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    Feldkirchens Volleyballer sind vorzeitig Oberligameister

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    Sie haben den Wiederaufstieg in die Regionalliga Südwest für den TV Feldkirchen vorzeitig perfekt gemacht, hinten von links: Francis Tonleu, Christoph Jäger, Peter Wagler, Christoph Sallie, Spielertrainer Tim Brandt, Hendrik Wingerath, Co-Trainer und Abteilungsleiter Manfred Jäger. Vorne von links: Stefan Krause, Stefan Winnen, Jan Rütz und Michael Storm. Auf dem Foto fehlen: Andreas Kurz und Felix Schaab.
Foto:  Jörg Niebergall
    Sie haben den Wiederaufstieg in die Regionalliga Südwest für den TV Feldkirchen vorzeitig perfekt gemacht, hinten von links: Francis Tonleu, Christoph Jäger, Peter Wagler, Christoph Sallie, Spielertrainer Tim Brandt, Hendrik Wingerath, Co-Trainer und Abteilungsleiter Manfred Jäger. Vorne von links: Stefan Krause, Stefan Winnen, Jan Rütz und Michael Storm. Auf dem Foto fehlen: Andreas Kurz und Felix Schaab.
    Foto: Jörg Niebergall

    Erst mal für Stimmung sorgen. Gewissenhaft hatten sich die Gastgeber auf dieses Spiel im Vorfeld eingestimmt. Mannschaftsvorstellungen, Powermusik und ihr Schlachtruf "Uchakalaka" sollten die etwa 100 Fans in die entsprechende Laune bringen. Die nahmen das Feuerwerk im ersten Satz auch dankbar an, sodass ihr "Vortrommler" auf der Tribüne seine Einlagen kaum unterbrechen musste. Mit druckvollen Angaben brachte der TVF die Gästeannahme immer wieder in Schwierigkeiten. Walpershofen kam dadurch zu keinem vernünftigen Spielaufbau. Bei Feldkirchen klappte dagegen zunächst fast alles. Die hoch und präzise gestellten Bälle verwerteten die Angriffsriesen Christoph Sallie, Peter Wagler und Stefan Winnen knallhart. "Der erste Satz war ein Selbstläufer", meinte Tim Brandt später.

    Doch die Gäste wollten sich nicht verprügeln lassen und zeigten fortan, warum sie im Laufe der Saison zu einem der wenigen ernsthaften Gegner für den ungeschlagenen Spitzenreiter Feldkirchen wurden. Angetrieben von Arndt Benoit und Andreas Valerius zogen die Saarländer sehenswertes Volleyball auf und bestraften den TVF für dessen allzu lockeres Verhalten. Als die Gastgeber zwischenzeitlich sogar mit Tanzeinlagen unter dem Netz gute Laune verbreiteten, wurde Brandt doch nervös: "Für die Party war es viel zu früh. Ich kriege das aus den Jungs einfach nicht raus. Ich musste reagieren."

    Die Einwechslung des noch nicht ganz von einer Erkältung genesenen Francis Tonleu brachte aber nichts. Deutlich ging der zweite Satz an die Gäste. Die motivierten sich auch im dritten Durchang prima. Die anfängliche Führung des TVF steckte Walpershofen schnell weg und blies nach einer vermeintlichen Fehlentscheidung der Schiedsrichter gegen den TVW zur erneuten Aufholjagd. Jetzt hatte Brandt die Nase voll. "Dass wir den dritten Satz auch abhaken konnten, war mir schnell klar. Also musste ich mein Team mindestens wieder auf Konzentrationskurs für den nächsten Satz bringen", sagte er und wechselte sich – obwohl am Knie lädiert – selbst ein.

    Im vierten Durchgang sahen die Zuschauer ein echtes Spitzenspiel: Sichere Angaben, beste Annahmen, starke Blockarbeit und variable Angriffsaktionen auf beiden Seiten ließen die Stimmung in der Halle auf einen hohen Pegel ansteigen. Der Satzausgleich mit 25:18 war allerdings nicht so klar, wie es die nackten Zahlen vermuten lassen. Jeder Ballwechsel blieb umkämpft und spannend.

    Im Tiebreak führte Feldkirchen von Beginn an und ließ die Gäste nie näher als auf drei Punkte herankommen. Brandt holte den Matchball für sein Team heraus. Und um 20.37 Uhr feuerte der Kameruner Tonleu den Ball ins gegnerische Feld: Der TV Feldkirchen ist zurück in der Regionalliga Südwest. Es folgte grenzenloser Jubel beim neuen Meister.

    Zurück blieben nicht enttäuschte Gäste. Ruben Berberich, der seinen auf der Anfahrt mit einer Autopanne liegen gebliebenen Trainer Werner Schmidt vertrat, gratulierte dem Gegner fair: "Feldkirchen ist das beste Team der Liga. Für uns war heute vielleicht sogar mehr drin, und ich bin mit einigen Entscheidungen der Schiedsrichter nicht einverstanden. Wir haben als Aufsteiger alles erreicht."

    Tim Brandt lobte und kritisierte seine – nicht immer einfache Mannschaft – in einem Atemzug: "Mein unbedingter Siegeswille bringt die Jungs oft genug auf den konzentrierten Weg zurück. Sie ziehen dann einfach mit und alles wird gut. Nun können sie die verdiente Party anstimmen."

    Während sich der TVF-Abteilungsleiter Manfred Jäger auf die Frage nach Verstärkungen für die neuen Aufgaben noch bedeckt hielt, deutete Brandt Absichten an, will aber noch keine Namen nennen: "Wichtig ist, dass alle Jungs an Bord bleiben und zugesagt haben. Aussichtsreiche Gespräche, besonders für die Abwehr, lassen uns positiv in die neue Saison schauen."

    TV Feldkirchen: Brandt, Sallie, Winnen, Wagler, Storm, Tonleu, Rütz, Krause, Wingerath, Jäger.

    TV Walpershofen: Sebastian, Klein, Pohl, Benoit, Valerius, Müller, Stürmer, Siegwart, Bauer, Berberich, Rietscher, Michels.

    Schiedsrichter: Dieter Wortig (Neuwied) und Lutz Kasper (Mendig). Zuschauer: 100.

    Von unserem Mitarbeiter

    Jörg Linnig

    Regionalsport Mitte - Klasse 8 - volleyball
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