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Kirchberg

Mörschbach jubelt in der Nachspielzeit

Das zweite von 20 Hunsrückderbys in der Fußball-Bezirksliga Mitte war am Ende nichts für Zuschauer mit Herzschwäche. Der TuS Kirchberg führte nach 58 Minuten mit 2:0 gegen die SG Mörschbach/Liebshausen/Argenthal und hatte ein halbes Dutzend Chancen, den Vorsprung zu erhöhen. Zudem spielte der TuS seit der 17. Minute in Überzahl, weil Roman Theise die Ampelkarte sah. Doch die SG kämpfte sich zurück. Der Ex-Kirchberger Pascal Endres (79.) und Stefan Carbach (90.+4) schafften noch den 2:2-Ausgleich.

Am Ende schaltete sich auch Mörschbachs Torwart Michael Reuther (Mitte, rechts sein Kollege Christopher Kauer) ins Offensivspiel seiner SG ein. Es nützte, denn mit der letzten Aktion gelang Mörschbach durch Stefan Carbach noch der 2:2-Ausgleich beim TuS Kirchberg (links Alex Singer).  Foto: B&P Schmitt
Am Ende schaltete sich auch Mörschbachs Torwart Michael Reuther (Mitte, rechts sein Kollege Christopher Kauer) ins Offensivspiel seiner SG ein. Es nützte, denn mit der letzten Aktion gelang Mörschbach durch Stefan Carbach noch der 2:2-Ausgleich beim TuS Kirchberg (links Alex Singer).
Foto: B&P Schmitt

"Um das zu verdauen, brauche ich drei Tage", war der langjährige SG-Betreuer Peter Diel nach dem Derby geschafft. In der Tat hatte niemand der 312 Zuschauer mit einem Comeback der Mörschbacher gerechnet. Bereits nach 17 Minuten schien die Partie gelaufen. Roman Theise, Spielmacher und Herzstück der SG, hatte sich nach einer belanglosen Entscheidung solange bei Schiedsrichter Richard Kochanetzki beschwert, bis dieser ihn des Feldes verwies.

"Game over" dachten sogar die SG-Anhänger. Zumal kurz zuvor Erdusch Gubetini das 0:1 hätte machen müssen, als er alleine vor TuS-Keeper Wladimir Alexandrov auftauchte und verzog. Der TuS Kirchberg war in Überzahl nun spielbestimmend. Zuerst traf Artem Sagel mit einem Freistoß nur die Querstange (23.), doch drei Minuten später gelang dem sehr agilen Dominik Kunz die 1:0-Führung vom Strafraumeck.

Trotz Unterzahl bekam Mörschbach noch vor der Pause die Riesenmöglichkeit zum Ausgleich. Fabian Schneider hatte Gubetini im Strafraum zu Fall gebracht. Eine klare Elfmeterentscheidung. Maurice Volkweis scheiterte aber mit einem schwach getretenen Strafstoß an Kirchbergs Schlussmann Alexandrov. Mit einem knappen 1:0-Vorsprung gingen die Gastgeber in die Pause.

Es waren nur 13 Minuten nach der Pausenansprache vergangen, bis Kunz das Zwischenergebnis auf 2:0 stellte. Mit einem etwas verunglückten Kopfball überwand er den starken Michael Reuther im Mörschbacher Tor. Nach diesem Vorsprung versuchten die Gastgeber, das Ergebnis zu verwalten. Aber nicht ohne Nadelstiche zu verteilen. Alleine Neuzugang Alexander Singer hatte zahlreiche Möglichkeiten, den Dreier in trockene Tücher zu packen. Zu unkonzentriert waren seine Abschlüsse. Auch Doppeltorschütze Kunz hatte die Vorentscheidung auf dem Fuß. Zudem kamen noch zwei Abseitstore, zu denen TuS-Trainer Christian Schneider meinte: "Zwei reguläre Tore wurden uns aberkannt."

Dann kam es zum großen Showdown auf dem Kirchberger Kunstrasen. Wie aus dem Nichts verkürzte Pascal Endres zum 1:2 nach 79 Minuten. In der allerletzten Spielminute (90.+4) gab es einen Freistoß für die SG. Alle Gästeakteure waren in und um den Kirchberger Strafraum versammelt, inklusive Torwart Reuther. Der lang geschlagene Ball von Daniel Hilgert-Walber landete bei Stefan Carbach, der im zweiten Versuch die Kugel zum 2:2 über die Linie drückte.

Danach pfiff der Schiedsrichter die Begegnung ab. Der Torschütze wurde auf dem Kunstrasen schier erdrückt. Sofort waren Getränke in grünen Kisten an der Mörschbacher Bank. SG-Trainer Michael Schwegel war trotz des Herzschlagfinales schnell aufgeräumt: "Kirchberg musste das Spiel aufgrund der vielen Chancen für sich entscheiden. Trotzdem ein Kompliment an meine Mannschaft für diese Moral." TuS-Trainer Christian Schneider war natürlich mit dem Endergebnis nicht zufrieden: "Nach Chancen hätten wir deutlich gewinnen müssen. Ich hätte lieber in Gleichzahl zu Ende gespielt, dann wäre der Schiedsrichter nicht in Not gewesen." Sein Akteur Christopher Wild sah kurz vor dem 2:2 die Rote Karte wegen Foulspiels.

Von unserem Mitarbeiter

Robert Mattern

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