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Neuwied

EHC Neuwied startet Vorbereitung auf die neue Oberliga-Saison

Die Beine schmerzen, das Gehen fällt schwer. Der Muskelkater bestimmt längst jede Bewegung. Und doch sind sie glücklich. Denn die Spieler des EHC Neuwied sind endlich wieder da, wo sie am liebsten sind: auf dem Eis. Der Drittligist aus der Eishockey-Oberliga bereitet sich derzeit auf die neue Saison vor. Mit einem neuen Trainer an der Bande: Craig Streu.

Von unserem Mitarbeiter Tom Neumann

„Die ersten Eindrücke von der Mannschaft sind super“, sagt der Deutsch-Kanadier, der Ende der 1990er-Jahre bereits als Spieler in Neuwied auflief. „Die Jungs sind unfassbar heiß darauf, endlich wieder auf dem Eis zu sein. Zwar haben sie alle Muskelkater ohne Ende, aber das gehört dazu. Die Motivation ist sehr hoch.“ Streu, einst selbst deutscher Nationalspieler, kennt die kräftezehrende Phase der Saisonvorbereitung aus eigener Erfahrung als Spieler. Er weiß aber auch: Jetzt ist die Zeit, wichtige Grundlagen zu legen für eine erfolgreiche Saison.“

Zumal die Bären in einer zweigeteilten Oberliga in der kommenden Spielzeit auf zahlreiche neue Gegner treffen werden. In der Vorsaison war der EHC in die Oberliga West aufgestiegen, wurde dort auf Anhieb Vizemeister. In der neuen Oberliga Nord spielen nun die besten 18 Teams aus dem Westen, dem Osten und dem Norden in einer gemeinsamen Liga. Die besten acht Mannschaften am Ende einer Einfachrunde spielen um die Play-offs und verzahnen anschließend mit den besten Teams aus dem Süden im Kampf um den Zweitliga-Aufstieg.

„Unser Ziel muss es sein, die Play-offs zurück nach Neuwied zu holen“, sagt Teammanager Carsten Billigmann. Nicht anders klingt das beim neuen Cheftrainer: „Die neue Liga wird sehr interessant sein. Wir wollen in jedem Spiel unser Bestes geben – egal, ob daheim vor unseren fantastischen Fans oder auswärts. Am Ende wollen wir unbedingt in den Play-offs stehen. Ob als Erster oder als Achter ist mir zunächst einmal egal.“

Der Kader, der für dieses Unterfangen zur Verfügung steht, wurde im Vergleich zur Vorsaison gezielt verstärkt. Zum Beispiel mit dem zweitligaerfahrenen Thomas Ziolkowski, mit U20-Nationalspieler Marius Erk und mit Stephan Fröhlich von Meister Duisburg. Allerdings ist das Team in der Breite anfällig. Stehen die Förderlizenzspieler vom Kooperationspartner EC Bad Nauheim aus der zweiten Liga zur Verfügung, dann ist auch die Quantität kein Problem. Fehlen diese Spieler jedoch oder gibt es Ausfälle aufgrund von Verletzungen oder Sperren, dann ist genau diese Quantität die Achillesferse der Neuwieder Bären.

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