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    Schrecksekunde für SVA in der 90. Minute

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    Der Ex-Waldalgesheimer Adem Kaya (links, gegen SVA-Kapitän Marcel Fennel) besorgte in der neunten Minute das 1:0 für Schott Mainz. 

Foto: Bernd Eßling
    Der Ex-Waldalgesheimer Adem Kaya (links, gegen SVA-Kapitän Marcel Fennel) besorgte in der neunten Minute das 1:0 für Schott Mainz.
    Foto: Bernd Eßling – Eßling

    In der 90. Minute wäre auch der eine Zähler beinahe dahin gewesen. Dem TSV fehlten nur Zentimeter zum Sieg. Die Waldalgesheimer Auswechselspieler hatten die Hände schon vors Gesicht geschlagen. Nach einer Ecke war Marcel Heeg am langen Pfosten nahezu unbedrängt zum Schuss gekommen. Der Winkel war spitz, aber Heegs Abschluss fand den Weg Richtung Torecke. Der Ball klatschte an die Latte, prallte dann an den Innenpfosten und sprang nach draußen. Die Hände der Reservisten schnellten in die Luft. Jubel. Kein Tor. "Er war leider nicht drin,", sagte Hock.

    Der Sieg wäre nicht verdient gewesen. Die Werkself hatte spielerisch kaum etwas zu bieten gehabt. Kombinationen fanden praktisch nicht statt. Anspiele in die Schnittstellen landeten in den Füßen der SVA-Defensive. Nach der Pause stellten die Gastgeber solche Flachpassversuche gänzlich ein. Hock brachte im zweiten Durchgang Ex-Profi Martin Willmann (35 Zweitliga-Einsätze) als Zielspieler für lange Anspiele. Willmann, ein Sturmriese mit der Figur von Kugelblitz Ailton, sollte verlängern und der Zufall helfen. Die Bälle kamen aber nie bei seinen Mitspielern an. Am Boden war Willmann viel zu träge, um eingebunden zu werden.

    Ähnlich langsam wirkte die Abwehr des SVA in den ersten zehn Minuten. "Wir kamen nicht ins Spiel", sagte Weingärtner. "Das hatte ich bei unserer Vorbereitung aber schon befürchtet." Nach einem Distanzschuss von Markus Kreuz (82 Bundesligaspiele für Eintracht Frankfurt und 1. FC Köln) klärte Kay Schotte zur Ecke. Die Alemannen entschärften die Standardsituation nicht entscheidend und rückten langsam heraus. Gerade als sich der grün-weiße Verbund nach vorne orientierte, spielte Nicklas Schlosser einen Steilpass auf Zugang Felix Zaucker (kam von TB Jahn Zeiskam), der in den Strafraum einlief. Zaucker fand den ehemaligen Alemannen Adem Kaya, der per Flugkopfball vollendete (8.).

    Im Anschluss spielten nur noch die Gäste. Mit blitzschnellem Umschaltverhalten überraschten sie den TSV ein ums andere Mal. Die Chancen blieben aber ungenutzt. Arlind Mulaj scheiterte nach schöner Kombination über den starken Lars Weingärtner und Axel Neumann an Patrick Manthe (41.). Manthe hatte zuvor schon einmal gegen ihn pariert (19.) und auch Oliver Hochs Schuss entschärft (44.). Manthe machte einen bärenstarken Eindruck – genau eine Stunde lang. Dann ließ er einen hohen Freistoß, den Lars Weingärtner aus der eigenen Hälfte geschlagen hatte, durch die Handschuhe gleiten. Der Ball trudelte in Richtung Tor, und Dominik Kranz trat ihn endgültig ins Netz. Den Freistoß hatten die Alemannen übrigens Kreuz zu verdanken. Der 35-Jährige lieferte sich (teilweise niveaulose) Wortgefechte mit Dominik Lang. Sichtlich genervt foulte er Lang, als dieser zu einem Befreiungsschlag ansetzte. "Wir waren clever genug, uns auf das Wesentliche zu konzentrieren", kommentierte André Weingärtner die Szene. "Nebenkriegsschauplätze zählen bei uns nicht. Damit fahren wir seit Saisonbeginn gut." Hock verfolgt offenbar eine andere Linie, diskutierte wie Kreuz permanent mit dem Unparteiischen und musste nach 65 Minuten den Innenraum verlassen.

    SVA: Schotte – Pauer, Kranz, Fennel, Lang – L. Weingärtner, Walther – Baumann (88. Serratore), Hoch (87. Azzaoui), Neumann – Mulaj (85. Schneider).

    So geht's weiter: am Samstag, 16 Uhr, gegen die SG Blaubach.

    Aus Mainz berichtet unser

    Mitarbeiter Carsten Zillmann

    Regionalsport - Klasse 2 - Verbandsliga SW-Rheinlandliga
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