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    Sanierung: Risse im Köppelturm werden beseitigt

    Seit dieser Woche wird die Betonfassade des Köppelturms auf der Montabaurer Höhe saniert.

    Vertreter von Orts-, VG- und Kreisebene läuteten die Sanierung des Köppelturms ein.
    Vertreter von Orts-, VG- und Kreisebene läuteten die Sanierung des Köppelturms ein.
    Foto: Thorsten Ferdinand

    Von unserem Redakteur Thorsten Ferdinand

    Der Westerwaldkreis investiert rund 85 000 Euro in den Erhalt des 50 Jahre alten Aussichtsturms. Der seit fast 20 Jahren stillgelegte Aufzug wird jedoch aus Kostengründen nicht repariert, erklärt Landrat Achim Schwickert. In der Bauzeit bis voraussichtlich Ende Juni ist der Köppelturm für Besucher gesperrt. Die bewirtete Köppelhütte ist allerdings trotzdem geöffnet, ergänzt Moschheims Ortsbürgermeister Thomas Fein.

    Die 720-Seelen-Gemeinde in der VG Wirges ist Eigentümerin des Turms und der Hütte. Weil der Köppelturm jedoch vom Westerwaldkreis erbaut wurde, ist dieser für die Unterhaltung der Immobilie zuständig. Die erst einige Jahre später entstandene und mehrfach erweiterte Köppelhütte ist an einen Gastwirt verpachtet und verfügt auch über sanitäre Einrichtungen. Die Toiletten des Turms hingegen sind schon seit längerer Zeit für Besucher gesperrt und sollen auch in Zukunft nicht saniert werden.

    Nachdem der schlechte Zustand des Turms vor etwas mehr als einem Jahr auf die öffentliche Agenda gerückt war, gab es verschiedene Vorschläge, wie es mit dem Westerwälder Wahrzeichen weitergehen soll. Die SPD-Kreistagsfraktion hatte seinerzeit gefordert, den Aussichtsturm touristisch stärker zu nutzen (die WZ berichtete). Da das Bauwerk aber wohl nicht wirtschaftlich zu betreiben ist, wurde in der Vergangenheit allerdings auch die Frage diskutiert, ob man den Turm nicht besser verkaufen oder irgendwann sperren sollte. Am Ende eines längeren Diskussionsprozesses entschied sich der Kreistag schließlich einstimmig dafür, die touristisch beliebte Immobilie zu erhalten.

    Die Sanierungsarbeiten dienen nun hauptsächlich dem Brandschutz und der Verkehrssicherung, macht der Landrat klar. Der Eingangsbereich soll optisch ein bisschen aufgewertet werden. Es sei jedoch nicht vorgesehen, den Turm barrierefrei umzubauen, wie es im vergangenen Jahr vereinzelt gefordert wurde. Alleine die Reparatur des Aufzugs würde mehr als 100 000 Euro kosten, erläutert Schwickert. Damit sei das Problem aber ohnehin nicht gelöst, denn der Aufzug endet 24 Treppenstufen unterhalb der Aussichtsplattform. Er wurde seinerzeit auf Wunsch der Bundeswehr eingebaut und war in erster Linie zum Lastentransport gedacht, erinnert der Landrat. Die Wehr nutzt den Köppelturm zwar auch heute noch, hat aber ebenfalls kein Interesse an einer Reparatur des Aufzugs. Nicht zuletzt gibt es kein Personal, um Personen zu befreien, falls der Aufzug mal stecken bliebe.

    Hinzu kommt, dass es ohnehin nicht erlaubt ist, mit dem Auto zum Köppelturm zu fahren, wie der Wirgeser VG-Chef Michael Ortseifen betont. Der 3,7 Kilometer lange Forstweg durch den Wald wird für die Abfuhr von Holz und zur Belieferung der Köppelhütte benötigt. Er ist jedoch nicht für touristischen Auto- oder Busverkehr gedacht. „Es ist keine klassifizierte Straße“, ergänzt Schwickert. Der Köppel liegt im Naturpark Nassau und genießt als Wasserschutzgebiet mit hohem Rotwildbestand besonderen Schutz, machen die Kommunalpolitiker deutlich. Ein Ausbau des Forstwegs zu einer touristisch nutzbaren Straße sei undenkbar. Die insgesamt neun Ortsgemeinden, in deren Gemarkung der asphaltierte Weg liegt, hätten überdies ohnehin kein Interesse an einem kostenintensiven Ausbau, heißt es. Dass der Köppelturm als Westerwälder Wahrzeichen einen großen Stellenwert für den Tourismus in der Region genießt, bestreiten die Beteiligten indes nicht. Mehrere Verbandsgemeinden und der Westerwald-Verein haben deshalb damit begonnen, die Wege zur Montabaurer Höhe besser zu beschildern. Es sei schließlich auch im Sinne der Natur, dass sich die Rad- und Wandertouristen nicht im Wald verirren.

    Wenn die Sanierung des Köppelturms im Laufe des Sommers abgeschlossen ist, werden Besucher wieder Zutritt zur Aussichtsplattform des 38 Meter hohen Bauwerks haben - und das künftig sogar völlig kostenlos. Bislang mussten Touristen 1 Euro zahlen, um das Drehgitter im Eingangsbereich des Turms zu passieren. Doch die Einnahmen waren so niedrig, dass sich dieser Betrieb nicht lohnte, erläutert Landrat Achim Schwickert. Im Durchschnitt hatte der Turm zuletzt etwa 1500 Besucher pro Jahr. Der Aufwand, die Kasse regelmäßig zu leeren und die Einnahmen abzurechnen sowie das Gerät von Zeit zu Zeit zu reparieren, war unter dem Strich zu hoch. Das Drehgitter soll aber trotzdem erhalten bleiben, damit keine sperrigen Gegenstände ins Innere des Köppelturms transportiert und dort womöglich abgeladen werden, ergänzt Schwickert. Der Besuch der Aussichtsplattform wird in Zukunft allerdings kostenlos sein.

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