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    Galle mit kurioser Stafette

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    Etwas angefressen schaute er drein, Krzysztof Maslanka, der Trainer des SC Idar II: "Wir hatten heute unheimliche Personalprobleme. Viele A-Jugendspieler mussten heute morgen schon ran." Tatsächlich hatte die Startaufstellung der Hausherren etwas Kurioses. Carsten Schneider, der seinen Stammplatz eher auf der Tribüne sieht, musste zum zweiten Mal in dieser Saison einspringen. Zum zweiten Mal hieß der Gegner Eintracht Bad Kreuznach. Auch Andreas Forster fand sich in der Anfangself wieder. Allerdings nicht auf seiner gewohnten Position im Tor, sondern als zweite Spitze neben Georgios Litras.

    Und so begann das Spiel auch erst einmal unspektakulär. Viele Möglichkeiten erspielten sich beide Mannschaften in der Anfangsphase nicht. Nach zehn Minuten ergab sich die gefährlichste Chance für den SC. Michael Fritsch nutzte eine Kopfballabwehr des Kreuznachers Niklas Klippel und zog aus 20 Metern ab. Eintracht-Keeper Pascal Eder, der streckenweise nervös wirkte, konnte den Ball nur abklatschen. Pedro Borges klärte zur Ecke.

    Wer glaubte, die Gäste würden sich in der Abwehr verkriechen und versuchen, das Ergebnis im erträglichen Rahmen zu halten, der irrte. Bad Kreuznach kam zwar meist nur nach individuellen Fehlern des SC in Strafraumnähe, wurde dann aber richtig gefährlich. So in der 12. Minute, als Serkan Sayim einen Freistoß in Richtung Christian Mayer hämmerte. Der Torwart lenkte die Kugel noch mit den Fingerspitzen über die Latte.

    Florian Galle sorgte dann in der 32. Minute mit einer Kopfballstafette mit sich selbst für die SC-Führung. Alexander Davidenko lupfte das Leder in den Strafraum der SGE. Galle startete im richtigen Moment und köpfte aus sieben Metern an die Latte. Von dort sprang der Ball zurück zu Galle, der ihn wiederum mit dem Kopf in Richtung Eder beförderte. Der Schlussmann faustete die Kugel nach oben weg. Galle setzte nach und drückte das Spielgerät in die Maschen. Natürlich mit dem Kopf.

    Nach der Pause machte der SC weiterhin Druck. Allerdings kam die Eintracht immer besser ins Spiel. Besonders Armando Grau sorgte für Unruhe in der Idarer Defensive. Nach dem 2:0 in der 78. Minute schien das Spiel dann entschieden zu sein. Eder ließ einen Freistoß von Fritsch nur nach vorne abprallen, Litras schaltete am schnellsten und staubte ab. Danach vergab der SC zwei weitere Chancen und wurde in der 84. und 90. Minute durch Armando Grau und Daniel Gilles mit dem Ausgleich bestraft. "Wir hatten das Spiel im Kopf schon gewonnen und den Sack nicht zu gemacht", ärgerte sich Maslanka fürchterlich über die verschenkten Zähler.

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