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Treis-Karden

Basketball: Treis-Karden setzt auf das Projekt Derbysieg gegen Lützel

Was werden nicht alles für Anstrengungen beim Basketball-Oberligisten TuS Treis-Karden für dieses Spiel unternommen. Dieses eine Spiel am Sonntag um 17.30 Uhr in der heimischen Halle gegen die Baskets aus Lützel, in dem noch einmal so etwas wie Regionalliga-Stimmung aufkommen dürfte. Um dem Ganzen im Vorfeld des Derbys noch die Krone aufzusetzen, wird wie berichtet ein Mann auf dem Feld stehen, der während seines sowieso geplanten Urlaubs in Deutschland nun auch für eine Partie das Treis-Kardener Trikot überstreifen wird: Joe Roberson.

Hier sitzt Joe Roberson (links) noch im Schatten seiner Mitspieler (am Ball André Layendecker), aber am Sonntag dürfte er aus deren Schatten hinaustreten. Denn auch mit großem Trainingsrückstand könnte der Amerikaner eine wichtige Rolle im Derby gegen Lützel spielen. Foto:  Jens Fiedermann
Hier sitzt Joe Roberson (links) noch im Schatten seiner Mitspieler (am Ball André Layendecker), aber am Sonntag dürfte er aus deren Schatten hinaustreten. Denn auch mit großem Trainingsrückstand könnte der Amerikaner eine wichtige Rolle im Derby gegen Lützel spielen.
Foto: Jens Fiedermann

Wie lange der Amerikaner, der noch vor zwei Jahren einer der besten Spieler der 1. Regionalliga im Dress der Moselaner war, zum Einsatz kommen wird? TuS-Trainer Marek Betz will sich da noch nicht genau festlegen: "So 15 Minuten. Stefan Haupt wird aus privaten Gründen fehlen, Joe wird unser zehnter Mann sein. Dass er Qualität hat, wenn er fit ist, ist keine Frage. Der Leistungsstand ist aber nicht zu vergleichen mit dem, den er damals hatte. Man darf nicht vergessen, dass er ein Jahr kein Basketball mehr in der Mannschaft gespielt hat, sondern mit Freunden in der Halle." Gezockt nennt man das im Basketball-Jargon. Aber zockt Betz auch mit der Zeitangabe von 15 Minuten? Schwere Frage, zu seinen besten Zeiten stand Roberson fast die ganze Partie auf dem Feld und ackerte, was das Zeug hielt. Eines ist jedenfalls sicher: In den entscheidenden Phasen dürfte er zum Zug kommen, denn da haperte es zuletzt am meisten beim TuS. "Unabhängig vom Lützel-Spiel haben wir viel daran gearbeitet, die sogenannte Crunchtime zu simulieren. Was wir taktisch speziell gegen Lützel vorhaben, werde ich natürlich nicht verraten", sagt Betz. Dass er sich auch speziell für den ehemaligen Treis-Kardener Dominique Tholey etwas ausgedacht hat, steht indes fest. Tholey, vergangene Saison noch einer der herausragenden Akteure beim TuS in der 1. Regionalliga, machte zuletzt 30 Punkte beim Lützeler Sieg in Trier. "Domi spielt jetzt so, wie es von ihm erwartet wurde. Er übernimmt Verantwortung. Es ist ein Schlüssel, ihn aus dem Spiel zu nehmen. Ich kenne ihn schon sehr lange", erklärt Betz und fügt schmunzelnd an: "Er kann sich auf etwas gefasst machen." Es scheint aber so, als ob es nicht Tholey allein sein wird, auf den der TuS achten muss. Lützel verpflichtete kürzlich ebenfalls einen Amerikaner, allerdings nicht für ein Spiel, sondern für die ganze Saison: Small Forward Damon Franklin aus Michigan soll den Baskets helfen, ihre ambitionierten Ziele umzusetzen. "Er hat Division 2 im College gespielt, ist 1,98 Meter groß und sehr athletisch", weiß Betz, "und zudem soll er ein Teamplayer sein. Er hatte schon gegen Trier große Spielanteile." Und steuerte immerhin elf Punkte bei. Warum Lützel, das ursprünglich auf junge Leute aus den eigenen Reihen setzen und so den Weg nach oben schaffen wollte und will, nun doch einen Amerikaner holte, erklärt Betz so: "Vielleicht haben sie gemerkt, dass die Liga gerade an der Spitze stärker als erwartet ist. Das geht uns aber auch so. Sie versuchen eben, das Bestmögliche zu machen und das ist ja auch okay, wenn man die finanziellen Möglichkeiten dazu hat."

Die erwähnte Spitze ist für Treis-Karden aber viel weiter entfernt als für Lützel. Die Baskets sind immerhin Zweiter mit nur zwei Punkten Rückstand auf Tabellenführer Bad Bergzabern, der TuS hat erst zwei Zähler, hängt im Keller fest. Vier Niederlagen gab es schon in fünf Spielen, das hatte man sich an der Mosel ganz anders vorgestellt. Von daher könnte ein Sieg in einem "Knaller-Derby" (Betz) eine Wende einleiten. Dass der TuS dabei auf Unterstützung von den Rängen setzt, erklärt sich von selbst. Betz rechnet mit mindestens 300 Zuschauern. Die werden dann als Trainer bei den Gästen einen Mann sehen, der im Vorjahr ebenfalls noch bei Treis-Karden spielte und die zweite Mannschaft in der Oberliga trainierte: Marcel Kastor, der auch die JBBL-Mannschaft der Lützeler coacht. Er beerbte schon nach dem ersten Spiel (Niederlage gegen Dürkheim/Speyer II) Jens Pötz. Das zeigt auch, dass eine gewisse Erwartungshaltung bei den Baskets da ist, um ihr ehrgeiziges "Projekt 15/20" (Ziel ist Bundesliga-Basketball in Koblenz) zu verwirklichen. Bekanntlich stand auch mal ein Umzug des TuS nach Koblenz im Raum, Gespräche waren schon geführt – unter anderem mit Thomas Klein. Der ehemalige Treiser Coach ist nun Sportdirektor bei den Lützelern.

All' diese kleinen und größeren Geschichten zwischen beiden Teams sorgen dafür, dass durchaus eine gewisse Spannung im Umfeld beider Klubs vor dem Duell herrscht. Zwischen den Trainern ist das anders. "Marcel und ich sind Freunde, wir wohnen Luftlinie keine 150 Meter auseinander", sagt Betz und fügt an: "Für das Projekt wünsche ich ihm alles Gute, für das Spiel nicht." Mirko Bernd

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