreas Glockner (55.) – schon waren es die Hoffenheimer, die ihrerseits erstaunt das geänderte Geschehen zur Kenntnis nahmen. Aber die Schängel hatten kaum Gelegenheit, sich über den Ausgleich ausgiebig zu freuen, da stellten die 1899er die Führung wieder her. Erneut erwischte Wähling eine Hereingabe, diesmal von Robin Hack, ideal und brachte seine Farben mit 2:1 in Führung.

Es folgte eine weitere Phase, in der es die TSG versäumte, für klare Verhältnisse zu sorgen. Zu allem Überfluss musste der Koblenzer Innenverteidiger Schüler nach kurzer Behandlungspause verletzt vom Platz, für ihn stand fortan André Marx im Zentrum der Abwehr. Beim dritten und letzten Personaltausch bewies Dzaka ein glückliches Händchen, Hombach kam für Dimitrios Popovits ins Spiel und traf in der zweiten Minute der Nachspielzeit zum 2:2.

Dzaka atmete tief durch: „Das war gewiss nicht einfach hier, der Gegner hat eine Top-Qualität. Ich habe in der Halbzeitpause deutliche Worte gewählt. Einfach Wahnsinn war dann unsere unglaubliche Moral, wir haben immer an unsere Chance geglaubt.“ Kapitän Michael Stahl ergänzte: „Wir haben am Anfang viel zu verhalten gespielt, hatten zu wenig Ballbesitz und sind oft einen Schritt zu spät gekommen. In der zweiten Halbzeit haben wir niemals aufgegeben. Dieser eine Punkt kann in der Endabrechnung noch Gold wert sein. In den vergangenen Heimspielen hat uns immer ein bisschen das Glück gefehlt, das haben wir uns heute hart erarbeitet.“

In zwei Heimspielen hintereinander wird die TuS nun versuchen, die Lücke nach oben zu schließen und wieder Kassel, vielleicht auch schon die zuletzt schwächelnden Stuttgarter Kickers zu überholen. Am Samstag um 14 Uhr kommt der TSV Steinbach aufs Oberwerth, vier Tage später gibt der Relegationsaspirant SV Waldhof Mannheim in Koblenz seine Visitenkarte ab.

Von unserem Mitarbeiter Bodo Heinemann

TSG 1899 Hoffenheim II - TuS Koblenz 2:2 (1:0)

Hoffenheim: Kobel - Rossipal, Hoogma, Owusu, Wähling, Szarka, Hack (87. Ikpide), Posch (80. Hüttl), Passlack, Dehm (27. Bühler), Waack.

Koblenz: Paucken - Müller, von der Bracke, Schüler (67. Marx), Lorenzoni - Stahl, Bajric - Popovits (78. Hombach), Glockner, Lahn (60. Antonaci) - Bozic.

Schiedsrichter: David Scheuermann (Winnweiler).

Zuschauer: 310.

Tore: 1:0 Wähling (6.), 1:1 Glockner (55., Foulelfmeter), 2:1 Wähling (62.), 2:2 Hombach (90.+2).

Gelbe Karten: Passlack, Hack, Hoogma - Schüler (6), Stahl (7), Antonaci (7).

Nächste Aufgabe für Koblenz: am Samstag um 14 Uhr gegen den TSV Steinbach.

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