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Melanie Opp holt im Stabhochsprung Bronzemedaille

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Freut sich im Deutschland-Shirt über Bronze: Melanie Opp.
Freut sich im Deutschland-Shirt über Bronze: Melanie Opp.
Foto: privat

Ihre beste Platzierung erreichte die W35-Starterin im Stabhochsprung. Mit übersprungenen zwei Metern durfte sie sich über Bronze freuen. "Diese für mich noch neue Disziplin kostete viel mentale Kraft", erzählte Melanie Opp. Sie überquerte ihre Einstiegshöhe von 1,80 Metern und 2,00 Meter. "Damit bin ich unter meinen Möglichkeiten geblieben, aber ich hatte gültige Versuche und wurde in der Ergebnisliste geführt. Das gelang mir im August bei der zurückliegenden EM nicht", sagte die Bad Kreuznacherin. Bei der Vergabe der Medaillen profitierte sie davon, dass zwei der fünf gemeldeten Athletinnen ausgefallen waren.

Mit ihren Leistungen im Weitsprung (4,46 Meter) und über 60 Meter Hürden (11,37 Sekunden) zeigte sich die MTV-Starterin zufrieden. Im Hürdensprint kam sie auf Rang neun, lag nur 0,01 Sekunden hinter einer Spanierin. Im Weitsprung verpasste sie als Neunte das Finale und musste Diana Tomulets vom TV Bad Sobernheim den Vortritt lassen, die im Vorkampf auf 4,69 Meter gekommen war. Im Endkampf konnte sich die Rüdesheimerin um einen Zentimeter auf 4,70 Meter verbessern und erreichte im Endklassement Platz acht. Bemerkenswert war ihre Serie, alle sechs Sprünge lagen innerhalb von 16 Zentimetern.

Gemeinsam traten die Nahe-Leichtathletinnen in der 4x200-Meter-Staffel an. Das Quartett komplettierten Christina Bösch von der LG Paderborn und Saida Barthels von der LG Berlin. Mit 1:58,10 Minuten landete das schwarz-rot-goldene Team hinter Großbritannien, Spanien und Lettland auf dem undankbaren vierten Platz.

Diana Tomulets versuchte sich neben dem Weitsprung auch im Dreisprung. Unter den sieben W35-Starterinnen belegte sie Platz fünf. Erneut gelang ihr eine konstante Serie mit sechs Sprüngen zwischen 9,98 und 10,40 Metern. Die Bronzemedaille war jedoch außer Reichweite. Die Spanierin Ainhoa Insunza landete als Dritte bei 11,41 Metern. Siegerin Tatiana Borisova aus Russland stellte mit 12,57 Metern sogar einen Rekord für Hallen-Europameisterschaften auf.

Zurück zu Melanie Opp, die am Abschlusstag noch im Fünfkampf an den Start ging. Ihre 11,64 Sekunden über 60 Meter Hürden wertete sie als mittelmäßig. Durch fehlendes Training blieb es im Hochsprung bei 1,33 Metern. Die 8,59 Meter im Kugelstoßen ärgerten sie aber: "Indiskutabel." Nachdem sie im Weitsprung noch bei den ersten beiden Versuchen übergetreten war und im dritten Versuch lediglich 4,32 Meter "heraussprangen", beschloss sie, den abschließenden 800-Meter-Lauf nicht voll durchzuziehen. "Das war aber ein Fehler, wie ich später feststellen musste", sagte sie. Nach den 3:16,49 Minuten wurde sie zu ihrer eigenen Überraschung mit 2129 Punkten auf Platz vier gelistet, Rang drei war lediglich 150 Punkte entfernt. olp

Regionalsport Süd - Klasse 10 - Sonstiger Sport