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HV Vallendar und TV Mülheim legen los

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Auswärts bei der SG Ottersheim geht es für die Oberliga-Handballer des HV Vallendar los.
Auswärts bei der SG Ottersheim geht es für die Oberliga-Handballer des HV Vallendar los.
Foto: xxx

SG Ottersheim -

Die Handballer des TV Mülheim steigen am Sonntag mit einem Heimspiel gegen die HSG Völklingen in die Oberligasaison ein.
Die Handballer des TV Mülheim steigen am Sonntag mit einem Heimspiel gegen die HSG Völklingen in die Oberligasaison ein.
Foto: ttt

HV Vallendar Sa., 20 Uhr

HVV-Trainer Wolfgang Reckenthäler erinnert sich genau daran. Vor einem Jahr startete er mit seinem Team nach dem Abstieg aus der 3. Liga als einer der Favoriten in der Oberliga Rheinland-Pfalz. Und schon am ersten Spieltag bekamen die Vallendarer den ersten Nackenschlag. Ihren Saisonauftakt beim Aufsteiger TV Bodenheim verloren die Spieler vom Mallendarer Berg überraschend mit 25:29. "Das sind so die Spiele, an die man sich ewig erinnert. Die Niederlage damals stößt mir immer noch sauer auf", sagt Reckenthäler. In dieser Saison starten der HVV erneut mit einem Auswärtsspiel, allerdings nicht gegen einen Aufsteiger. "Diesmal wollen wir aber gleich zu Beginn die Punkte holen, um Werbung für unser erstes Heimspiel auf dem Oberwerth zu betreiben", sagt der HVV-Coach und fügt mahnend an: "Aber wie immer vor dem ersten Spiel weiß man nicht so richtig, wo man eigentlich steht."

Die Vorbereitung lief gut, im Pokal ist der HVV nach dem 29:16-Sieg über TuS Daun eine Runde weiter, ein neues Abwehrsystem ist einstudiert und kann nun zum Einsatz kommen. Reckenthäler: "Aktuell können wir noch nicht sagen, wie entscheidend unsere starke 6:0-Deckung in den letzten Jahren war. Aufgrund der Veränderungen im Kader sind wir jetzt in einer anderen Situation und müssen vielleicht eher offensiv agieren, ohne aber den 6:0-Riegel zu vernachlässigen." Ideen, wo er die Stellschrauben für das erste Saisonspiel gegen die SG Ottersheim/Bellheim/Zeiskam ansetzen wird, hat sich Reckenthäler in der Analyse der beiden Aufeinandertreffen aus der vergangenen Saison geholt. Beide Vergleiche gewann Vallendar (34:26 und 29:22), war in der Endabrechnung aber nur fünf Punkte besser als die SG. Das lag mitunter daran, dass die Spielgemeinschaft auf recht überraschende Ergebnisse verweisen konnte. "Die sind aber auch anfällig gegen bestimmte Dinge. Dort werden wir den Hebel ansetzen. Wir wollen der SG unser Spiel aufzuzwingen. Es ist aber das erste Saisonspiel, auch die nehmen sich viel vor", weiß Reckenthäler.

Für den Vergleich, der aufgrund einer anhaltenden Sanierung der eigentlichen Sportstätte der SG auf neutralem Boden in der Offenbacher Queichtalhalle ausgetragen wird, steht dem HVV-Coach fast der komplette Kader zur Verfügung. Eine komfortable Situation, die Reckenthäler nach der teils angespannten Personallage in den vergangenen Jahren sehr zu schätzen weiß. Einzig Neuzugang Jörg Balmert (Bandscheiben-OP) und Mike Schäfer (Fußverletzung) müssen passen. Reckenthäler: "Ich weiß, dass wir sehr gut in der Vorbereitung gearbeitet haben. Jetzt müssen wir sehen, wie unsere junge Mannschaft die ersten Saisonspiele so verträgt."

TV 05 Mülheim -

HSG Völklingen So., 17 Uhr

Ein ganz anderes Bild als in Vallendar bietet sich Hilmar Bjarnason, Trainer der Handballer des TV 05 Mülheim. Mit Christoph Räder, Pröstür Bjarkason, Stefan Nauroth, Timo Hommen, Max Zerwas und Christoph Baldus fehlen Bjarnason gleich sechs Spieler, die zum Stamm gehören. Ungewiss ist auch noch der Einsatz von Philipp Woods, den Leistenprobleme plagen. Die Notlage hat den TV-Coach auch dazu bewogen, diese Woche selbst wieder sportlich aktiv zu werden, um für den Ernstfall im Heimspiel gegen Aufsteiger aus der Saarlandliga, die HSG Völklingen, gerüstet zu sein – mit ihm trainierten am Montag gerade einmal ein ärmliches Häufchen von vier weiteren Feldspielern.

Bjarnason ist also nicht zu Scherzen zumute. Nicht nur, dass die ersten Trainingseinheiten ihre Spuren an seiner körperlichen Verfassung hinterlassen haben, die angespannte Personalsituation bereitet ihm großes Kopfzerbrechen. Da hilft auch nicht der Sieg im Pokalspiel gegen den TV Bad Ems (28:18), um etwas Optimismus auszustrahlen. Bjarnason: "Wir haben eigentlich ein recht gutes Auftaktprogramm gehabt. Ich hoffe, wir überstehen die ersten Wochen der Saison ohne große Schäden."

Die HSG Völklingen ist der erste Kontrahent, mit dem sich die Mülheimer am Sonntag (17 Uhr) messen müssen. Und was den Gastgeber da erwarten könnte, ist Bjarnason selbst noch aus der ersten Oberligasaison recht bewusst. "Wir wissen, wie es als Aufsteiger ist. Du nimmst die ganze Euphorie mit, spielst unbekümmert auf und hast nichts zu verlieren", sagt Bjarnason. Zumal sich der Neuling gut verstärkt hat. Das A und O aus Sicht des TV-Trainers wird es sein, dass die Hintermannschaft ihren Mann steht und effektiv die gegnerischen Offensivbemühungen entschärft, um selbst im Konterspiel erfolgreich zu sein. Im eigenen Angriff wird viel Verantwortung auf Andreas Reick und Julian Vogt liegen, die die Fäden ziehen sollen. Viel mehr Auswahl wird Bjarnason am Sonntag nicht haben, gerade einmal sieben bis acht Spieler dürften einsatzfähig sein.

Von unserem Mitarbeiter

Robert Eifler

Regionalsport Mitte - Klasse 7 - Handball
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