40.000
Aus unserem Archiv

Derby-Erfolge beflügeln TV Mülheim

Kein Teaser vorhanden

Im Derby gegen Vallendar liefen Christoph Räder (am Ball) und der TV Mülheim zur Hochform auf – am Sonntag empfängt Mülheim nun die Reserve der HG Saarlouis.
Foto: Wolfgang Heil
Im Derby gegen Vallendar liefen Christoph Räder (am Ball) und der TV Mülheim zur Hochform auf – am Sonntag empfängt Mülheim nun die Reserve der HG Saarlouis.
Foto: Wolfgang Heil

TV 05 Mülheim -

HG Saarlouis II So., 17 Uhr

Den Auftakt unter den rheinländischen Wettbewerbern in der Liga machen am Sonntag die Handballer des TV 05 Mülheim. Und dort ist die Euphorie nach den beiden erfolgreichen Derby-Auftritten – Mülheim holte gegen Vallendar und Moselweiß drei von vier möglichen Punkten – verständlicherweise hoch. "Ich hoffe, wir haben dadurch auch ein paar Zuschauer mehr wieder in unseren Bann gezogen", so TV-Trainer Hilmar Bjarnason. Euphorie ist angebracht, doch Bjarnason weiß auch, dass sein Team nun den Sprung von Derby-Spektakel hin zur Liganormalität schaffen muss. Da haben die Mülheimer nun die HG Saarlouis II vor der Brust. Ein Gegner, mit dem der Gastgeber noch eine offene Rechnung hat, denn "wir sind im Hinspiel ordentlich baden gegangen", wie sich der TV-Coach erinnert – 33:42 verlor

"Wenn wir uns in dieser Liga behaupten wollen, dann müssen wir unbedingt zu Hause die beiden Punkte holen", sagt der Coach. Auf Augenhöhe sieht er sein Team mit dem unteren Tabellennachbarn HG Saarlouis II, bei dem auch ein ihm gut bekannter Spieler agiert. Gegen Tobias Stemmler hat Bjarnason selbst früher gespielt und weiß deshalb: "Gegen den musst du in der Abwehr deinen Mann stehen, sonst wird es äußerst gefährlich." Bjarnason aber geht mit einem guten Gefühl in die Partie, zumal er aus dem Vollen schöpfen kann. Zusätzlich werden die A-Jugendbundesligaspieler Michel Mantsch und Torhüter Christopher Flöck ins Mülheimer Oberliga-Team berufen. Bjarnason: "Der Klassenverbleib hat oberste Priorität, da vertreten wir alle eine einheitliche Linie. Auch wenn es wie jetzt zu Lasten der A-Jugend geht."

VTZ Saarpfalz –

HV Vallendar So., 18 Uhr

Die Vallendarer bekommen es mit dem wohl schwersten Brocken zu tun. Mit der VTZ Saarpfalz werden die Spieler vom Mallendarer Berg von einem Gegner empfangen, der deutliche Ambitionen für den Aufstieg hegt. Derzeit hinkt Saarpfalz mit drei Punkten der Tabellenspitze hinterher. Einen Ausrutscher, vor allem zu Hause, ist da undenkbar für die VTZ. Neun von zehn Heimspielen gewann das Team bisher, und Reckenthäler fehlt ein wenig der Glaube, dass diese Bilanz am Sonntag etwas verschlechtert werden könnte. Auch wenn sein Team den ersten Vergleich souverän mit 38:30 gewann. Reckenthäler: "Wir haben sie damals auf dem falschen Fuß erwischt. Ich denke, dass die das aber nicht noch einmal mit sich machen lassen. Die werden auf Revanche sinnen."

Bei Vallendar ist mit Stefan Baldus ein Langzeitverletzter gerade zurückgekehrt, wird das Lazarett durch andere wieder aufgefüllt. Diesmal sind es Oliver Lohner (Rippenprellung nach Arbeitsunfall) und Torhüter Alexander Klapthor (Hexenschuss), dessen Einsätze fraglich sind. "Das verschärft unsere Situation erneut. Wir fahren äußerst ersatzgeschwächt dorthin. Da muss schon alles passen, wenn wir ein halbwegs gutes Ergebnis erzielen wollen", so der HVV-Coach. Eine Idee, wie dies zu realisieren wäre, hat Reckenthäler auch schon: "Wir könnten versuchen ein wenig das Tempo zu verschleppen."

TV Offenbach -

TV Moselweiß So., 18 Uhr

Der TV Moselweiß konnte eine Woche vor Karneval dem Aufsteiger Mülheim zumindest einen Punkt im Derby abspenstig machen. Es dürfte die Moral der Mannschaft weiter gesteigert haben, auch wenn Moselweiß nach wie vor auf dem Zitterbalken balanciert. Mit dem 13. Platz ist das Team um Trainer Dieter Backes noch in der Gefahrenzone gefangen. "Wir hoffen, wir können jetzt auswärts gleich nachlegen", träumt Backes davon, sich in der Tabelle weiter nach oben zu arbeiten. Da steht zunächst der Tabellensiebte TV Offenbach im Weg. Dieser hat trotz 70 Treffern weniger auf dem Konto insgesamt acht Punkte mehr vorzuweisen als Moselweiß. Wie dieser Unterschied zu Stande kommt, hat Backes analysiert: "Die kämpfen auch nach Rückständen immer weiter und resignieren nicht. So können die Spiele drehen, die eigentlich schon verloren waren."

Das wünscht sich Backes auch von seinen Spielern. Und sollte sein Team in der Offenbacher Queichtalhalle doch in Führung liegen, dann ist dennoch höchste Vorsicht geboten. "Wir dürfen dann nicht den Fehler machen und denken, das Spiel wäre entschieden", sagt Backes. Ein weiterer Unterschied zeigt sich auf der Seite der Gegentore, denn dort sieht es beim Gastgeber bedeutend besser aus. Das liegt vorwiegend an dem offensiven 3-2-1-Abwehrkonzept, das manches Team vor schwere Aufgaben stellt. Die wenigen Schwachstellen dieser Defensivformation gilt es für die Moselweißer auszunutzen. Wie das geht, haben sie schließlich schon im Hinspiel bewiesen. Damals kehrte Offenbach mit einer 32:36-Niederlage wieder zurück in die Heimat. Backes erinnert sich: "Das Spiel war lange Zeit offen. Da hat sich erst spät in der zweiten Halbzeit herauskristallisiert, wer gewinnen wird."

Im Rückspiel müssen die Moselweißer wohl auf Arthur Glaubez verzichten, den eine Entzündung am Meniskus plagt. Torsten Lemke, der im Derby gegen Mülheim den Feuerwehrmann spielte, wird für die Partie in Offenbach aber nicht noch einmal ins Team nominiert.

Von unserem Mitarbeiter

Robert Eifler

Regionalsport Mitte - Klasse 7 - Handball
Meistgelesene Artikel