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    Neuwied/Diez

    Diezer Goalie Neurath zieht Neuwieder Bären den Zahn

    Derbysiege sind etwas ganz Besonderes, zumal dann, wenn der vermeintliche Underdog sie erzielt, und das zudem noch auswärts. Einen solchen sicherte sich der Aufsteiger EG Diez-Limburg vor 861 Zuschauern im Spiel der Eishockey-Regionalliga West beim aus Diez-Limburger Sicht "großen" EHC Bären 2016 Neuwied. Der Aufsteiger gewann im Neuwieder Ice House nicht mal unverdient mit 4:3 (3:2, 0:1, 1:0), wenngleich auch die Heimmannschaft keineswegs enttäuschte.

    Mit Mann und Maus und ihrem überragenden Torwart Alexander Neurath, hier verdeckt von Andrej Teljukin (Nr. 4), verteidigte die EG Diez-Limburg (weiße Trikots) ihren 4:3-Sieg im Derby beim EHC Neuwied.  Foto: Jörg Niebergall
    Mit Mann und Maus und ihrem überragenden Torwart Alexander Neurath, hier verdeckt von Andrej Teljukin (Nr. 4), verteidigte die EG Diez-Limburg (weiße Trikots) ihren 4:3-Sieg im Derby beim EHC Neuwied.
    Foto: Jörg Niebergall

    Mann des Abends war an seiner alten Wirkungsstätte der Gästetorwart Alexander Neurath. Die Diezer Goalie lieferte an seinem 33. Geburtstag eine Klasseleistung ab und bewahrte sein Team vor allem im Schlussdrittel vor einer Niederlage. Neuwieds Trainer Jens Hergt lobte seinen früheren Mitspieler: "Alexander hat einen super Job gemacht." Hergts Team hatte im Schlussdrittel alles versucht, um das Spiel, das nach einem schnellen 0:3-Rückstand im ersten Drittel schon früh verloren schien, noch zu drehen.

    Angeführt vom - bezeichnenderweise - "Bären"-starken EGDL-Topscorer Martin Brabec, der sich kaum Erholungspausen auf der Bank gönnte, hatten Andrej Teljukin (7.), Brabec selbst (9.) und Marco Herbel (11.) innerhalb von nur 268 Sekunden die 3:0-Führung für ihr Team herausgeschossen. Für die konterstarken und torgefährlichen Gäste von der Lahn konnte das bereits mehr als die halbe Miete zu sein.

    Weil Bären aber niemals aufgeben - wie der EHC-Anhang lautstark skandierte - und Stephan Fröhlich auf das 0:3 bereits acht Sekunden danach im Anschluss an ein entschlossenes Solo das umjubelte 1:3 folgen ließ, wurde die Partie bis zum Schluss eine äußerst spannende Angelegenheit. Weitere zwei Minuten und 25 Sekunden später wurschtelte Dennis Schlicht die Scheibe zum 2:3 ins Diezer Tor. Die Stimmung in der Halle kochte.

    Das zweite Drittel gehörte eindeutig den Gastgebern. Einigen Diez-Limburger Spielern schien phasenweise schon die Luft etwas auszugehen. In der 39. Minute glich Sven Schlicht für das Hergt-Team zum 3:3 aus. Fürs Schlussdrittel war alles wieder offen.

    Weil ein Stürmer von der Klasse eines Martin Brabec kaum zu kontrollieren ist, verwunderte es kaum, dass er das entscheidende Tor erzielten sollte. Erst 45 Sekunden waren im Schlussabschnitt gespielt, als der 23-jährige Tscheche allein auf den EHC-Torwart Felix Köllejan zulief, ihn tunnelte und anschließend seinen 27. Saisontreffer bejubelte.

    Neuwied versuchte danach alles, Zeit blieb ja noch genügend. Doch mit jedem Schuss, den Neurath parierte wurde der Diezer Keeper noch stärker und erwies sich schlussendlich als unüberwindbar. In den letzten 90 Sekunden brachte Hergt an Stelle von Keeper Köllejan sogar noch den sechsten Feldspieler - doch vergebens. Am Ende jubelten an diesem Abend doch nur noch die wenigen Fans des Underdogs mit ihren Spielern ausgelassen über deren Coup im Ice House - Derbysiege sind, besonders auswärts, etwas ganz Besonderes.

    EHC Neuwied: Köllejan (Güßbacher) - Schütz, Trimboli, Dennis Schlicht, Halfmann, Neumann, Kopetzky - Fröhlich, Sting, Orr, Blumenhofen, Köbele, Felföldy, Reiner, Leuschner, Asbach, Sven Schlicht.

    EG Diez-Limburg: Neurath (Schäfer) - Teljukin, Wichterich, Neubert, Krämer, Stroeks, Morys - Krieger, Niestroj, Homola, Fischer, Kley, Firsanov, Brabec, Mainzer, Herbel.

    Schiedsrichter: Benjamin Hoppe.

    Zuschauer: 861.

    Strafminuten: Neuwied: 10 - Diez-Limburg: 12 + Disziplinarstrafe gegen Firsanov.

    Tore: 0:1 Andrej Teljukin (7.), 0:2 Martin Brabec (9.), 0:3 Marco Herbel (11.), 1:3 Stephan Fröhlich (11.), 2:3 Dennis Schlicht (14.), 3:3 Sven Schlicht (39.), 3:4 Martin Brabec (41.).

    Von unserem Redakteur Christoph Hansen

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