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Bingen

Guido Fring kehrt zu Hassia Bingen zurück

Christoph Erbelding

Beim Freundschaftsspiel einer Rhein-Nahe-Auswahl gegen den Fußall-Bundesligisten FSV Mainz 05 Mitte Juli in Gensingen kribbelte es bei Guido Fring endgültig wieder. „Ich habe gemerkt, dass mich der Aktivenbereich doch noch sehr reizt“, sagt der frühere Übungsleiter des SV Alemannia Waldalgesheim, der die Auswahl betreut und eine 0:10-Niederlage gegen den Favoriten kassiert hatte. Fring wusste zu diesem Zeitpunkt, dass er die Möglichkeit hat, ins Geschäft zurückzukehren. Eine Anfrage des Oberligisten Hassia Bingen lag seit längerer Zeit vor. Nun hat der 59-Jährige zugegriffen. Fring ist der neue Sportliche Leiter des Aufsteigers.

Wie beim Rheinland-Pfalz-Cup treffen die Fußballer von Hassia Bingen (rechts: Baris Yakut) am Samstag auf den TSV Emmelshausen. Erstmals dabei sein wird Guido Fring als neuer Sportlicher Leiter des Oberligisten. Foto: René Weiss
Wie beim Rheinland-Pfalz-Cup treffen die Fußballer von Hassia Bingen (rechts: Baris Yakut) am Samstag auf den TSV Emmelshausen. Erstmals dabei sein wird Guido Fring als neuer Sportlicher Leiter des Oberligisten.
Foto: René Weiss

In dieser Rolle soll er insbesondere Hassia-Trainer Nelson Rodrigues entlasten, der bisher in doppelter Mission unterwegs war. „Das war eher aus der Not heraus geboren. Wir waren stets auf der Suche nach einem passenden Mann, der die Rolle des Sportlichen Leiters ausfüllen kann“, erläutert Rodriguges, der sich nun wieder auf sein Kerngeschäft auf der Trainerbank konzentrieren kann. In Fring hatten die Binger ihren idealen Kandidaten schon seit geraumer Zeit ausgeguckt. Doch der Vater des früheren Drittliga-Spielers Konstantin Fring zierte sich zunächst und verrät: „Nelson hat mich schon vor einem Dreivierteljahr angesprochen.“ In den vergangenen Jahren hatte sich Gudio Fring auf die Arbeit als Trainer am DFB-Stützpunkt in Winzenheim konzentriert. „Und das werde ich auch weiterhin tun“, gibt er zu verstehen. „Als Sportlicher Leiter hat man aber einen Vorteil: Man muss nicht auf dem Platz stehen, kann viele Dinge auch aus der Distanz organisieren.“ Genau das will Fring künftig machen und sieht die Rolle ideal auf ihn zugeschnitten.

Kaderplanung, Absprachen mit der Stadt Bingen, die Entwicklung neuer Strategien, die die Hassia voranbringen sollen – all das fällt künftig in Frings Aufgabenbereich. „Vorrang hat natürlich der Klassenerhalt der Fußballer in der Oberliga“, sagt der Coach, der im Jahr 2006 beim Verbandsligisten SV Alemannia Waldalgesheim als Trainer zurückgetreten war – seine bis dato letzte Aufgabe als Coach im Vereinsfußball. Fring konzentrierte sich auf die Jugendarbeit. Zudem begleitete er die Laufbahn seines Sohnes, der bei Borussia Dortmund II und Rot-Weiß Essen als Profi sein Geld verdiente. Aufgrund zahlreicher Verletzungen musste Konstantin Fring jedoch einen Schritt zurückgehen und spielt mittlerweile in der Oberliga beim TSV Schott Mainz – übrigens nach einem Abstecher zu Hassia Bingen.

Gudio Fring war in seiner Zeit als Fußballer ebenfalls über Jahre in Bingen aktiv, sagt selbst: „Ich bin Hassiate durch und durch.“ Bis zum Jahr 2003 wirkte er dann erfolgreich als Coach im Binger Jugendbereich, ehe er über die Station Gensingen Alemannen-Coach wurde. „Wir wollen wieder dahinkommen, dass die Hassia ein Aushängeschild in der Jugendarbeit wird“, untermauert Fring nun. Er denkt dabei zurück an Zeiten, als er zahlreiche talentierte Fußballer in Bingen als Trainer unter seiner Leitung hatte, darunter auch Jan Schlaudraff, der später für Borussia Mönchengladbach, Alemannia Aachen, den FC Bayern und Hannover 96 spielte und drei Länderspiele bestritt. Frings Pläne decken sich in jedem Fall schon mal mit denen von Hassia-Trainer Nelson Rodrigues, der zuletzt betont hatte, dass sich die Binger Hassia mit der A-Jugend in die Regionalliga etablieren will.

Von unserem Redakteur Christoph Erbelding

„Als Sportlicher Leiter hat man einen Vorteil: Man muss nicht auf dem Platz stehen, kann Dinge aus der Distanz organisieren.“

Guido Fring, ehemaliger Trainer des SV Alemannia Waldalgesheim, freut sich über seine neue Rolle bei der Binger Hassia.

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