40.000
  • Startseite
  • » Sport
  • » Regionalsport
  • » Idar-Oberstein|Birkenfeld|Baumholder
  • » SC Idar: Großer Kampf und ein laues Lüftchen
  • Aus unserem Archiv
    Idar-Oberstein

    SC Idar: Großer Kampf und ein laues Lüftchen

    Knapp zwei Minuten plus Nachspielzeit trennten den SC Idar-Oberstein von seinem dritten Sieg in der laufenden Oberligasaison. Doch der TuS Mechtersheim schaffte in der 88. Minute verdientermaßen das 1:1-Ausgleichstor und hinterließ damit erschütterte Idarer. "Das fühlt sich wie eine Niederlage an", sagte Thomas Riedl, einer der beiden SC-Trainer. Zum vierten Mal in Folge gingen die Idarer damit nicht als Gewinner vom Platz. Der Regionalliga-Absteiger hat nun acht Punkte Rückstand auf einen der beiden Aufstiegsplätze, aber lediglich drei Zähler Vorsprung auf den ersten Abstiegsrang. Als Zehnter mit zehn Punkten, zwei Siegen, zwei Niederlagen und vier Unentschieden stellt der SC tabellarisch absolutes Mittelmaß dar - und der fußballerische Auftritt gegen Mechtersheim stützt die Tabelle.

    Yuki Stalph (Mitte) absolvierte gegen den TuS Mechtersheim sein erstes Oberligaspiel für den SC Idar-Oberstein von Anfang an und erzielte auch gleich den Treffer zum 1:0 für die Gastgeber. Links schaut Nico Pantano zu.  Foto: Joachim Hähn
    Yuki Stalph (Mitte) absolvierte gegen den TuS Mechtersheim sein erstes Oberligaspiel für den SC Idar-Oberstein von Anfang an und erzielte auch gleich den Treffer zum 1:0 für die Gastgeber. Links schaut Nico Pantano zu.
    Foto: Joachim Hähn

    Ob man das Spiel des SC Idar nun gut oder schlecht fand - beide Sichtweisen gab es am Samstag im Haag - hängt mit dem Maßstab zusammen, den man für den SC Idar-Oberstein anlegt.

    Nach vorne geht nichts

    Wer vom Regionalliga-Absteiger erwartet, dass er im Rennen um den Aufstieg mitmischen muss, der dürfte auch gegen Mechtersheim wieder enttäuscht gewesen sein. Offensiv fand der SC Idar nämlich kaum statt. Abschlüsse in Richtung Tor gab es in 90 Minuten genau zwei. In der 19. Minute bei Yuki Stalphs Treffer zum 1:0 und in der 69. Minute bei Tim Schwartz' Freistoß, der knapp vorbeizischte. Hinzu kamen zwei, drei ordentliche Situationen, in denen der SC aber letztlich nicht den finalen Schuss aufs Tor hinbekam. Riedl sagte zwar: "Wir haben einige gute Tormöglichkeiten gehabt." Doch der Coach meinte wohl eher, dass einige Male die Gelegenheit da war, eine Möglichkeit herauszuarbeiten. "Wir spielen unsere Angriffe nicht durch", stimmte der Trainer zu. Warum beim SC nach vorne fast nichts geht, ist ganz einfach zu beantworten: Die Offensivspieler bringen wenig bis nichts zu Stande. Ganz vorne ackerte Andy Riemer, doch er kam nicht einmal zum Torabschluss. Die beiden offensiven Außen waren 90 Minuten lang ungefährlich. Nico Pantano links rannte zwar viel, aber er tauchte nicht ein einziges Mal im Strafraum auf, gab keine Vorlage, und gewann kein entscheidendes Dribbling. Alfonso Marte rechts bereitete zwar eine Chance vor (nach einem Freistoß), doch ansonsten fiel der Neuzugang aus Elversberg wieder nicht auf. Mehr Offensivspieler hatte der SC nicht auf dem Platz, denn die zentralen Mittelfeldspieler Christoph Lawnik (als "Zehner") , Michael Lehmann und Yuki Stalph sind in ihrer Anlage ähnlich. Alle sind eher Abräumer und so etwas wie die erste Anspielstation im Aufbau. Alle drei sind aber nicht die Spieler, die in den Strafraum nachrücken, zum Abschluss kommen und finale Pässe geben. Hier machte sich der Ausfall von Christoph Schmell und extrem bemerkbar. Hinzu kam die Tatsache, dass sich die Außenverteidiger Tim Schwartz und Eugen Vetter eher auf ihre Defensivaufgaben konzentrierten. Das machten sie zwar gut, aber über die Außenbahnen wurde der SC wieder einmal nicht gefährlich.

