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    Westerwälder kaufte in Holland ein: Junger Mann mit Drogen erwischt

    Der 21-jährige Mann aus dem Unterwesterwald hatte sich seinen Ausflug nach Holland wohl etwas berauschender vorgestellt. Er wurde zusammen mit zwei weiteren Pkw-Insassen auf der Rückfahrt mit 25,1 Gramm Marihuana und 9,1 Gramm Haschisch erwischt. Nun musste sich der junge Mann wegen unerlaubter Einfuhr von Betäubungsmitteln und wegen unerlaubten Fahrens ohne Führerschein vor dem Jugendschöffengericht in Montabaur verantworten. Das Urteil: Der Angeklagte wurde zu einer zweijährigen Bewährungsstrafe und einem Bußgeld von 500 Euro verurteilt. Ein mildes Urteil, wie Richter Orlik Frank dem jungen Mann einschärfte. Denn das nächste Mal könnte den einschlägig vorbestraften Westerwälder eine Haftstrafe erwarten.

    Juli 2016: Der heute 21-jährige Angeklagte, sein Bruder und ein Freund verabreden sich zu einem Ausflug nach Holland. Nach Angaben des Angeklagten habe sein Bruder, der im Gegensatz zu ihm einen Führerschein besitzt, das Auto gefahren. Auf der Rückfahrt – kurz vor der Grenze – sei der Bruder so müde gewesen, dass er die Augen hätte nicht mehr aufhalten können. Grund soll eine Feier vor der Abfahrt in Holland gewesen sein. Kurzerhand habe er ohne nachzudenken angeboten, an seiner Stelle weiterzufahren. Eine Pause sei nämlich nicht möglich gewesen, weil er die Hunde zu Hause alleine gelassen habe, sagte der Angeklagte vor Gericht aus. Von den Drogen im Auto habe er dagegen nichts gewusst. Den Ausführungen der Staatsanwaltschaft zufolge geriet die Gruppe dann auf der A3 in der Gemarkung Emmerich (NRW) in eine polizeiliche Kontrolle.

    Richter Frank hakte bei dem Mann nach, ob er tatsächlich nichts von den Betäubungsmitteln gewusst habe. Der Angeklagte blieb bei seiner Aussage. Auch als Frank aus dem Polizeiprotokoll zitierte, in dem deutlich wurde, dass die Beamten einen starken Marihuanageruch aus dem Wageninnern wahrgenommen hatten. Doch warum hatte er nicht schon vor Ort gesagt, dass er mit den Drogen nichts zu tun hatte? Der Angeklagte erklärt, dass der Freund während der Polizeikontrolle ausgesagt habe, dass die Drogen allen Fahrzeuginsassen gehören würden. Er habe sich nicht getraut, etwas Gegenteiliges zu sagen.

    Es ist nicht das erste Mal, dass der 21-Jährige wegen Fahrens ohne Führerschein aufgefallen ist. Die Fahrerlaubnis wurde ihm wegen Alkohol am Steuer entzogen. Auch wegen unerlaubten Besitzes von Betäubungsmitteln kassierte er bereits eine Verwarnung. „Auch damals gehörten die Drogen nicht mir“, versicherte der Angeklagte dem Jugendschöffengericht. „Haben Sie aber auch ein Pech“, stellte Richter Frank fest.

    Das Gericht hielt dem Mann zugute, dass er seit mehr als einem Jahr nachweislich keine Drogen mehr konsumiert hat. Außerdem steht der Angeklagte fest im Berufsleben. Er sah vor Gericht ein, dass er „viele Fehler“ gemacht habe. „Ich hatte eine schwere Phase“, sagte er. „Aber ich habe ein neues Leben angefangen.“ Die anderen Insassen sind ebenfalls angeklagt. Allerdings ist einer davon aufgrund einer psychischen Erkrankung derzeit verhandlungsunfähig. Für den dritten Insassen ist ein anderes Amtsgericht zuständig.

    Von unserer Reporterin Verena Hallermann

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