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    Kabinenprügelei in Birkenfeld: Lange Sperren für zwei Spieler des FSV Bad Kreuznach

    Mit langen Sperren bestrafte die Spruchkammer des Südwestdeutschen Fußballverbandes zwei A-Junioren-Spieler des FSV Bad Kreuznach, die nach der Landesliga-Partie beim SC Birkenfeld eine Kabinenschlägerei angezettelt hatten.

    Blaubach - Mit langen Sperren bestrafte die Spruchkammer des Südwestdeutschen Fußballverbandes zwei A-Junioren-Spieler des FSV Bad Kreuznach, die nach der Landesliga-Partie beim SC Birkenfeld eine Kabinenschlägerei angezettelt hatten.

    Dagegen sah das Sportgericht unter dem Vorsitz von Andreas Schank keine Veranlassung, die ganze Mannschaft des FSV Bad Kreuznach mit einem Ausschluss vom Spielbetrieb oder einem Ausschluss auf Zeit zu belegen.

    Neun Monate wurde FSV-Spieler Abdulkadir Yildiz gesperrt. Sein Mannschaftskamerad Osman Colakoglu darf sechs Monate lang nicht spielen. Außerdem erhielt ein weiterer FSV-Akteure eine drei Spiele lange Sperre wegen Spuckens. Doch auch der SC Birkenfeld wurde sanktioniert. Wegen unpassenden Zuschauer- und Spielerverhaltens muss der SCB hundert Euro und wegen fehlender ersichtlicher Platzordnung weitere 25 Euro Geldstrafe bezahlen.

    Bei der Verhandlung stellte sich heraus, dass zwei vom SC Birkenfeld beschuldigte Bad Kreuznacher Spieler an der Kabinenschlägerei nicht beteiligt waren, die demzufolge auch freigesprochen wurden. Abdulkadir Yildiz wurde von Birkenfelder Spielern identifiziert. "Für uns gab es keine Zweifel, dass dieser Spieler beteiligt war", sagte Sportrichter Schank, der im Zivilberuf leitender Oberstaatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft in Kaiserslautern ist.

    Selbstanzeige verkürzt Strafe

    Den zweiten, lange gesperrten Akteur, Osman Colakoglu, gab der FSV Bad Kreuznach selbst an. Wegen dieser Selbstanzeige kam Colakoglu mit einer sechs Monate langen Sperre davon.

    Schank erklärte: "Wir sind zu dem Ergebnis gekommen, dass sich die Ereignisse bei der Partie hochgeschaukelt haben." Dabei spielte auch die Aussage von Schiedsrichter Bernd Knapp (SV Niederwörresbach) eine Rolle, der auch vor dem Sportgericht die Geschehnisse während des Spiels als "nicht so dramatisch" eingestuft habe, beziehungsweise erklärte, einige vom SC Birkenfeld vorgeworfene Regelverstöße nicht gesehen zu haben.

    "In der Kabine sind dann die zwei Bad Kreuznacher Spieler auf die beiden Birkenfelder Spieler losgegangen", erläuterte Schank. Damit widerlegte das Sportgericht freilich die Version der Birkenfelder, nach der drei Bad Kreuznacher die Kabine gestürmt und auf zwei Birkenfelder eingeprügelt hätten. Schank stellte schließlich klar: "Jedenfalls sahen wir keine Veranlassung, die ganze Mannschaft zu bestrafen."

    Groß kann Urteile nachvollziehen

    Der zweite Vorsitzende des SC Birkenfeld, Michael Groß kann die Urteile weitgehend nachvollziehen. "Man darf nicht vergessen, dass die Sportrichter nicht dabei waren und deshalb aufgrund von Zeugenaussagen und nach Aktenlage entscheiden müssen." Groß erklärte, dass er nachvollziehen könne, dass auch der SC Birkenfeld belangt wurde. "Ich war vor Ort, und ein Zuschauer hat sich nicht ordentlich verhalten. Außerdem waren ich selbst und Ralf Sommer Platzordner - und wir hatten die uns nach außen kennzeichnende entsprechende Binde nicht an."

    Auch die Strafen für die beiden Bad Kreuznacher Akteure kann Groß, der selbst lange als Beisitzer beim damaligen Bezirkssportgericht an Sportgerichtsverhandlungen dabei war, so akzeptieren. Ebenso stellt Groß klar, dass er verstehen könne, dass es keine Kollektivstrafe gegen den FSV Bad Kreuznach gab: "Beim FSV sind drei, vier Spieler mit einer beispiellosen Aggressivität zu Werke gegangen. Die war für mich wirklich erschreckend. Dann gab es einige Mitläufer, aber es gab definitiv auch völlig unbeteiligte FSV-Spieler. Deshalb kann man wohl nicht alle 14 der Mannschaft in einen Sack stecken, und es ist wirklich schwierig zu sagen, ob ein Ausschluss gerechtfertigt gewesen wäre."

    Kein Verständnis hat Groß allerdings für FSV-Trainer und -Vorsitzenden Sascha Trautmann und dafür, dass dieser nicht auch vom Sportgericht bestraft worden ist. "Er hat nichts gemacht, um seine Spieler zurückzuhalten. Er hat sie nicht gemaßregelt und am Ende aus meiner Sicht auch noch gelogen." Für Sportrichter Schank allerdings gab es keine Gründe, den FSV-Vorsitzenden zu bestrafen. "Nein, dazu haben wir keine Veranlassung gesehen", erklärte er lapidar.

    SCB geht wohl nicht in Berufung

    Es ist nicht zu erwarten, dass der SCB das Urteil anficht und die nächste Instanz, das Verbandssportgericht, anrufen wird. "Wir wollen jetzt Ruhe haben", erklärte Groß, zumal strafrechtlich ja noch gegen die Bad Kreuznacher Spieler ermittelt werde. Ob der FSV Bad Kreuznach in Berufung gehen wird, ist offen. Laut Sportgerichts-Beisitzer Karl-Heinz Scherer hat FSV-Chef Sascha Trautmann eine Berufung angekündigt.

    Sascha Nicolay

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