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    Westerwaldkreis

    Winter: Wo wird es für Autofahrer gefährlich?

    Die kalte Jahreszeit hat den Westerwald fest im Griff - frühmorgens und in den Abendstunden ist es frostig und stellenweise glatt. Welche Tipps der Exxperte gibt und welche Strecken die Polizei als besonders gefährlich ansieht.

    Mitarbeiter der Straßenmeisterei Hachenburg haben an der B 414 bei Hof zum Schutz vor gefährlichen Schneeverwehungen jetzt Fangzäune aufgestellt.⋌Foto: Röder-Moldenhauer
    Mitarbeiter der Straßenmeisterei Hachenburg haben an der B 414 bei Hof zum Schutz vor gefährlichen Schneeverwehungen jetzt Fangzäune aufgestellt.⋌
    Foto: Röder-Moldenhauer

    Von unserer Redakteurin Stephanie Kühr

    Autofahrer sollten sich jetzt in Acht nehmen und der Witterung entsprechend fahren, rät die Polizeidirektion Montabaur. „Mit der richtigen Fahrweise kann man viel beeinflussen. Jeder weiß es, aber nicht jeder hält sich daran", sagt Polizeihauptkommissar Karl Ortseifen, der für Verkehrsangelegenheiten zuständig ist. Der Experte weiß, dass sich die Unfälle besonders am Anfang der Schneeperiode häufen, bis sich die Autofahrer an die glatten Straßen gewöhnt haben.

    Die Statistik zeigt, dass die Westerwälder bei Schnee und Eis vernünftig fahren: So ereigneten sich von Anfang November 2013 bis Ende März im Kreis 65 Unfälle infolge winterlicher Straßenverhältnisse. Das waren gerade einmal 2,6 Prozent aller Unfälle in diesem Zeitraum.

    Immer noch Fahrzeuge mit Sommerreifen

    Dennoch empfiehlt Ortseifen: „Das Fahren bei Eis und Schnee erfordert Umsicht. Am wichtigsten ist eine angepasste Geschwindigkeit, auch bei niedrigen Plusgraden." Wer behutsam Gas gibt, vermeidet auch, dass der Wagen ausbricht oder wegrutscht. Plötzliche Fahrmanöver und abrupte Lenkvorgänge sollten ebenfalls unterlassen werden, rät Ortseifen. Wichtig auch: Sicherheitsabstand halten und mit Überraschungen rechnen. Andere Fahrzeuge könnten rückwärts rutschen oder ins Schleudern geraten. Winterreifen sind zwar eine Selbstverständlichkeit im Winter. „Doch besonders gefährlich ist es, dass es jetzt immer noch Verkehrsteilnehmer gibt, die mit Sommerreifen unterwegs sind", mahnt Ortseifen.

    Der Experte empfiehlt zudem, alle Scheiben von Schnee und Eis zu befreien und die Scheinwerfergläser zu reinigen, um eine gute Sicht zu garantieren. Was viele nicht wissen: Wer nur mit einem kleinen „Guckloch" fährt, dem kann vor Gericht eine Mitschuld an einem Unfall angerechnet werden, warnt der ADAC Mittelrhein in Koblenz. Unabhängig von der Tageszeit bergen die zahlreichen Brückenbauwerke im Westerwald ein erhöhtes Glätterisiko, da die Fahrbahn unter ihnen stärker auskühlt. Wenn dazu Nebel oder feuchte Luft über die Fahrbahn ziehen, entsteht schnell Reifglätte. Gleiches gilt auf Straßenabschnitten in der Nähe von Seen, in Waldstücken und bei Unterführungen, warnt die Deutsche Verkehrswacht.

    Die wichtigsten Gefahrenstellen im Kreis

    Als Gefahrenstellen im Kreis nennt die Polizei in Hachenburg die Brücke an der L 288 in der Gemarkung Luckenbach in Richtung Betzdorf. Hier haben sich in der Vergangenheit schwere Unfälle infolge von Eis und Schnee ereignet. Die Steigung und Gefällstrecke in der „Hermolder" zwischen Montabaur und Großholbach stuft die Polizei Montabaur ebenfalls als gefährlich ein. Der „Große Herrgott" an der B 49 zwischen Montabaur und Neuhäusel wird von der Straßenmeisterei im Winter sogar komplett gesperrt. Ebenfalls die Köppelstrecke (K 126) ist vorsichtig zu befahren.

    Abhängig von der Gefährlichkeit der Strecke und der Bedeutung der Straße, erstellen die drei Straßenmeistereien im Kreis eine Prioritätenliste für den Einsatz der 25 Streufahrzeuge. Vorrang genießen hier die B 255, die B 8 und die B 49, sagt LBM-Chef Ulrich Neuroth. Die Straßenmeistereien in Montabaur, Hachenburg und Rennerod seien bestens für den Winterdienst gerüstet und bereits jetzt in den Morgen- und Nachtstunden im Einsatz und setzen dabei vornehmlich auf Feuchtsalze, bestätigt er. Der LBM in Diez hat insgesamt 15 900 Tonnen Salz gelagert - genug für einen harten Winter. Neuroth mahnt in jedem Fall zur Vorsicht: „Autofahrer sollten stets prüfen, ob sie auf einer gestreuten Straße fahren. Trotz der Streudienste gelte: Langsam fahren.

    Leser sind gefragt: Welche Strecken sind im Winter besonders heikel?
    Montabaur Hachenburg
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