40.000
  • Startseite
  • » Landesliga
  • » Merxheimer Vorsitzender Grub weilte beim Amateurkongress
  • Aus unserem Archiv

    Merxheimer Vorsitzender Grub weilte beim Amateurkongress

    Kein Teaser vorhanden

    "Es hat sich in Kassel alles darum gedreht, was wir tun können, um unsere gemeinsamen Ziele zu erreichen: weiterhin flächendeckend die Sportart Fußball anbieten zu können", erzählt Grub. In angenehmer Atmosphäre und in zahlreichen Vorträgen und Workshops wurden den Funktionären einige Lösungsansätze an die Hand gegeben. "In erster Linie geht es darum, die Ehrenamtlichen zu fördern", hat Grub mit nach Hause genommen. Wobei er den einen oder anderen Ansatz durchaus hinterfragt: "Eine Professorin hat das Ehrenamt auf Zeit vorgeschlagen. Wir verpflichten also einen Ehrenamtler nicht mehr für eine Amtsperiode sondern für ein Projekt. Statt zwei Jahre Vereinsarbeit also beispielsweise nur für die Organisation eines Jubiläums-Events. Aber das bringt mich als Vorsitzenden nicht wirklich weiter, wenn ein guter Typ danach dem Verein wieder verloren geht."

    Auch die Ganztagsschule bereitet Grub Sorgen. In Kassel wurde ein Modell aus Mainz-Mombach vorgestellt, wo der Schullehrer auch zugleich Vereinstrainer ist und somit die Kinder einen Ansprechpartner haben. "Gut, aber Merxheim ist kein Schulstandort. Das ist Bad Sobernheim, dort gibt es aber keinen Verein mehr", grübelt Grub. Auch eine Fusion mit dem TV Merxheim wie in Monzingen zum TuS ist für ihn kein Thema. Fragen über Fragen also, über die sich Grub, der vom Kreisvorstand zum Ehrenamtler des Jahres ernannt wurde, seine Gedanken macht.

    In Kassel wurden auch Funktionärs-Vorbilder vorgestellt, beispielsweise Daniela Lahm, die Mutter von Nationalmannschafts-Kapitän Philipp Lahm, die in einem Amateurverein, dem FT Gern, den Jugendbereich managt. Auch die persönlichen Kontakte kamen nicht zu kurz. Grub erzählt: "Bei mir am Tisch saß eine Frau aus den neuen Bundesländern, die Mitinhaberin eines mittelständischen Unternehmens ist, drei Kinder hat, Vorsitzende ihres Vereins ist und Jugendarbeit macht. Bemerkenswert."

    Ein Punkt hat sich beim Merxheimer Vorsitzenden besonders eingebrannt: "Das Generationenproblem. Die Jungen müssen ran. Wenn man auf die 70 zugeht, muss Schluss sein. Das scheint mir leichter zu fallen als anderen. Der Begriff des ehrenvollen Abgangs wurde in Kassel geprägt." Seine Erkenntnisse des Amateurfußballkongresses hat Grub gestern Abend seinen Vorstandskollegen in Merxheim nahe gebracht. Zudem soll es eine Nachbearbeitung mit allen Teilnehmern des Südwestdeutschen Fußballverbands in Edenkoben geben. Olaf Paare

    Regionalsport Süd - Klasse 1 - Landesliga
    Meistgelesene Artikel