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Bad Kreuznach/Mainz

Engelbert bildet die Profis von morgen aus

Wenn Anfang März die Top-Teams der Fußball-Bundesliga aufeinandertreffen, dann steht ein Bad Kreuznacher an der Seitenlinie. Die Rede ist von Simon Engelbert, dem Kotrainer des U17-Bundesliga-Teams des FSV Mainz 05. Rang zwei belegen die Mainzer Talente derzeit, am 11. März gastieren sie beim Spitzenreiter FC Bayern München. „Im neuen Nachwuchs-Stadion des modernen Bayern-Campus mit unserem tollen Jahrgang anzutreten, das wird etwas ganz Besonderes“, freut sich Engelbert bereits.

Arbeit auf dem Trainingsplatz intensiv mit dem Talenten des FSV Mainz 05: Simon Engelbert (links).  Foto: Mainz 05
Arbeit auf dem Trainingsplatz intensiv mit dem Talenten des FSV Mainz 05: Simon Engelbert (links).
Foto: Mainz 05

Seit Saisonbeginn assistiert der Bad Kreuznacher Sören Hartung. Eigentlich war Engelbert als Kotrainer der A-Junioren eingeplant, doch nach dem Rücktritt von Stefan Hofmann – mittlerweile Präsident des FSV Mainz 05 – als Chef des Nachwuchsleistungszentrums kam es zu großflächigen Umwälzungen, die auch Engelbert betrafen. Die Versetzung zu den B-Junioren war für den 33-Jährigen aber kein Abstieg – im Gegenteil. „Sören hat viele Jahre im Profibereich gearbeitet, beispielsweise als Kotrainer unter Martin Schmidt bei den 05-Profis. Dieses professionelle Arbeiten bringt er auch bei der U17 ein. Etwas Besseres als mit Sören zusammenzuarbeiten, hätte mir nicht passieren können“, berichtet Engelbert, der so auch die Möglichkeit hat, sich einiges von Hartung abzuschauen. „Es passt auch zwischenmenschlich, wir sind vom gleichen Schlag“, lobt Engelbert die Zusammenarbeit und berichtet: „Wir sprechen vor dem Training sehr intensiv über die jeweilige Einheit. Bei der Umsetzung lässt er mir dann viele Freiräume, sodass ich auch meine Anregungen und Ideen einbringen kann.“

Engelbert kickte einst in der Oberliga bei der Bad Kreuznacher Eintracht, versuchte sich anschließend auch im Männerbereich als Trainer, beispielsweise beim TSV Hargesheim, hat sich mittlerweile aber auf die Jugendarbeit fokussiert. „Ich bin Lehrer und kann deshalb auch sehr viel von meinem beruflichen Hintergrundwissen und meiner Menschenkenntnis einfließen lassen. Schließlich ist der Umgang mit den Heranwachsenden neben dem Fußball ein wichtiger Baustein, gerade in einem solch schwierigen Jahrgang wie der U17 mit vielen unterschiedlichen Charakteren“, sagt Engelbert, der an der IGS Sophie Sondhelm in Bad Kreuznach unterrichtet.

Die U17 ist für viele Talente ein Scheideweg. Nur die Hälfte des Teams wird in die U19 übernommen. Da es in der A-Jugend keine zweite Mannschaft in den Nachwuchsleistungszentren gibt, fehlt ein Auffangbecken. Die andere Hälfte der Jungs muss also den Traum vom Fußball-Profi begraben oder einen Umweg nehmen. Deshalb investieren die U17-Spieler viel in das „Jahr der Entscheidung“, stehen aber durch die Einflüsse von außen, ausgelöst durch Erwartungen von Eltern und Beratern, unter großem Druck. Engelbert weiß das und agiert mit viel Sensibilität und Fingerspitzengefühl. Fußballerisch sind die Talente eh erstklassig ausgebildet. Das gilt vor allem für den aktuellen 05-Jahrgang. Nicht nur der zweite Platz in der Bundesliga, sondern auch die Tatsache, dass in Oscar Schönfelder, Erkan Eyibil und Merveille Papela drei Nationalspieler in den 05-Reihen zu finden sind, unterstreicht die Ausnahmestellung der U17 in dieser Saison.

Derzeit bereitet sich das Team intensiv auf die Rückrunde vor, vor dem Spitzenspiel bei den Bayern warten Derbys gegen den 1. FC Kaiserslautern und gegen Eintracht Frankfurt. „Jugendarbeit auf diesem Niveau ist ein Spagat. Wir möchten jedes einzelne Talent verbessern und ihm Spielzeit geben, auf der anderen Seite ist aber auch sportlicher Erfolg, wie wir ihn aktuell haben, wichtig. Wir arbeiten ja nicht ohne Grund im Leistungsbereich“, umreißt der Coach seine Philosophie.

Simon Engelbert hat bereits Signale empfangen, dass es für ihn in der nächsten Saison in Mainz weitergeht. „Die Tätigkeit bei den 05ern passt derzeit sehr gut zu mir und meiner Lebenssituation“, sagt Engelbert. Er ergänzt aber: „Das muss aber nicht immer so bleiben. Ich kann mir auch sehr gut vorstellen, mal etwas bei den Männern zu übernehmen, und warum nicht rund um meine Heimat Bad Kreuznach.“

Von unserem Redakteur Olaf Paare

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