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Metzens Hattrick beendet Lahnsteiner Träume

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"Die elf Mann, die auf dem Platz standen, haben Charakter gezeigt", fand Michael Enkirch nach dem Schlusspfiff lobende Worte für die respektable Vorstellung seiner Mannschaft, zu der er selbst volle 90 Minuten lang beigetragen hatte. "Ich wollte eigentlich gar nicht auflaufen, habe mich aber in den Dienst der Mannschaft gestellt", so der Eintracht-Trainer, dem keinerlei Alternativen auf der Ersatzbank zur Verfügung standen. Reservespieler? Fehlanzeige! So musste der 45-Jährige erneut selbst spielen – und das mit Bravour. Enkirchs Zuspiel in die Gasse verwertete Hamit Dinler nach nur sechs Minuten zur Lahnsteiner Führung. Wenig Laufbereitschaft, kaum Ideen und viele Einzelaktionen ohne Erfolg prägten lange Zeit das Spiel der Gäste aus Linz. Da brauchte es schon eine Unachtsamkeit der Lahnsteiner Hintermannschaft, die VfB-Stürmer Andreas Bode gewähren ließ, der mit einem Heber über den zu spät herauslaufenden SG-Keeper Dennis Preuschoff den Ausgleich markierte (36.). Nur wenig später hatte Bode dann sogar die Führung auf dem Fuß, sein Volleyschuss prallte aber diesmal nur an die Latte, nachdem Preuschoff noch seine Finger im Spiel hatte.

Das war schon aller Ehren wert, was die Lahnsteiner allen Umständen zum Trotz ablieferten – und das nicht nur in Halbzeit eins. Chance um Chance spielten sich die unaufhörlich arbeitenden SG-Akteure nach dem Wiederbeginn heraus. Doch ob Ernesto Victor (47.), André Spitzley per Kopf (50.), wieder Victor mit einem Effetschuss (54.) oder Tobias Uran (60.) im Eins-gegen-Eins mit Gästetorwart Guido Graf: Alle verpassten sie die erneute Führung. Der VfB Linz nutzte dann eine seiner wenigen Chancen eiskalt: Matthias Metzen traf mit einem trockenen Volleyschuss ins lange Eck zum 2:1 für die Gäste (67.) – der Beginn der One-Man-Show. Nur eine Minute später erhöhte Metzen mit einem sehenswerten Seitfallzieher auf 3:1, um kurz darauf seinen lupenreinen Hattrick in der 74. Minute mit dem 4:1 zu vollenden. An der SG-Niederlage konnte dann auch der verwandelte Foulelfmeter Victors nichts mehr ändern. Mit der Leistung seiner Mannschaft war VfB-Trainer Michael Theuer aber dennoch nicht zufrieden: "Wir haben nach einem ganz schwachen Spiel drei wichtige Punkte eingefahren."

Von unserem Mitarbeiter Andreas Hundhammer

Regionalsport - Klasse 2 - Verbandsliga SW-Rheinlandliga
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