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1:1 gegen Rot-Weiß: Neitersens Tilhard meldet sich mit wichtigem Tor zurück

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Maxim Hermann, der sich hier gegen den Koblenzer Derrick Miles durchsetzt, bereitete in der siebten Minute per Kopf die Führung durch Florian Tilhard vor. Am Ende verteidigte die SG Neitersen/Altenkirchen auf eignem Platz einen wichtigen Punkt.
Maxim Hermann, der sich hier gegen den Koblenzer Derrick Miles durchsetzt, bereitete in der siebten Minute per Kopf die Führung durch Florian Tilhard vor. Am Ende verteidigte die SG Neitersen/Altenkirchen auf eignem Platz einen wichtigen Punkt.
Foto: per

Neitersen ging engagiert zu Werke, trat keineswegs so auf, wie man es von einem verunsicherten Vorletzten erwarten kann. Die Gastgeber nahmen von der ersten Minute an die Zweikämpfe an und machten der TuS klar, dass es auf der "Emma" keine Geschenke geben sollte. Und nicht nur optisch war die Vorstellung der Anfangsphase gefällig. In der siebten Minute spielte Innenverteidiger Günter Gerhardt einen langen Ball auf den nach seiner Verletzung ins Team zurückgekehrte Maxim Hermann, der per Kopf in die Gefahrenzone weiterleitete. Dort stand Florian Tilhard und bewies seinen Torriecher – obschon er lange nicht in der Startformation gestanden hatte. Aus acht Metern ließ er, ebenfalls per Kopf, Rot-Weiß-Schlussmann Jost Henning Becker keine Chance.

Die Koblenzer benötigten eine ganze Zeit, um sich zu berappeln. Mehr als eine Viertelstunde war gespielt, ehe Neitersens Keeper Jan Humberg zum ersten Mal eingreifen musste. Dafür war er gleich richtig gefordert. Routinier Nenad Lazarevic zirkelte einen Freistoß von der Mittellinie passgenau auf Cihan Akkaya, der zum wuchtigen Kopfball ansetzte. Humberg reagierte glänzend, tauchte ab und fischte den Ball überragend aus der Ecke (18.).

Wer dachte, diese vielversprechende Aktion sei für die Rot-Weißen ein Weckruf, sah sich getäuscht. Gegen die engagierten Gastgeber taten sich die Koblenzer weiter schwer. Es war zwar kaum zu übersehen, dass sie über die bessere Spielanlage verfügen, auf dem für sie ungewohnten Hartplatz kamen die TuS-Spieler aber bis zur Pause nicht richtig zur Geltung. In den letzten zehn Minuten in Durchgang eins gelang es den Gästen immerhin, das Geschehen etwas mehr in die gegnerische Hälfte zu verlagern. Mehr als ein paar Standardsituationen und ein Drehschuss von Sanel Rahic, den Humberg parierte (40.), sprang aber nicht heraus. Auf der Gegenseite spielte Tobias Sander nach energischer Balleroberung Mario Marth frei, der den Ball allerdings freistehend am Elfmeterpunkt verstolperte, statt den zweiten Treffer nachzulegen.

Nach der Pause, in der Patrick Wagner-Galda seinen Mannen die passenden Worte gesagt haben dürfte, übernahm Koblenz mehr und mehr das Kommando. Überlegen führten die Gäste nun Regie, gestatten Neitersen kaum Entlastungsangriffe. Das Problem für Rot-Weiß: Chancen blieben gegen die mit Mann und Maus verteidigende Gerhardt-Elf Mangelware. Bezeichnend: Nachdem Anton Grasmik nach einer Stunde gefährlich in den Strafraum eingedrungen war, schloss er zu unpräzise ab und verfehlte das Tor knapp.

In der 75. Minute zog Grasmik erneut von links vor das Tor und schloss gefährlich ab. Humberg im Tor der Neiterser kam gerade noch so an den Ball, konnte diesen aber nicht kontrollieren. Der wuchtige Jan Hawel ließ sich diese Gelegenheit nicht entgehen und schob aus kurzer Distanz ein. "Wir hatten erwartet, dass es eine schwere Aufgabe wird, da Neitersen mit dem Rücken zur Wand steht", sagte TuS-Coach Wagner-Galda. "Doch dieser Beginn mit dem frühen Rückstand war natürlich denkbar schlecht. Wir hatten insgesamt enorme Schwierigkeiten, auf diesem Boden unser Spiel aufzuziehen." Désirée Birk/ros

Regionalsport - Klasse 2 - Verbandsliga SW-Rheinlandliga
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