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Werscheck reist ohne Illusionen nach Freiburg

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Für Sven Dick (links im Angriff) und seine Kollegen steht am Wochenende ein weiteres schweres Spiel auf dem Programm. Mendig muss beim Zweitliga-Topteam Freiburg antreten.
Foto: Andreas Walz
Für Sven Dick (links im Angriff) und seine Kollegen steht am Wochenende ein weiteres schweres Spiel auf dem Programm. Mendig muss beim Zweitliga-Topteam Freiburg antreten.
Foto: Andreas Walz

"Wir wollen auch gegen die Topteams den einen oder anderen Sieg", sagt Eintracht-Trainer Bernd Werscheck seit Wochen. Bisher hat es aber nicht geklappt, nach dem kampflosen 0:3 in Friedrichshafen war gegen TuS Durmersheim (2:3), beim VC Dresden (0:3) und eben gegen Delitzsch nichts zu holen. In die Kategorie Überraschungssieg würde ganz gewiss ein Erfolg beim FT 1844 Freiburg fallen, in der Burdahalle bestreitet der VCM am Samstag (ab 20 Uhr) sein 20. Saisonspiel. Das Team von Spielertrainer Wolfgang Beck gehört neben Delitzsch und Durmersheim zu den Mannschaften, die Spitzenreiter Dresden hartnäckig auf den Fersen bleiben.

"Freiburg hat eine homogene Truppe und ist auf jeder Position mindestens doppelt besetzt", sagt Werscheck. Dies bekamen er und seine Schützlinge im Hinspiel zu spüren, das mit 3:0 klar an die südbadischen Gäste ging. "Von allen unseren Gegnern haben die Freiburger den besten Eindruck hinterlassen", meint der VC-Coach.

Hauptgrund dafür ist eine beeindruckende Tiefe im Kader. Dadurch können Ausfälle wie am vergangenen Wochenende, als neben Beck noch Mittelblocker Eric Dufour-Feronce und die beiden Diagonalangreifer Andreas Prein und Julian Kalfass verletzungsbedingt fehlten, fast problemlos kompensiert werden. Beim heimstarken Aufsteiger VSG Coburg/Grub gewannen die Breisgauer unter Anleitung von FT-Oberligatrainer Florian Schneider souverän mit 3:1 – wie immer angetrieben von Bernhard Steiert. Der Zuspieler ist auf seiner Position einer der besten der Liga und war in Mendig mit variablem Passspiel und starkem Service der beste Spieler auf dem Feld. "Mal sehen, ob wir seine Ideen diesmal besser durchschauen", so Bernd Werscheck.

Für den VC-Trainer wäre schon "jeder Satzgewinn ein Erfolg". Denn nach wie vor gilt, dass der aktuelle Meister seine Form sucht, vor allem im athletischen Bereich. "Das Freiburg-Spiel ist eine Zwischenstation, um in Topform zu kommen", sagt Werscheck, der im Übungsbetrieb wieder mehr Möglichkeiten hat und die zweiwöchige Spielpause nach dem Duell mit Freiburg dazu nutzen will, "um Athletik aufzutrainieren."

Für seine Schützlinge sei es jetzt wichtig, "dass wir den Reset-Knopf drücken", physisch wie mental. Gegen FT 1844 empfiehlt er ihnen, "volles Risiko" zu spielen, "wir haben ja nichts zu verlieren." Was nicht ganz stimmt, auf dem Prüfstand ist der Vier-Punkte-Vorsprung auf die Abstiegsplätze. Diesbezüglich macht sich VCM-Führungsspieler Sven Dick aber "überhaupt keine Sorgen, denn ich weiß, was wir können – und das werden wir auch wieder zeigen."

Verzichten muss Werscheck nur auf die Mittelblocker Philipp Alsdorf (Reha) und Manuel Handels, der nach seinem Comeback gegen Delitzsch diesmal wegen einer Studienfortbildung fehlt.

Von unseren Mitarbeiter

Christian Müller

Regionalsport Mitte - Klasse 8 - volleyball
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