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    Koblenz

    TuS löst die Handbremse erst nach dem 0:2

    Drei Punkte für den Sieg, einer für ein Unentschieden – nur wer gewinnt, kommt in einer Fußballtabelle voran.

    TuS-Stürmer Tokio Nakai (vorne links) erzielte mit seinem dritten Saisontor den 2:2-Endstand im Spiel gegen den 1. FC Köln II. Zum Zeitpunkt des Treffers waren seine Teamkollegen Thomas Klasen (rechts) und Thomas Genter (im Hintergrund) nicht mehr auf dem Feld. Foto: Heinz-Jörg Wurzbacher
    TuS-Stürmer Tokio Nakai (vorne links) erzielte mit seinem dritten Saisontor den 2:2-Endstand im Spiel gegen den 1. FC Köln II. Zum Zeitpunkt des Treffers waren seine Teamkollegen Thomas Klasen (rechts) und Thomas Genter (im Hintergrund) nicht mehr auf dem Feld.
    Foto: Heinz-Jörg Wurzbacher

    Koblenz - Drei Punkte für den Sieg, einer für ein Unentschieden – nur wer gewinnt, kommt in einer Fußballtabelle voran. Nach dem 2:2 (1:2) gegen die zweite Mannschaft des 1. FC Köln – dem neunten Remis dieser Saison – macht TuS Koblenz einmal mehr die Erfahrung, dass mithalten allein nicht genügt, um den Keller der Regionalliga West zu verlassen.

    „Hätten wir stattdessen dreimal gewonnen und dreimal verloren, stünden wir besser da“, weiß auch Michael Dämgen, dass das erneute Unentschieden – nach dem Spielverlauf eher ein Punktgewinn – zu wenig ist, um nach 18 Vorrundenspielen zufrieden sein zu können.

    So sehr den Koblenzer Trainer die Aufholjagd in der zweiten Halbzeit freute, „als wir endlich entschlossen in die Zweikämpfe gegangen sind“, so sehr ängstigte Dämgen, „wie wir die Kölner und den Ball in der Anfangsphase laufen ließen“. Mit dem 0:2 sei man nach einer halben Stunde gut bedient gewesen, schloss sich der Koblenzer Trainer seinem Kölner Kollegen an, der bemängelte, „dass wir ein 3:0 oder 4:0 versäumt haben.“ Dirk Lottner zeigte sich sehr enttäuscht: „Wir haben zwar so gut wie lange nicht mehr begonnen, dann aber den Gegner aufgebaut und uns selbst aus dem Rhythmus gebracht.“

    Was der Spielverlauf belegt, denn zunächst schien die TuS angesichts des flotten Kölner Kombinationsflusses in Ehrfurcht zu erstarren und sich nach zwei Gegentreffern frühzeitig mit einer Niederlage abzufinden. Zeitlupenfußball hier, schnelle Aktionen dort – irgendwie erinnerten die Koblenzer Spieler an Schüler, die aus Versehen in eine zu hohe Klasse versetzt wurden und dort dem psychischen Druck nicht gewachsen sind. Kölns Spitze Mark-Alexander Uth hatte wenig Mühe, sein persönliches Torkonto von sieben auf neun zu schrauben (13. und 19.). Und die TuS konnte von Glück reden, dass ein Heber des bisherigen Topscorers Thiemo-Jerome Kialka zwar über Keeper Kadir Yalcin hinwegging, aber nur am Pfosten landete. „Nach der schwachen Vorstellung in Elversberg war die Verunsicherung sehr groß“, fasste Dämgen die erste halbe Stunde als Mischung aus Respekt und Angst zusammen.

    Dass die Gastgeber ins Spiel zurückfanden, verdankten sie Carlos Luciano da Silva, genannt Mineiro. Dem war zwar zunächst – wie einigen seiner Mitspieler auch – ein Ball versprungen, doch der Brasilianer setzte energisch nach und konnte von Berkan Karadeniz nur regelwidrig gestoppt werden. „Ein dummes Foul“, gestand Dämgen, „aber entscheidend war, wie sich Mineiro hier gezeigt hat.“ Anders gesagt: Mineiro versteckte sich in diesem Moment nicht, ging den geraden Weg und hatte Erfolg. Schiedsrichter Stein blieb jedenfalls keine andere Wahl, als auf den Elfmeterpunkt zu zeigen, und Michael Stahl versenkte den Strafstoß im Kölner Netz (33.).

    „Danach haben einige endlich die Handbremse gelöst und ebenfalls den Weg nach vorne gesucht“, sah der Koblenzer Trainer plötzlich ein Team, das selbst die Initiative ergriff. Und nach 49 Minuten eine Belohnung verdient gehabt hätte, doch Jura Gros‘ Direktabnahme ließ nur die Latte des Kölner Tores krachend beben. Den Lohn der Mühe erntete schließlich Tokio Nakai, der nach präziser Flanke des eingewechselten Michael Urwin mit dem Kopf das 2:2 erzielte (74.).

    In der Schlussphase erlebten die versöhnten Koblenzer Fans einen offenen Schlagabtausch. Und mussten dann noch eine Schrecksekunde überstehen, als Patrick Nonnenmann erst einen Ball vertändelte, dann schwach abspielte, und schließlich – vielleicht im übereifrigen Versuch einer Wiedergutmachung – Kölns Torschützen Uth foulte. Für den Unparteiischen eine Rote Karte (76.), für Dämgen eine überzogene Entscheidung: „Gelb hätte es auch getan.“ Aber selbst in Unterzahl suchte die TuS den Sieg und hatte ihn durch Kapitän Angelo Barletta sogar auf dem Fuß. Was bei allem Respekt vor der Koblenzer Leistungssteigerung, die auch Lottner anerkannte, dem Spielverlauf jedoch nicht gerecht geworden wäre.

    Von unserem Mitarbeiter Edgar Benz

    Koblenz: Yalcin – Göderz, Nonnenmann, Barletta, Gentner (71. Urwin) – Gros, Mineiro, Stahl, Klasen (26. Kim) – Nakai, Sasse (65. Hawel).

    Köln: Schwabke – Kübler, Schwellenbach, Makino, Hector – Vaaßen (80. Spinrath), Akbari, Bisanovic (62. Hörnig), Karadeniz (80. Musculus) – Uth, Kialka.

    Schiedsrichter: Thomas Stein (Homburg).

    Zuschauer: 1767.

    Tore: 0:1 Uth (13.), 0:2 Uth (19.), 1:2 Stahl (33., Foulelfmeter), 2:2 Nakai (74.).

    Rote Karte: Nonnenmann (76., Koblenz) wegen groben Foulspiels.

    Gelbe Karten: Barletta, Göderz – Hector, Makino, Schwellenbach.

    Nächste Aufgabe für Koblenz: am Samstag um 14 Uhr im Rheinlandpokal bei der SG Mülheim-Kärlich.

    2:2 - TuS holt gegen Köln II einen Zwei-Tore-Rückstand auf
    Regionalsport - Klasse 0 - Regionalliga
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