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Idar-Oberstein

VfR siegt beim Kuriositätenkabinett im Idarer "Haag"

In einem denkwürdigen Landesliga-Derby besiegte der VfR Baumholder den SC Idar-Oberstein II mit 5:2. Die Mannschaft von Trainer Wolfgang Lang bleibt damit in der laufenden Runde weiter ungeschlagen, während der SC Idar die dritte Niederlage im vierten Punktspiel einstecken musste.

"Wir lagen zur Pause 0:3 hinten, obwohl der VfR in der ersten Hälfte keine wirkliche Torchance hatte", erkannte SC-Trainer Krzysztof Maslanka nach der Partie. Was der VfR Baumholder im ersten Abschnitt im Idarer "Haag" bot, war eine Mischung aus Können, Glück und purer Effizienz. Ein Beispiel? Nach einer zähen Anfangsphase, in der sich beide Teams weitgehend neutralisierten, marschierte der schnelle Außenstürmer Felix Ruppenthal die Außenlinie entlang. Ruppenthal flankte in die Mitte, doch dort erreichte das Spielgerät keinen Mitspieler, sondern klatschte an den Innenpfosten und kullerte darauf über die Linie – 1:0 (11.). Rund 30 Sekunden später durfte der Angreifer bereits das zweite Mal jubeln. Kurz nach dem Anstoß bekam Idars Außenverteidiger Christoph Schupp die Kugel zugespielt. Der A-Jugendliche rutschte weg, Ruppenthal schnappte sich den Ball und schob in Torjäger-Manier zum 2:0 ein (12.).

Dem VfR Baumholder schien an diesem Tag einfach alles zu klingen. Höhepunkt war der Treffer von Spielmacher Jan Eisenhut in der 42. Minute. Eisenhut luchste Oberligaspieler Robin Jelacic auf Mittellinienhöhe den Ball ab. Der Mittelfeldspieler sah, dass SC-Keeper Eugen Kryukov zu weit vor seinem Kasten stand und zog aus gut 45 Metern ab. Das Spielgerät segelte über Kryukov und schlug zum dritten Mal im Idarer Netz ein – 3:0. Der VfR hatte mit diesen außergewöhnlichen Treffern den Spielverlauf völlig auf den Kopf gestellt. "Von der Spielanlage war das eine Partie auf Augenhöhe", räumte auch VfR-Übungsleiter Wolfgang Lang ein. Dabei hatte der SC Idar den schönsten Spielzug im ersten Abschnitt gezeigt. Danielo Wenzel und Stanislaw Gonscharik spielten Jelacic mit einer sehenswerten Kombination frei. Jelacics Flachpass in den Strafraum erreichte den mitgelaufenen Kerim Özen, der aber am starken VfR-Schlussmann Julian Staudt scheiterte (32.). Kurz vor dem Pausenpfiff bediente Özen dann Gonscharik, aber wieder war Staudt mit einer glänzenden Parade zur Stelle (42.).

"Ich kann meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen, denn sie hat kaum Fehler gemacht und alles gegeben", betonte Maslanka. Trotzdem lagen die Schmuckstädter kurz nach der Pause bereits mit 0:4 im Rückstand. Eisenhut versenkte einen Freistoß aus spitzem Winkel im langen Eck, bei dem Kryukov allerdings nicht gut aussah (51.). "Er braucht Spielpraxis. Es war sein ersten Pflichtspiel nach der Sommerpause", nahm Maslanka seinen Keeper in Schutz. Auf der anderen Seite hatten es die Hausherren mit einem Staudt in Topform zu tun. Der Schlussmann parierte zweimal stark gegen Beetz (53.) und Weber (62.). In der Zwischenzeit hatte Kapitän Nakharin Schmeier nach einem Freistoß jedoch auf 1:4 verkürzt (57.). Eine Viertelstunde später stellte der eingewechselte Kevin Axmann durch einen traumhaft geschossenen Freistoß den alten Spielstand wieder her – 5:1 (72.). Zuvor war Innenverteidiger Franz Becker per Ampelkarte des Feldes verwiesen worden (71.).

Die Gäste machten sich dieses Überzahlspiel aber nicht mehr zu Nutze. Entgegen seiner Grundausrichtung stand der VfR Baumholder in der zweiten Halbzeit tief in der eigenen Hälfte und lauerte auf Konter. "Da hat es sich schon bemerkbar gemacht, dass wir zwei Tage zuvor im Pokal gespielt haben", gestand Lang. Deshalb war auch dem SC Idar in Sachen Toreschießen der Schlusspunkt vergönnt. Dem eingewechselten Andreas Cullmann gelang – wie sollte es in diesem Spiel auch anders sein – ein kurioser Treffer. Denn dem zuvor fehlerfreien VfR-Schlussmann Staudt unterlief nach einer harmlosen Hereingabe von Cullmann ein Fangfehler – 2:5 (83.). Lang trat nach dem deutlichen Erfolg allerdings weiterhin auf die Euphoriebremse. "Die Landesliga ist ein schwieriges Tagesgeschäft. Wir haben jetzt einen Lauf und den müssen wir so lang es geht ausnutzten." Maximilian Storr

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