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VfL Bad Kreuznach setzt Trainingsinhalte im Halbfinale nicht um

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Großes Gedränge unter dem Korb: Die VfL-Spieler (von rechts) Christoph Flachs, Jure Puljas sowie Heiner Thauern und zwei Akteure des BBC Horchheim versuchen, den Ball unter Kontrolle zu bekommen. 
Foto: Klaus Castor
Großes Gedränge unter dem Korb: Die VfL-Spieler (von rechts) Christoph Flachs, Jure Puljas sowie Heiner Thauern und zwei Akteure des BBC Horchheim versuchen, den Ball unter Kontrolle zu bekommen.
Foto: Klaus Castor

Warum er das zweite "Technische" kassiert hatte, vermochte der Trainer nicht zu sagen. Doch Hauptsache, die Luchse hatten die knappe Partie zu ihren Gunsten entschieden. Dabei hatte es zunächst so ausgesehen, als hätte der VfL keine Mühe mit dem TV Bad Bergzabern. Mit 25:15 gewann der Regionalligist das erste Viertel. In den zweiten zehn Minuten drehte der frisch gekürte Landesliga-Meister aus der Pfalz auf und sicherte sich den Durchgang mit 21:15. "Vielleicht war ich mit schuld daran, weil ich munter durchgewechselt habe", sagte Breckheimer. Doch die Bad Bergzaberner, die vor der Saison aus der 2. Regio zurückgezogen hatten, verfügten auch über starke Spieler, allen voran exzellente Center. Nach dem Seitenwechsel holte der TV den Vier-Punkte-Rückstand, mit dem er in die Pause gegangen war, auf. Es entwickelte sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen, bei dem der TV am Ende des dritten Viertels knapp mit 60:57 vorne lag.

In der 36. Minute gelang den Luchsen, bei denen der gerade aus dem Urlaub zurückgekehrte Jerome Gahr anstelle von Clemens Merk mitmischte, der 36:36-Ausgleich. Die von Kotrainer Tim Seimet angeordnete Pressverteidigung erwies sich als äußerst wirkungsvoll. "Bad Bergzabern war im Aufbau schwach besetzt und hatte Probleme, den Ball nach vorne zu bekommen", erklärte Breckheimer. Kaum machte der VfL weniger Druck, schon gewann der TV wieder die Oberhand (86:84). Doch die Luchse behielten die Nerven und besiegelten Platz drei mit vier Punkten Vorsprung.

Weniger konsequent waren sie tags zuvor im Semifinale aufgetreten. Gegen Ligakonkurrent und den späteren Pokalsieger BBC Horchheim mussten sie sich mit 66:75 geschlagen geben, zeigten dabei im ersten Viertel eine katastrophale Leistung. Nach 2.45 Minuten und bei 2:10-Rückstand hatte Breckheimer genug gesehen und nahm die erste Auszeit. Ohne Plan rannte der VfL gegen die Ganzfeld-Presse der Koblenzer an und zog dabei ein ums andere Mal den Kürzeren, während die BBCler Punkt für Punkt einsackten. "Ich bin maßlos enttäuscht", gab der VfL-Coach nach der Partie zu Protokoll und ergänzte: "Wir haben das Verhalten gegen eine Presse hoch und runter geübt, das dann aber kein einziges Mal gespielt." Nach sieben Minuten gelang es den Luchsen erstmals, die Pressverteidigung zu knacken. Bis zum Viertelende agierten sie etwas engagierter, doch die Hypothek des 10:22- Rückstands wog schwer.

Die Bad Kreuznacher hatten nicht nur Probleme beim Abschluss. In der Defensive ließen sie die Horchheimer in der ersten Hälfte oft ungehindert durchmarschieren, waren auch bei Rebounds zu selten auf der Höhe. Chris Bua, der noch nicht fit war und nur zur moralischen Unterstützung mit nach Ingelheim gekommen war, wurde schmerzlich vermisst. Und Heiner Thauern war anzumerken, dass er zweieinhalb Wochen lang nicht trainiert hatte. "Gerade wenn Chris nicht da ist, muss man strukturiert spielen und kann nicht mit dem Kopf durch die Wand", bemängelte Breckheimer.

Nach der Pause lief es deutlich besser bei den Bad Kreuznachern. Angeführt von Jure Puljas, der sechs Punkte in Serie machte, starteten sie ihre Aufholjagd. Bis auf sieben Punkte (48:55) kamen sie heran und gewannen den dritten Durchgang verdient mit 22:15. Die letzten zehn Minuten gestalteten die Luchse ausgeglichen, doch in Gefahr konnten sie die Horchheimer nicht mehr bringen.

VfL Bad Kreuznach: Puljas (18 im Spiel gegen Horchheim), Flachs (12), S. Beck (11), Ferri (10), Thauern (6), Merk (4), Pieciak (3), M. Beck (2), Seimet, Linzmaier, Gahr.

Von unserer Mitarbeiterin

Tina Paare

Regionalsport Süd - Klasse 10 - Sonstiger Sport
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