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Weibern verliert auch das zweite Spitzenspiel in Folge

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Den Weiberner (links Nadja Zimmermann) Angriff auf den Tabellenführer hat der rigoros abgeblockt: Der TuS Metzingen (rechts Patricia Stefani) behielt mit 27:24 die Oberhand und bleibt damit zu Hause unbesiegt. 
Foto: Eibner-Pressefoto
Den Weiberner (links Nadja Zimmermann) Angriff auf den Tabellenführer hat der rigoros abgeblockt: Der TuS Metzingen (rechts Patricia Stefani) behielt mit 27:24 die Oberhand und bleibt damit zu Hause unbesiegt.
Foto: Eibner-Pressefoto

Dabei war für die Mannschaft von TuS-Trainerin Ildikó Barna mehr drin. Mehr sogar als beim Heimspiel die Woche zuvor gegen Nellingen. So sah es zumindest Barna: "Metzingen war sicher eher zu packen als Nellingen. Das war heute ein Spiel mit zwei müde wirkenden Mannschaften, die beide nicht richtig frei aufgespielt haben. Wir haben wieder zu viele gute Torchancen vergeben."

In der Tat wirkte nicht nur Weibern verkrampft, was angesichts der Niederlage gegen Nellingen in der Vorwoche verständlich war, sondern auch Metzingen. Den Tabellenführer schien die Möglichkeit, einen vorentscheidenden Schritt in Richtung Meisterschaft zu tätigen, eher zu lähmen als zu beflügeln. Wobei die Metzinger Anspannung sicher auch der Tatsache geschuldet war, dass die Gastgeberinnen verletzungsbedingt auf vier Stammspielerinnen verzichten mussten, sodass Trainerin Edina Rott diesmal wieder als Spielertrainerin fungierte.

Deweil konnte Weibern kein Kapital aus dem ungewohnten Umstand schlagen, 14 Aktive auf dem Spielberichtsbogen stehen zu haben. Die Gäste aus der Eifel blieben in der ausverkauften Öschhalle zwar fast die komplette Spielzeit über dran, konnten aber selbst aus einer zwischenzeitlichen 7:5-Führung nicht jene Sicherheit zurückgewinnen, die ihnen wohl zu Hause gegen Nellingen abhanden gekommen ist.

"Wir haben gekämpft, wir hatten unsere Chancen, aber uns hat einfach die Frische und auch die Abgeklärtheit einer Annamària Ilvès gefehlt," meinte Barna. Ihre Landsfrau, die im Hinspiel in Weibern früh eine Rote Karte für ein böses Foul gesehen hatte, war diesmal Dreh- und Angelpunkt ihrer Mannschaft. Nachdem die TuS-Frauen ab der 45. Minute phasenweise auf vier Tore Rückstand zurückgefallen waren, verstand es Ilvès, den TuS nicht näher als auf zwei Treffer herankommen zu lassen: Im Eins-gegen-Eins-Spiel provozierte sie eine Zeitstrafe, sie holte einen Siebenmeter heraus, oder sie erzielte selbst ein Tor.

In der entscheidenden Phase konnte sich Metzingen zudem auf Patricia Stefanie verlassen. Weiberns Kräfte waren zusehends auch erschöpft. So gelang es Weibern eben nur noch heranzukommen (22:24, 24:26), aber eben nicht mehr gleichzuziehen. Barna: "Wir haben uns die lange Saison über oft mit einem kleinen Kader durchgemogelt und Beachtliches erreicht. Egal, wo wir am Ende landen: Wir können sicher stolz auf unsere Bilanz sein. Aber für die nächste Saison müssen wir uns auf alle Fälle breiter aufstellen. Heute konnte ich zum Beispiel meinen überspielt wirkenden Stammspielerinnen im Rückraum nicht die Pausen geben, die notwendig sind, im in einer engen Schlussphase ein solches Spiel noch einmal umzubiegen." htr

Regionalsport Mitte - Klasse 7 - Handball
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