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Idar-Oberstein

SC Idar-Oberstein: Knapp am zweiten Dreckssieg in Folge vorbei

Sascha Nicolay

Viel fehlte nicht, und der SC Idar-Oberstein hätte im Oberliga-Heimspiel gegen Saar 05 Saarbrücken den zweiten dreckigen Sieg in Folge eingefahren, denn Alex verwandelte in einem ganz schwachen Spiel und nach einer unterirdischen Leistung des SC in der 89. Minute einen Handelfmeter zur 2:1-Führung für die Gastgeber. Doch vier Minuten später in der Nachspielzeit patzte Torwart Nico Adami, und Saar 05 Saarbrücken kam zum verdienten 2:2-Ausgleich – dem Endstand.

Und wieder liegt ein Akteur auf dem Boden. Diesmal hat es Christian Henn erwischt.
Und wieder liegt ein Akteur auf dem Boden. Diesmal hat es Christian Henn erwischt.
Foto: Joachim Hähn

Entsprechend schlecht gelaunt präsentierte sich Murat Yasar in der Pressekonferenz: „Was wir abgeliefert haben, war nicht gut“, sagte der Trainer und ärgerte sich vor allem über die beiden Gegentore nach Standardsituationen. Speziell für den Ausgleich in der Nachspielzeit fehlte Yasar jedes Verständnis. Er schimpfte: „Zweimal trifft der selbe Spieler. In der 90. Minute muss man so einen Freistoß konsequenter verteidigen, aber da haben uns Wucht, Spritzigkeit und Galligkeit gefehlt, um solche Zweikämpfe zu gewinnen.“ Die Ärgerrede des Coaches gipfelte in dem Satz: „Wir sind für unsere Blödheit bestraft worden.“

Schon der Freistoß selbst war vollkommen sinnfrei verursacht. Justus Klein war am Mittelkreis total unmotiviert in seinen Gegenspieler gesprungen. Saar 05 warf daraufhin alles nach vorne. Auch Torwart Marc Birkenbach stürmte mit, als Lars Anton den Ball ins Getümmel der viel zu weit hinten stehenden SC-Abwehr brachte. Keine leichte Aufgabe für Torwart Adami, der kurz zögerte, ehe er sich zum Rauskommen entschloss. Das Zögern wurde ihm zur Verhängnis. Nikola Petrov war vor dem Keeper mit dem Kopf am Ball und verlängerte die Kugel über die ausgestreckte Faust des Keepers hinweg zum 2:2 ins Netz (90.+3).

Trotz des späten Ausgleichs mochte sich Timon Seibert, der Trainer der Gäste, nur bedingt über den Punkt freuen. Er sagte: „Eigentlich hätten wir nach unserer 1:0-Führung nachlegen müssen.“ In dem wirklich unansehnlichen Spiel mit extrem vielen Unterbrechungen, weil ständig ein Spieler der Mannschaften jammernd auf dem Boden lag, einer Partie mit elf Gelben Karten, ging Saar 05 Saarbrücken unmittelbar nach der Pause in Führung. Das Strickmuster war das gleiche wie beim 2:2. Unsinnig verursachter Freistoß, diesmal weiter außen von Tim Hulsey produziert, langer Ball in den Strafraum von Anton und Verlängerung von Petrov ins Tor (46.). Sechs Minuten später, nach einem groben Schnitzer des wie sein Innenverteidiger-Partner André Petry unsicheren und schwachen Paulo de Souza, tauchte Marc Jung alleine vor Adami auf, scheiterte aber am Schlussmann des SC (52.).

Vier Minuten später glich der insgesamt behäbige, uninspirierte aber hektisch agierende SC aus. Thiago setzte sich wunderbar auf der Torauslinie durch, hatte das Auge für Felix Ruppenthal, der den Rückpass zum 1:1 einschob (56.). Im Gegenzug vergab Christian Hertel nach einem Einwurf über die pennende SC-Abwehr das sicher scheinende 2:1 für die Gäste (57.).

Als sich alle schon mit dem Remis abgefunden hatten, landete ein Kopfball von Christian Henn an der Hand von Leon Heine. Schiedsrichter Sebastian Epp entschied auf Elfmeter, den Alex zum scheinbar zweiten „Dreckssieg“ in Folge verwandelte (89.). Doch der letzte Freistoß in der Nachspielzeit verhinderte den Glückserfolg für den SC, der seinen Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz gleichwohl auf zehn Punkte ausbaute.

Von unserem Redakteur Sascha Nicolay

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