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Schuster rettet SG Meisenheim einen Zähler

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Sauberes Tackling: FCV-Außenverteidiger Konrad Maxeiner (orangefarbenes Trikot) grätscht Meisenheims Florian Unckrich das Spielgerät vom Fuß. Unckrich machte auf der Außenbahn ein starkes Spiel.
Foto: Michael Ottenbreit
Sauberes Tackling: FCV-Außenverteidiger Konrad Maxeiner (orangefarbenes Trikot) grätscht Meisenheims Florian Unckrich das Spielgerät vom Fuß. Unckrich machte auf der Außenbahn ein starkes Spiel.
Foto: Michael Ottenbreit

Auf den Ausgleich hatten die Meisenheimer 20 Minuten lang hingearbeitet. Die beiden FCV-Offensivkräfte Simon Schmidt und Mike Marcaccini hatten nach 67 und 71 Minuten die Gelb-Rote Karte gesehen. Schmidts Platzverweis ärgerte Kilp besonders. "Er wurde vorher gehalten und beharkt. Dann kreuzt ein Gegenspieler seinen Laufweg", erklärte er. "Klar teilt Simon auch aus. Aber er wird auch hart gedeckt. Ich wünsche mir manchmal, dass die Schiedsrichter auch gegenüber den Abwehrspielern so konsequent wären." In doppelter Unterzahl versuchte Kilps Mannschaft selbstredend, die Führung zu verteidigen. Die Gäste machten es ihnen vergleichsweise leicht. "Wir haben viel Laufarbeit betrieben", sagte Dilfer. "Dabei war der Plan, über die Außen zu spielen und dann in den Strafraum zu flanken." Stattdessen griffen die jungen Meisenheimer in der Hektik häufig aufs historische Gerät zurück – lange Bälle aus dem Mittelfeld. "Da müssen wir lernen, konsequenter und cleverer zu sein", sagte Dilfer. Trotzdem sprangen noch zwei Großchancen für Schuster heraus. "Wir müssen auch sehen, dass wir beinahe mit leeren Händen dagestanden hätten", erklärte Dilfer.

Das lag auch an der schlechten Chancenverwertung in Durchgang eins. Alexander Tiedtke hatte allein zweimal die Chance, noch vor dem Gang in die Kabine auszugleichen. Doch er scheiterte sowohl mit einem Kopfball (21.) als auch im Eins-gegen-Eins an FCV-Keeper André Georg (43.). Doch auch die Merxheimer ließen die Chance zur Entscheidung liegen. Ein Missverständnis zwischen Trainer Kilp und Marcaccini sorgte für Lacher am Spielfeldrand. Kilp lief alleine aufs Tor zu. "Spiel quer!", glaubte er zu hören. "Mach's alleine!", hatte Marcaccini gerufen. Kilp passte ins Leere. "Peinlich. Das muss das 3:1 sein", gestand er.

Wie man effizient abschließt, zeigten beide Teams in den ersten 20 Minuten. Zunächst hatte Simon Schmidt einem Verteidiger den Ball abgeluchst und versenkte ihn (5.). Umgehend fiel der Ausgleich. Felix Frantzmann stahl sich nach einem Freistoß davon und nickte ein (13.). "Da haben sie uns die eigene Medizin zu schmecken gegeben", spielte Kilp auf die Stärke seiner Mannschaft bei offensiven Standardsituationen an. Doch die Gastgeber schlugen diesmal aus dem Spiel heraus zurück. Marcaccini stieß in eine Schnittstelle und flankte auf Tobias Demand. Der Winterzugang schloss mit dem Kopf und mit Köpfchen ab: Er guckte Torhüter Marco Wietrzychowski aus und wuchtete den Ball gegen dessen Laufrichtung zum 2:1 ins Netz (20.). Carsten Zillmann

Regionalsport Süd - Klasse 1 - Landesliga
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