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    Der TV Feldkirchen verliert und bleibt trotzdem Oberligist

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    Foto: Jörg Niebergall

    Angefeuert von 40 Zuschauern, unter ihnen die komplette erste Frauenmannschaft des TVF, die ihren Meisterschaftssekt dabei hatte, legten die Gastgeber in der Sporthalle des Rhein-Wied-Gymnasiums in Neuwied los, als wären sie der Aspirant auf den Titel. "Wir hatten unseren Fans ein Feuerwerk versprochen und das haben wir mit sehr viel Spaß gehalten", war Storm nach Ende der Begegnung auf seine Mannschaft stolz. Auch der Coach der Saarländer, Gerd Rauch, zollte Anerkennung: "Feldkirchen war zu Beginn wirklich richtig stark. Das hat meine junge Truppe sichtlich nervös gemacht."

    Bis in den zweiten Satz hinein zeigte der TVF eine Leistung, wie in der gesamten Serie noch nicht. Der heftig umkämpfte erste Satz, in dem sich kein Team deutlich absetzen konnte, hatte in Stefan Winnen einen Überflieger. Ihm gelangen die spektakulärsten Aktionen, egal ob er den Ball mit voller Wucht übers Netz donnerte, ihn schon fast zärtlich ins gegnerische Feld zauberte oder im Block den Angriffsversuchen der Gäste die Gefährlichkeit nahm. Winnen gelang fast alles. Da konnte der Rest der Mannschaft nicht zurückstehen. TVF-Kapitän Peter Wagler trug mit einigen "Monster"-Aufschlägen ebenso zum 25:22 im ersten Satz bei, wie seine Kollegen Matthias Kohl, Christoph Sallie, Tim Brandt, Andreas Kurz, Dominic Rünz und die sporadisch eingesetzten Francis Tonleu, Christoph Jäger und Henrik Wingerath. Scherzhaft kommentierte ein Zuschauer diesen bärenstarken Auftritt des TVF: "Da kämpft ja heute jeder um seinen Stammplatz."

    Dieses Niveau konnten die Neuwieder bis zum 10:4 im zweiten Satz halten. Dann reagierte der Bliesener Trainer, nahm eine Auszeit und fortan war vieles anders. "Ich habe die Rotation verändert und das passte", kommentierte Rauch den Umschwung. Nun gab es für seine Spieler kein Halten mehr. Sie bestätigten mit Spielzügen aus dem Lehrbuch, brillant von Sandy Schuhmacher gestellt und meistens über den besten Akteur des Tages, Dimitri Friedrich, vollendet, ihre Favoritenstellung eindrucksvoll.

    Da konnte das Storm-Team im vierten Satz lediglich noch einmal Partystimmung verbreiten, aber irgendwie war dann nach einem 8:2 Vorsprung die Luft raus. "Wir haben unser Minimalziel erreicht und phasenweise wirklich klasse gespielt", kommentierte Storm noch einmal das Spiel und kündigte für die nächsten Tage erste Sondierungsgespräche für die neue Saison an. Die hat der saarländische "Chef" bereits fest im Auge: "Meine junge Mannschaft kann, wenn sie zusammen bleibt, noch viel erreichen." Jörg Linnig

    Regionalsport Mitte - Klasse 8 - volleyball
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