40.000
Aus unserem Archiv
Montabaur

Sperrstunde sorgt in Montabaur für Diskussionen

Eine Sperrstunde für die Kneipe „Theke am Rebstock" sorgt derzeit in Montabaur für Diskussionen. Das Ordnungsamt der Verbandsgemeinde hatte den Betrieb nach 2 Uhr nachts untersagt, weil es Beschwerden der Nachbarn gab.

Die „Theke am Rebstock“ muss um 2 Uhr nachts schließen, weil sich Nachbarn über zu viel Lärm beschwert hatten.
Die „Theke am Rebstock“ muss um 2 Uhr nachts schließen, weil sich Nachbarn über zu viel Lärm beschwert hatten.
Foto: Thorsten Ferdinand

Von unserem Redakteur Thorsten Ferdinand

Von den Anliegern kritisiert wurden dabei nicht nur Lärm und Geschrei auf der Straße. Auch kam es offenbar immer wieder vor, dass Kneipenbesucher Urinspuren und Erbrochenes an Hauswänden hinterließen. Die kürzlich angeordnete Sperrstunde stieß trotzdem nicht überall auf Verständnis. Montabaur brauche ein aktives Nachtleben, hieß es von einigen Bürgern. Mit der Sperrstunde werde die Innenstadt kaputt gemacht. Im Internet wurde sogar eine Petition gestartet mit am Freitag mehr als 600 Unterschriften gegen die Sperrstunde. Die SPD-Fraktion im Stadtrat setzte das Thema nun auch auf die politische Agenda.

Im Haupt- und Finanzausschuss der Stadt forderten die Sozialdemokraten eine transparentere Informationspolitik der Ordnungsbehörde. Bürger wüssten nicht, warum einzelne Gastronomiebetriebe in ihrem Geschäft eingeschränkt würden. Das führe zu Empörung und Unverständnis, so die SPD. Außerdem regten die Sozialdemokraten an, die Montabaurer Gastronomen zu einer Diskussionsrunde mit der Kommunalpolitik einzuladen. Ziel sei es, gemeinsam zu überlegen, wie die Innenstadt attraktiver werden kann.

Stadtbürgermeisterin Gabi Wieland (CDU) zeigte sich durchaus aufgeschlossen und kündigte an, das Gespräch zu den Gastronomen zu suchen. Letztlich aber sei die Sperrstunde für die „Theke am Rebstock" keine politische Entscheidung der Stadt, erklärte Wieland. Das Ordnungsamt setze lediglich geltende Gesetze um. Dies unterstrich auch der Verwaltungschef, Bürgermeister Edmund Schaaf. Die Sperrstunde sei von der Polizei empfohlen worden, weil Feiern nach 2 Uhr infolge hohen Alkoholkonsums häufig eskalieren. Das Koblenzer Verwaltungsgericht habe entschieden, dass die Ordnungsbehörde die Bedürfnisse der Anlieger und die Wünsche der Wirtin sorgsam abgewogen und rechtmäßig gehandelt habe, so Schaaf.

Die SPD wollte zudem wissen, warum die Kneipe „Em Ählchen" vom Ordnungsamt komplett geschlossen wurde. Auch in diesem Fall wurde über nächtlichen Lärm als Auslöser spekuliert. Laut Bürgermeister Schaaf gab es jedoch andere Unregelmäßigkeiten, die er aus Gründen des Datenschutzes nicht nennen dürfe. Wenn eine Kneipe komplett geschlossen werde, liegen zum Beispiel Verstöße gegen Jugendschutzbestimmungen, Hygienemängel oder aber Steuerschulden vor, erklärte der Bürgermeister. Er dürfe leider nicht konkreter werden, sagte Schaaf. Er bat die Kommunalpolitiker jedoch um ihr Vertrauen, dass die Behörde rechtmäßig gehandelt habe.

Montabaur Hachenburg
Meistgelesene Artikel
Anzeige
Anzeige
x
x
Top Angebote auf einen Klick
Anzeige
Anzeige
Online regional
Markus Eschenauer Markus Eschenauer (me)
Online regional
Tel. 02602/160474
E-Mail
epaper-startseite
Regionalwetter Westerwald
Freitag

8°C - 16°C
Samstag

10°C - 17°C
Sonntag

11°C - 17°C
Montag

10°C - 20°C
News aus Ihrer Region - Lokalteil wählen
wissenlinz,neuwiedremagenmontabaurandernach,mayenkoblenzdiezbademszellsimmernbirkenfeldkirn,badsobernheim,meisenheimbadkreuznach
Bildergalerien: Fotos unserer Leser
&bdquo;Pfui Spinne&ldquo; mag der ein oder andere beim Anblick dieses Fotos von Volker Horz denken. Und doch hat die Detailaufnahme dieses Festmahls ihren ganz eigenen Reiz. Jedenfalls ist dem Achtbeiner hier ein dicker Fang ins Netz gegangen.&nbsp;Wenn auch Sie ein sch&ouml;nes Bild f&uuml;r unsere Leserfoto-Rubrik haben, dann schicken Sie es an die Adresse <a href="mailto:montabaur@rhein-zeitung.net">montabaur@rhein-zeitung.net</a>. Beachten Sie dabei bitte die erforderliche Mindestaufl&ouml;sung von 2500 mal 1500 Pixel.

Mit der Kamera im Westerwald unterwegs: Hier zeigen wir die schönsten Fotos unserer Leser. Zusenden per E-Mail.