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    Eishockey: Jetzt will der EHC Neuwied auch aufsteigen – Exklusives Interview mit dem EHC-Vorsitzenden Professor Billigmann

    Der EHC Neuwied hat eine bisher überragende Saison zehn Tage vor Weihnachten mit der Meisterschaft in der Eishockey-Regionalliga West gekrönt. Am Ende der Hauptrunde schnappten sich die Neuwieder Bären den Titel, ab Januar spielen sie im Oberliga-West-Pokal um den Aufstieg in die Oberliga.

    Jubelnde Neuwieder Eishockeyspieler gab es in den vergangenen Monaten in der Regionalliga West ständig zu sehen. Jetzt ist sogar die Oberliga wieder das erklärte Ziel der Bären.  Foto: Jörg Niebergall
    Jubelnde Neuwieder Eishockeyspieler gab es in den vergangenen Monaten in der Regionalliga West ständig zu sehen. Jetzt ist sogar die Oberliga wieder das erklärte Ziel der Bären.
    Foto: Jörg Niebergall

    Nur acht Monate nach dem schmerzvollen Abstieg aus der dritthöchsten Liga in Deutschland hat sich seit Sommer unter der Führung des neuen Vorsitzenden Professor Peter Billigmann einiges bewegt im Verein. Vor der Saison noch hatten die Neuwieder deutlich gemacht, dass der direkte Wiederaufstieg - sportlich ebenso wie aus wirtschaftlichen Gründen - vorerst kein Thema sein kann. Den Klub drücken noch Verbindlichkeiten aus der Spielzeit 2012/2013, die sich durch erhöhte Kosten in der Oberliga und den stark rückläufigen Zuschauerzuspruch aufgrund von vielen hohen, zum Teil zweistelligen Niederlagen angehäuft hatten.

    Nun haben die sportlich unerwartet positive Entwicklung und das wieder immens angestiegene Interesse der Fans zu einem Umdenken beim EHC geführt. "Wir sind Sportler, wir geben weiter Vollgas", sagt Billigmann im Interview mit der Rhein-Zeitung. "Wir wollen den Aufstieg. Dazu brauchen wir aber die Unterstützung aus der Region."

    Herr Billigmann, ein knappes halbes Jahr sind Sie im Amt und dürfen schon die erste Meisterschaft feiern. Das hätte sportlich nicht besser laufen können, oder?

    Das stimmt. Das sportliche Zwischenfazit ist kaum zu toppen. Ich kann die Mannschaft und den Trainer nur beglückwünschen zu einer sensationellen Leistung. Jetzt gilt es, mit dem gleichen Schwung die kommenden Aufgaben anzugehen und sich neue sportliche Ziele zu setzen.

    Wie lauten diese neuen sportlichen Ziele des EHC Neuwied nach einer so starken Hauptrunde mit zuletzt 13 Siegen in Folge?

    Für den Vorstand, den Trainer und die Mannschaft kann es nur eine Devise geben: Wir geben weiter Vollgas. Wir wollen aufsteigen. Das sind wir unseren Fans, der Region Mittelrhein, aber auch uns selbst schuldig. Sich jetzt wegzu- ducken und einen Gang zurückzuschalten wäre das völlig falsche Signal. Die Mannschaft hat sich sportlich überragend entwickelt, damit war vor der Saison nicht zu rechnen. Diese Euphorie wollen wir weiterleben und genießen, gemeinsam mit den Fans und unseren Partnern aus Wirtschaft und Politik.

    Die Bären sind der Zuschauerkrösus der Liga mit knapp 700 Zuschauern im Schnitt. Damit liegen sie noch über dem Schnitt von fünf der zehn Teams in der höherklassigen Oberliga West. Wie bewerten Sie diese Entwicklung?

    Unsere Fans sind einfach großartig. Ich denke da nur an das Spiel an meinem Geburtstag gegen Lauterbach zurück, als knapp 1100 Zuschauer in der Bärenhöhle waren. Dazu gab es ein packendes Spiel mit einem Sieg nach Penaltyschießen und einer einfach unglaublichen Atmosphäre. Der Zuspruch von den Rängen ist größer als wir ihn uns erhofft hatten. Und er macht natürlich Mut für die Zukunft. Die Menschen sehen, dass wir ehrlichen Sport mit viel Tempo und Emotionen bieten. Umso wichtiger ist es, dass wir jetzt nicht auf die Bremse treten. Im Gegenteil, wir sind alle heiß darauf, weitere Erfolge zu feiern. Umso wichtiger wird es sein, parallel die Rahmenbedingungen zu schaffen für einen sportlich durchaus möglichen Aufstieg in die Oberliga West.

    Was sind die größten Herausforderungen?

    Zunächst einmal müssen wir eines klarstellen: Eine Saison wie in der Vorsaison, als man in der Oberliga nur Kanonenfutter war, wollen wir hier alle nicht mehr erleben. Das heißt im Umkehrschluss: Wir brauchen mehr Sponsorengelder, um eine schlagkräftige Mannschaft für die Oberliga auf die Beine zu stellen. Ein Plus bei den Sponsorengeldern im hohen fünfstelligen Betrag ist unser Ziel. Fans und Mannschaft haben bisher eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass das Potenzial für höhere Aufgaben vorhanden ist. Jetzt gilt es, dass auch die Wirtschaft und die Politik in der Region noch stärker Farbe bekennt für unseren Standort. Wir setzen mit unserem Sport Maßstäbe in der Region, zwischen Köln und Frankfurt finden sie da - auch abseits des Eishockey - kaum etwas Vergleichbares. Wir brauchen jetzt in der Tat die Unterstützung der Region Mittelrhein, ansonsten sind unsere zweifelsfrei ehrgeizigen Ziele nicht zu stemmen. Ich kann daher nur an die Region appellieren und meinen Wunsch äußern, unseren Standort mit toller Perspektive zu unterstützen. Wir setzen jetzt ganz bewusst sehr früh ein Zeichen, in dem wir den Aufstieg als Ziel ausgeben, machen aber dennoch deutlich: Dies alles geht nur mit starken Partner aus der Politik und der Wirtschaft an unserer Seite. Wir haben eine riesige Chance, Eishockey in Neuwied wieder nach vorne zu bringen, aber das geht nur gemeinsam und mit der Unterstützung der Region.

    Die Fragen stellte

    unser Mitarbeiter Tom Neumann

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