    Defensive und Einsatz stimmen

    Doch es gibt auch eine andere nachvollziehbare Sichtweise. Nämlich dann, wenn die Ansprüche nicht mehr so groß sind, wenn man im SC das sieht, was er momentan faktisch darstellt: Mittelmaß mit mit vielen Problemen. Wer diesen Maßstab anlegt, durfte mit der Leistung der Idarer gegen Mechtersheim zufrieden sein. Riedl war das nachvollziehbarerweise und lobte: "Das Team hat sich super verkauft und auch seine Verunsicherung weggesteckt. Die Jungs sind von Anfang an ran." Zurecht machte Riedl auf die personellen Schwierigkeiten aufmerksam. Obwohl zehn Akteure mit (mindestens) Regionalligaerfahrung im Team des SC standen, wiegen Ausfälle von Simon Maurer, Moussa Dansoko und Christoph Schmell richtig schwer. "Wir haben die letzten Patronen eingeladen", umschrieb Riedl die Situation. Stalph kam so zu seinem ersten Oberliga-Einsatz von Anfang an und machte seine Sache nicht nur wegen seines Tores zum 1:0 ordentlich. "Er trainiert super und hat sich die Chance verdient. Wir hatten nie Bedenken", lobte Riedl Stalph.

    Genauso hob der Trainer die defensive Organisation hervor und dass Leben in der Mannschaft sei. Tatsächlich war der SC in der Anfangsviertelstunde besser im Spiel als Mechtersheim. Die Gastgeber verzeichneten viele schnelle Ballgewinne, aber münzten die Überlegenheit nicht in Chancen um. Absolut positiv war auch die kämpferische Einstellung. Von Trainer Riedl an der Außenlinie hörbar und energisch gecoacht, versuchte der SC das Spielfeld klein zu halten. Zweikämpfe und Duelle bestritten ausnahmslos alle Spieler mit großem Engagement - wenngleich Lehmann und Schwartz in dieser Disziplin herausragten. Beide wirkten extrem gallig. Schwartz allerdings hatte gleich zweimal Glück. In der 27. Minute bewertete der Schiedsrichter seinen Schubser im eigenen Strafraum nicht als Foul - und Mechtersheim bekam den geforderten Elfmeter nicht. Und in der 49. Minute übersah der Referee, dass Schwartz seinen Gegenspieler festhielt. Schon mit Gelb verwarnt, wäre Gelb-Rot hier die zwingend richtige Entscheidung gewesen. Doch hier hatte der SC noch das Glück des Tüchtigen. Stark agierte wieder Torwart Nico Adami, der in seinen beiden Innenverteidigern (Christoph Schunck überragte) die wichtigsten Helfer hatte. Mit Kampf, Willen und Einstellung überstand der SC so die halbstündige Druckphase der Mechtersheimer in Hälfte eins und hatte in Durchgang zwei sogar das Ganze einigermaßen im Griff. Ein gelungener Konter hätte das Spiel wohl entschieden - doch der kam nicht. Sascha Nicolay

    Sport Idar-Oberstein Birkenfeld Baumholder
    Meistgelesene Artikel
    Sport-Lokalteile
    wissenlinz,neuwiedremagenmontabaurandernach,mayenkoblenzdiezbademszellsimmernbirkenfeldkirn,badsobernheim,meisenheimbadkreuznach
    Fußball Männer
    Südwestdeutscher Fußballverband (SWFV)
    Auf ihn kommt es am Sonntag an: David Holste (rechts) muss sich in die Angriffsversuche des Tabellenführers SV Morlautern werfen und die Abwehr der SG Hüffelsheim/Niederhausen organisieren. Foto: Klaus Castor

    Landesliga/Verb.liga

    Bezirksliga Nahe

    A-Klassen

    B-Klassen

    C-Klassen

     späten Heiligabend? In welcher Kneipe feiert es sich nach der Bescherung besonders gut?Wohin am späten Heiligabend? In welcher Kneipe feiert es sich nach der Bescherung besonders gut?

    Fußball Frauen
    Neuzugang Yuko Aizawa (links; rechts kommt Mitspielerin Angelika Weber einen Schritt zu spät) steuerte zwei Treffer für den SC 13 zum 4:0-Sieg gegen den MSV Duisburg II bei. Foto: Vollrath

    im Rheinland

    - Westerwald

    - Mittelrhein/Mosel

    - Rhein-Lahn

    im Südwesten

     späten Heiligabend? In welcher Kneipe feiert es sich nach der Bescherung besonders gut?Wohin am späten Heiligabend? In welcher Kneipe feiert es sich nach der Bescherung besonders gut?

    Fußball Mix
    Kapitän Tim Schulz (links) bemühte sich mit seinen Betzdorfer Mitspielern zwar, doch auch gegen Elversberg reichte es am Ende nicht.

    Jugendfußball

    - im Rheinland

    - im Südwesten

    Fußballpokale

    Hallenfußball

     späten Heiligabend? In welcher Kneipe feiert es sich nach der Bescherung besonders gut?Wohin am späten Heiligabend? In welcher Kneipe feiert es sich nach der Bescherung besonders gut?

    Regionalsport Mix
    Anzeige