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Koblenz

TuS zittert um Einsatz von Michael Stahl

Wenn eine ungeschlagene Mannschaft anreist, dann ist das gastgebende Team automatisch in der Rolle des Außenseiters – sofern es nicht selbst zum erlesenen Kreis an der Tabellenspitze zählt. Da aber die TuS Koblenz vor dem Aufeinandertreffen mit dem TuS Mechtersheim am Samstag um 14 Uhr in der Fußball-Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar stattliche elf Plätze hinter dem kommenden Gegner rangiert, sind die Kräfteverhältnisse auf dem Papier zunächst einmal klar.

Gegen die TuS Koblenz um Kapitän Michael Stahl (rechts) setzte es für den FC Karbach und Stürmer Oscar Feilberg beim 0:1 Anfang September bisher die einzige Heimniederlage. Am  Samstag steht für den FCK das sechste Heimspiel an, es geht gegen Regionalliga-Absteiger Völklingen. Die TuS spielt ebenfalls am Samstag daheim gegen den SC Idar-Oberstein. Foto: hjs-Foto
Gegen die TuS Koblenz um Kapitän Michael Stahl (rechts) setzte es für den FC Karbach und Stürmer Oscar Feilberg beim 0:1 Anfang September bisher die einzige Heimniederlage. Am Samstag steht für den FCK das sechste Heimspiel an, es geht gegen Regionalliga-Absteiger Völklingen. Die TuS spielt ebenfalls am Samstag daheim gegen den SC Idar-Oberstein.
Foto: hjs-Foto

TuS-Trainer Anel Dzaka glaubt aber auch in einem solchen Spiel immer an eine Chance seiner Schützlinge und den ersten Heimsieg 2018/19: „Wir sind heiß und wollen es zu Hause erzwingen.“ Er erinnert in diesem Zusammenhang auch offen an die verbesserungswürdige Bilanz vor eigenem Publikum seit seinem Amtsantritt im Februar: „Wir haben mit mir auf dem Oberwerth nur gegen Hessen Kassel gewonnen, sonst leider noch nicht.“

Der zweite Auswärtssieg der Saison vor Wochenfrist war bitter nötig, schließlich haben auch die punktgleichen Konkurrenten aus Bingen (3:0 beim FV Engers) und Idar-Oberstein (4:2 beim FSV Jägersburg) auf gegnerischem Gelände gewonnen. Mit dem Sieg auf dem Quintinsberg verhinderte die TuS ein Abrutschen auf einen der fünf möglichen Abstiegsplätze. Jetzt gilt es, die Drei- respektive Vier-Punkte-Lücke zu den fünf Mannschaften im Tabellenmittelfeld zu schließen. Das wird gegen bärenstarke Mechtersheimer alles andere als einfach.

Ein Stückweit verantwortlich für den aktuellen Aufschwung macht Dzaka die neue Taktik: „Wir haben das System geändert, das hat funktioniert. Jetzt müssen wir es nur weiter verfeinern.“ Aus dem üblichen 4-2-3-1 und dem abweichenden 4-4-2 wurde diesmal ein 3-5-2 mit Kapitän Michael Stahl als zentraler Figur in der Dreier-Abwehrkette. Dzaka will vor dem anstehenden Spiel aber nicht zu viel verraten: „Ich muss mal überlegen, ob wir das wieder so machen.“ Ein Grund, das zu ändern, wäre der mögliche Ausfall von Stahl: „Die Wade hat zugemacht, das könnte bis Samstag eng mit ihm werden.“ Amodou Abdullei verspürte ein Zwicken im Adduktorenbereich, das wird seinen Einsatz aber nicht verhindern. Ganz im Gegensatz zu Necmi Gür, der aufgrund einer Magen- und Darmgeschichte definitiv nicht wird spielen können.

Dreh- und Angelpunkt des Gästeteams aus der Nähe von Speyer ist Eric Veth, mit sieben Erfolgserlebnissen zugleich der zielsicherste Schütze seiner Farben. Im Angriff harmoniert er mit Georg Ester (drei Treffer) – ein Duo, das es auszuschalten gilt. Unter Trainer Ralf Schmitt hat sich das Team in dieser Spielzeit extrem stabilisiert und liegt in zwei zentralen Statistiken der Liga derzeit vorne: Als einzige Mannschaft kassierte der TuS noch keine Niederlage. Außerdem hat die starke Abwehr erst vier Gegentreffer zugelassen.

Beim jüngsten 3:1 gegen den Titelaspiranten aus Trier trafen Veth und Ester vor der Pause ins Schwarze, den Sieg sicherte der eingewechselte Steffen Burnikel in der dritten Minute der Nachspielzeit mit dem finalen Torerfolg. Eine Woche zuvor kam Mechtersheim in Karbach nicht über ein torloses Remis hinaus. Neben dem 1:1 zwei Wochen zuvor bei der TSG Pfeddersheim im Übrigen das einzige Mal, dass der Tabellenzweite auswärts etwas hat liegen lassen.

Mit dem siebten Saisonsieg könnte Mechtersheim zumindest für knappe zwei Stunden die Spitzenposition einnehmen. Das will der gastgebende Regionalliga-Absteiger natürlich mit aller Macht verhindern, wobei die Platzherren da mehr an sich selbst denken, als so ganz nebenbei dem rot-weißen Stadtrivalen einen Gefallen tun zu wollen. Der würde im Falle eines Dzaka-Erfolgs auch nach der neunten Runde auf jeden Fall die Tabellenführung behaupten. Für die Fans der TuS Koblenz also ein echtes Dilemma. Bodo Heinemann

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